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Johann Michael Haydn (1737–1806)
Johann Michael Haydn:
Kurzbiographie (Buch)
Te Deum in C (L)
„Jeder Kenner der Tonkunst und ihrer Literatur weiß, und wußte schon längst, daß Michael Haydn, als Kirchenkomponist, unter die ersten Künstler dieses Faches, aus jeder Zeit und jeder Nation gehört.“ Mit diesen Worten würdigte der romantische Dichter-Komponist E.T.A. Hoffmann 1812 den jüngeren der Haydn-Brüder. Entsprechend seinen dienstlichen Verpflichtungen am geistlichen Fürstenhof in Salzburg (ab 1763) hat Haydn praktisch zu allen in der katholischen Liturgie gepflegten Gattungen beigetragen. Das Wissen um die liturgische Funktion und die musikalische Ausdeutung der religiösen Texte zeichnet Haydns Kirchenmusik aus. Stilistisch schlug er in seinem 43-jährigen Wirken in Salzburg die Brücke von der Frühklassik zum musikalischen Biedermeier. Johann Michael Haydn wurde von den Zeitgenossen zunächst als gleichberechtigt neben Joseph Haydn gesehen. Erst der steile Aufstieg des älteren Bruders zum bedeutendsten Instrumentalkomponisten der Zeit rückte Johann Michael Haydn in den Schatten, aus dem ihn die musikalische Entdeckerfreude der letzten Jahre zunehmend herausholt.
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