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Bonner Beethoven-Studien
Die
Bonner Beethoven-Studien wurden 1999 als Nachfolgereihe des Beethoven-Jahrbuchs
(nach dem Erscheinen von Band X, 1983, nicht mehr fortgesetzt) ins Leben gerufen.
Es schien dem Begründer der Reihe, dem damaligen Editionsleiter der Beethoven-Gesamtausgabe,
Ernst Herttrich, wichtig, wieder ein Publikationsorgan zur Verfügung zu haben,
in dem auch kleinere neue wissenschaftliche Arbeiten zu ganz unterschiedlichen
Einzelthemen der Beethoven-Forschung veröffentlicht werden konnten. Die Forschung
artikuliert sich ja nicht immer nur in großen, umfassenden Arbeiten, sondern
auch in kleinen Untersuchungen zu speziellen Themen, Neudatierungen einzelner
Quellen, Richtigstellungen von Falschzuweisungen, Erstveröffentlichungen kleiner
Dokumente, Auswertungen größerer oder kleinerer Skizzen, Analysen einzelner
Werke, Untersuchungen zum Umfeld des Komponisten, zu seinen Instrumenten usw.
Das Bild eines Großen der Kunst- und Kulturgeschichte wird nicht nur durch die
großen Forschungsergebnisse bestimmt, sondern setzt sich wie ein Puzzle aus
jenen vielen kleineren Einzeluntersuchungen zusammen, die Forscher aus der ganzen
Welt an allen möglichen Stellen publizieren.
Den Beethoven-Forschern sollte mit den Bonner Beethoven-Studien ein Forum geboten
werden, in dem sie gewissermaßen zu Wort kommen können. Dabei sollte die Reihe
von vornherein ein Sprachrohr für die nationale und internationale Beethoven-Forschung
sein. So sind denn in den bisher erschienenen fünf Bänden außer Aufsätzen von
Mitarbeitern des Beethoven-Hauses auch Beiträge von Beethoven-Forschern aus
ganz Deutschland, aus Österreich, aus den Niederlanden, den USA und Israel abgedruckt.
Jeder Band enthält einen kürzeren Anhang mit „Mitteilungen aus dem Beethoven-Haus
und Beethoven-Archiv Bonn“, die über Sonderausstellungen, über Neuerwerbungen,
über die wissenschaftlichen Aktivitäten des Hauses u. ä. berichten.
Band 1 (1999)
Mit Beiträgen zu Beethovens Flügel, zu Briefen von Beethovens Schüler Ferdinand
Ries über seinen Lehrer, zu Skizzen für Beethovens 4. und 5. Symphonie, zu den
Sonaten op. 54 und 57, zu Beethovens Mutter und zu einem unbekannten Klavierstück
(dt/engl).
Band 2 (2001)
Mit Beiträgen zu Beethovens sog. „Leonore-Skizzenbuch“, zum ewig jungen Problem
der Identifikation der „Unsterblichen Geliebten“, zu den Gellert-Liedern op.
48, zu den Quellen für die Hammerklaviersonate op. 106, zum Ausdruck des Komischen
in Beethovens Musik, zu Beethovens Biograph Anton Schindler und zum Verhältnis
zwischen Beethoven und Schubert.
Band 4 (2005)
Mit Beiträgen zu einem Flügel, der möglicherweise Beethoven gehörte, zu einer
korrigierten Neuauflage des Beethoven-Werkkatalogs von Willy Hess, zu Beethoven
und Thomas Jefferson, zur Rezeption von Beethovens Musik in Frankreich, zum
Violinkonzert, zum Fidelio, zur Les-Adieux-Sonate op. 81a, zu unveröffentlichten
Memoiren des Beethoven-Zeitgenossen Anton Gräffer und zum Aufenthalt von Beethovens
Schüler Ferdinand Ries in Wien (dt/engl).
Band 5 (2006)
Mit Beiträgen zu Beethovens wichtigstem Biographen A. W. Thayer, zur Geschichte
des Beethoven-Archivs, zu einem unveröffentlichten Stammbuchblatt des jungen
Beethoven, zu Beethovens Beziehungen zur russischen Zarenfamilie, zu einem spieltechnischen
Problem in der Großen Fuge op. 133, zum Rätsel von Beethovens Gehörleiden, zum
sog. „Eroica- Skizzenbuch“ und zu Zitaten aus Beethovens 9. Symphonie in Schuberts
Großer C-Dur-Symphonie D 944 (dt/engl).
Band 6 (2008)
Mit Mitteilungen aus dem Beethoven-Haus und Beethoven-Archiv Bonn
Band 7 (2008)
Friederike Grigat: Die Sammlung Wegeler im Beethoven Haus Bonn
Band 8 (2009)
Mit Beiträgen zu Henry Edward Krehbiel und seiner amerikanischen Ausgabe von Thayers Beethoven-Biographie, zu Beethovens Umgang mit den Wiener Phäaken, über die musikalischen Wechselbeziehungen zwischen Haydn, Mozart und Beethoven, über Beethovens Humor, dargestellt am Rondo a capriccio „Die Wut über den verlorenen Groschen“ und Neues über Beethovens Klavierschülerin Giulietta Guicciardi.
Band 9 (2011)
Mit Beiträgen zum Beethoven-Porträt, zu den Beziehungen zwischen den Hofkapellen Bonn und Münster, zur Eroica 1949, zur Kanonisierung von Beethovens Symphonien, zu Beethovens Jugendliebe Johanna von Honrath, zu neuen Dokumenten zu zwei Bonner Kopisten, zur „enttarnten Elise“, zur Beethoven-Rezeption, zu Beethovens Drei Duos WoO 27 und mit Mitteilungen aus dem Beethoven-Haus und Beethoven-Archiv Bonn (dt/engl).
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