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| Norddeutsche Orgelmusik
Erstmals wird ein in sich abgerundetes Orgelrepertoire vorgelegt, das nach 1780 in den Kirchen Norddeutschlands entstand und das dennoch gezielt mit Traditionen des 17. Jahrhunderts zu tun hat. In ihrem Zentrum steht Arp Schnitger (1648–1719), die Symbolfigur des norddeutschen Orgelbaus: Seine Instrumente mit ihren „barocken“ Dispositionen, weltweit Vorbilder des Orgelbaus, regten zahlreiche Organisten auch in „klassisch-romantischer Zeit“ zu attraktiven Kompositionen an. In drei Bänden wird jeweils unter einem eigenen Blickwinkel der allgemeinen Orgelmusikpraxis in Gottesdienst und Konzert ein Kaleidoskop kleinerer und größerer Stücke erschlossen, die als „norddeutsche Orgelkultur“ in den Generationen nach Dieterich Buxtehude entstanden sind.
Beachten Sie auch:
"Präludien, Fugen und Concerten für die Orgel mit Pedal" (Sammlung Bendix Friedrich Zinck) Das Husumer Orgelbuch von 1758 dokumentiert in einzigartiger Weise, wie sich die norddeutsche Orgelmusik in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in den Generationen nach Dietrich Buxtehude und Vincent Lübeck entwickelt hat. Es enthält 17 Werke aus dem Alten Land, dem Land Kehdingen sowie aus Schleswig-Holstein. Zwölf der Werke sind drei- bis viersätzige Konzerte für unbegleitete Orgel. Dass es sich dabei meist um Originalkompositionen handelt, ist ein musikgeschichtliches Novum. Die meisten bislang bekannten Werke dieser Art sind Bearbeitungen von Orchesterwerken.
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