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CD Release November 2005
Frauenkirche Dresden. Orgelmusik von Bach & Duruflé
Super-Audio-CD: Sechs-Kanal-Aufnahme (Surround). Wiedergabe über CD- oder SACD-Player möglich Nach 12 Jahren Bauzeit wird am 30. Oktober 2005 die neuaufgebaute Dresdner Frauenkirche feierlich geweiht. Wenige Orgelbauprojekte wurden mit so viel Interesse und Spannung von der Öffentlichkeit begleitet, wie der Neubau der 1945 komplett zerstörten Orgel. Beim Wiederaufbau wurde der von George Bähr geschaffene Orgelprospekt detailgetreu rekonstruiert. Das Orgelwerk selbst ist keine Rekonstruktion der Gottfried-Silbermann-Orgel von 1736: Der Straßburger Orgelbauer Daniel Kern hat dem „klassischen“, eng an Silbermann orientierten Teil der Disposition ein zusätzliches Manualwerk im französisch-romantischen Stil hinzugefügt. Er knüpft so an die historischen Verbindungen zwischen Gottfried Silbermann, Straßburg und dem französisch-elsässischen Orgelbau an. Die Kern-Orgel vereinigt zahlreiche Vorzüge einer historischen Orgel mit den technischen Errungenschaften eines modernen Konzertinstruments. Anhand des stilistisch kontrastreichen Programms der CD-Einspielung mit Orgelmusik von Bach und Duruflé macht der Organist der Frauenkirche, Samuel Kummer, die erstaunliche klangliche Vielseitigkeit dieser Orgel hörbar. Johann Sebastian Bach hat am 1. Dezember 1736 – kurz nach der Fertigstellung und Übergabe der Orgel von Silbermann – ein Orgelkonzert in der Frauenkirche Dresden gespielt, um sich damit für die Verleihung des Titels eines Königlich Polnischen und Kurfürstlich Sächsischen Hof-Compositeur zu bedanken. Leider ist nicht überliefert, welche Werke Bach bei jenem Konzert musiziert hat oder ob er vornehmlich improvisierte. Auf der vorliegenden Einspielung wurden daher Werke ausgewählt, welche klanglich besonders gut zur neuen Kern-Orgel passen und den Kirchenraum zum Klingen bringen. – Maurice Duruflé gewann seine Musiksprache aus der französischen Tradition; sie ist getragen von einer ausgefeilten Kompositionstechnik und von leiser Melancholie durchdrungen. Für seine Suite op. 5 (1934) schwebte Duruflé eine große symphonische Orgel des Typs Cavaillé-Coll vor. In seinen Registrieranweisungen äußern sich bereits Neigungen zum Typ Orgue néoclassique, in dem die strahlenden Mixturen besonders zur Geltung kommen. Diesem Stil folgt auch die neue Orgel der Frauenkirche.
Die vorliegende CD dokumentiert erstmals umfassend die Vokalbearbeitungen von Clytus Gottwald, der im November 2005 seinen 80. Geburtstag feiert. Gottwalds Verdienste um die zeitgenössische A-cappella-Musik sind von herausragender Bedeutung. In seinen Chortranskriptionen von Klavier- und Orchesterliedern von Schubert, Berlioz, Wagner, Wolf bis zu Mahler und Debussy überträgt er vokale Satztechniken der Neuen Musik auf traditionelle Kompositionen, wobei er die Strukturen der Werke im äußerst differenzierten Klang ohrenfällig macht. Konkreter Ausgangspunkt dieser Idee war ein 1976 von Boulez dirigiertes Konzert: „während Boulez das erste Ravel-Stück, Soupir , probte,“ so Clytus Gottwald, „erkannte ich daran die Möglichkeit, diese Musik für Stimmen zu transkribieren, wobei mir Ligetis Technik, für Stimmen zu schreiben, als Motivquelle diente. Ich wollte das Neue, wie es mir in Ligetis 1966 uraufgeführtem Werk Lux aeterna begegnet war, dadurch dokumentieren, dass ich dessen écriture auf die Musik von Ravel adaptierte.“ Gottwalds Vokalbearbeitungen haben sich längst weltweit einen festen Platz
im Repertoire der führenden Kammerchöre erworben – so auch beim
KammerChor Saarbrücken, der unter Leitung von Georg Grün auf höchstem
Niveau eine Werkauswahl präsentiert. Christoph Schönherr: Magnificat
Das Werk ist auch als Notenausgabe bei Carus erschienen. CD Release Oktober 2005Musik aus Dresden bildet seit Jahren einen attraktiven Schwerpunkt bei Carus – sei es die festliche Musik der Dresdner Hofkirche oder das Repertoire, das an Kreuz- und Frauenkirche musiziert wurde. Die Weihnachtskantaten des Bach-Schülers Homilius sind eine besonders bemerkenswerte Entdeckung unter den Dresdner Musikschätzen. Über 40 Jahre wirkte Homilius an der Dresdner Frauenkirche und bekleidete damit eines der wichtigsten kirchenmusikalischen Ämter der Residenzstadt. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern schrieb er die benötigte Musik weitgehend selbst. Weit über Dresden hinaus wurden seine Werke aufgeführt, eine Tatsache, welche die Beliebtheit von Homilius’ Musik – die erst jetzt ihre Wiederentdeckung erfährt – zur damaligen Zeit verdeutlicht. Der Körnerscher Sing-Verein, das Dresdner Instrumental-Concert und hervorragende Solisten musizieren unter der Leitung von Peter Kopp.
Georg Philipp Telemann war eine der zentralen Musikerpersönlichkeiten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, im Zentrum seines Schaffens steht die Kirchenmusik mit einem reichen Fundus an Kantaten. Vier besonders interessante Kantaten zur Advents- und Weihnachtszeit sowie ein Magnificat werden auf dieser CD durch renommierte Künstler auf dem Gebiet der Barockmusik unter der Leitung von Kay Johannsen präsentiert. CD Release September 2005
Es gibt nicht viele Komponisten, die über ihren Tod hinaus so großen Einfluss auf ihre Nachfolger hatten wie Carl Philipp Emanuel Bach – bis zum heutigen Tag ist sein Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen von 1753 das Standardwerk schlechthin auf dem Gebiet des Klavierspiels. Leider sind seine zahlreichen Kompositionen, mit einigen Ausnahmen, weit weniger bekannt. Als Komponist war C. P. E. Bach sehr vielseitig. Fast alle damals üblichen Gattungen sind in seinem Œuvre zu finden. In der Wahl der Musikinstrumente hatte er eine große Vorliebe für Tasteninstrumente, insbesondere für das Clavichord. Heute sind nicht weniger als 50 Konzerte für ein Cembalo und Orchester aus der Feder Carl Philipp Emanuels bekannt, sowie etwa 13 Sonatinen und 4 Kompositionen für zwei Tasteninstrumente und Orchester. Für die vorliegende Einspielung hat der international renommierte Cembalist Rien Voskuilen drei Cembalokonzerte ausgewählt und gemeinsam mit dem Münchner Barockorchester L'arpa festante , einem der traditionsreichsten deutschen Ensembles für Alte Musik, auf Originalinstrumenten eingespielt. Die große musikalische Erfahrung der einzelnen Musiker und die Virtuosität ihres musikalischen Könnens führen zum unverkennbaren Klangcharakter des Ensembles: farbig, nuancenreich, sensibel, expressiv. CD Release Juli 2005Johann Sebastian Bach: Osteroratorium · Carl Philipp Emanuel Bach:
Danket dem Herrn / Heilig Das "Osteroratorium" BWV 249 von Johann Sebastian Bach ist die frohe Antwort Bachs am Ostersonntag auf die "Johannespassion", die am Karfreitag 1725 ihre zweite Aufführung erlebt hatte. Dem Werk liegt eine Huldigungsmusik für Herzog Christian von Sachsen-Weißenfels zu Grunde, bei deren Komposition Bach wohl von vornherein eine Weiterverwendung als Festmusik im Auge hatte. Spätere Aufführungen des Werkes belegen, dass Bach das "Osteroratorium" selbst besonders schätzte. Carl Philipp Emanuel Bachs zweiteilige "Dankhymne der Freundschaft" entstand im Januar 1785: Der Geburtstag eines adligen Gönners animierte den 72-jährigen zu einer seiner beschwingtesten und modernsten Kompositionen. Die Einspielung enthält nur den ersten geistlichen Teil des Werkes („Danket dem Herrn“), eine Lobhymne auf Gott, der in seiner Allmacht weise und mildtätig das Universum geschaffen hat. Als Höhepunkt hat der Komponist hier ein "Heilig" vorgesehen. Anspruch und Umfang der Hymne sprechen dafür, dass Bach an sein berühmtes doppelchöriges "Heilig" Wq 217 dachte, in dem ein Chor der Engel einem Chor der Völker entgegengesetzt wird. In der Tonsprache lässt sich Bachs "Dankhymne der Freundschaft", die für mehr als zwei Jahrhunderte vergessen und unzugänglich war, wohl am ehesten mit Haydns "Schöpfung" und den "Jahreszeiten" vergleichen. Frieder Bernius unterstreicht mit dieser Einspielung erneut seine Spitzenstellung unter den Dirigenten. Den international renommierten Solisten, dem Kammerchor Stuttgart und dem Barockorchester Stuttgart gelingt die Interpretation auf kongeniale Weise.
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Georg Philipp Telemann (1681–1767) Ruth Ziesak, Sonja Erwied, Soprano; Arnon Zlotnik, Alto; Jan Kobow, Michael Berner, Tenore; Konstantin Wolff, Basso; Reinhold Friedrich, Trompete; Vocalensemble Rastatt; Les Favorites; Holger Speck |
Die Komposition von Psalmen und Motetten durchzog alle Schaffensphasen Telemanns.
In seinem Œuvre finden sich sowohl groß angelegte Werke für
Soli, Chor und Orchester als auch kleinere Besetzungen, die zur Begleitung der
Singstimmen nur den Generalbass vorsehen. Die vorliegende CD präsentiert
neben der rein instrumentalen Hamburgischen Trauermusik eine Auswahl unterschiedlich
angelegter Vokalwerke Telemanns: die farbig instrumentierte Psalmvertonung Ich
danke dem Herrn von ganzem Herzen und die generalbassbegleitete Motette Es segne
uns Gott, die doppelchörige Motette Halt, was du hast und die vierstimmige
Choralmotette über Luthers bekanntes Reformationslied Ein feste Burg ist
unser Gott sowie der von Streichern begleitete Psalm 96 Singet dem Herrn ein
neues Lied. Das Vocalensemble Rastatt und das Barockorchester Les Favorites
unter Holger Speck glänzen mit lebendigen, aussagekräftigen Interpretationen.
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Franz Liszt: Die großen Orgelwerke Präludium und Fuge über B-A-C-H |
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Seine poetischen Vorstellungen und sein persönliches emotionales Erleben wollte Franz Liszt den Hörern seiner Musik vermitteln, er wollte sie beeindrucken und seelisch bewegen – ein ambitioniertes Ziel, das nur mit ebenso ambitionierten Ideen Wirklichkeit werden konnte. Überlegene technische Beherrschung des Instruments und ein hohes künstlerisches Selbstbewusstsein wurden zum Ausgangspunkt bahnbrechender Orgelwerke, in denen Liszt die Virtuosität seines Klavierspiels auf die Orgel übertrug und neuen Ideen Ausdruck verlieh. In ganz neuen und freien Formen verarbeitet er Meyerbeers Wiedertäufer-Choral aus "Le Prophète" in einer groß angelegten "Fantasie und Fuge" , die Tonfolge B-A-C-H als "Praeludium und Fuge" sowie den Lamento-Bass aus Bachs Kantate "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" BWV 12 in einer großen Variationenreihe. Erste CD-Einspielung auf der neugebauten Orgel der Stuttgarter Stiftskirche, einem der wichtigsten Orgelbauprojekte der letzten Jahre (Orgelbau Mühleisen, Leonberg), mit Stiftskantor Kay Johannsen.
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Gottfried August Homilius (1714–1785) Gott fähret auf mit Jauchzen |
Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche, zuletzt vor allem das Aufsetzen des Turmhelms und die Glockenweihe, haben in ganz Europa und den USA eine breite öffentliche Aufmerksamkeit gefunden. Den "Klangspuren" dieser Kirche, der eigens für sie komponierten Musik nachzugehen, ist das Anliegen der vorliegenden CD.
Als während der Belagerung Dresdens mit der Kreuzkirche die Hauptkirche der Stadt (Juli 1760) zerstört wurde, rückte die Frauenkirche für mehr als drei Jahrzehnte zur ersten Pfarrkirche der Dresdner Altstadt auf. Gottfried August Homilius gilt zu recht als der bedeutendste und kompositorisch produktivste Kreuzkantor des 18. Jahrhunderts, dessen Werke auch außerhalb der sächsischen Residenz eine weite Verbreitung fanden. Aufgrund der Zerstörung der Kreuzkirche war er mehr als drei Viertel seiner Amtszeit hauptsächlich in der Frauenkirche tätig, an der er zuvor bereits 13 Jahre lang als Organist gewirkt hatte. Die meisten seiner Werke – auch der etwa 200 überlieferten Kantaten für alle Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres – entstanden unmittelbar für die Frauenkirche. Für die vorliegende CD wurden vier festliche Kantaten aus der Pfingstzeit ausgewählt, interpretiert vom international renommierten Dresdner Kreuzchor unter seinem Leiter Roderich Kreile und begleitet vom Dresdner Barockorchester.
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Die Bach-Söhne II: Cellokonzert B-Dur Wq 171 Freiburger Barockorchester; Kristin von der Goltz, Violoncello; Ann-Kathrin Brüggemann, Oboe; Michael Behringer, Cembalo; Christine Schornsheim, Hammerklavier |
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Mit Instrumentalmusik von Carl Philipp Emanuel setzt Carus seine CD-Serie mit Werken der Bach-Söhne fort. Das Konzertschaffen des zweitältesten Bach-Sohnes erstreckt sich über den Zeitraum von mehr als 50 Jahren, von Kompositionen, die der 19-Jährige 1733 noch unter Aufsicht des Vaters in Leipzig schrieb, bis hin zum Doppelkonzert für Cembalo und Hammerklavier Wq 47. Die zahlreichen überlieferten Abschriften seiner Konzerte zeugen von der Wertschätzung, die Bach vor allem in adligen und bürgerlichen Zirkeln Berlins und später in ganz Deutschland fand.
Indem er die aus Italien stammende Ritornellform des Konzertsatzes weiterentwickelte, schuf der Komponist in den ersten fünfzehn Jahren seiner Berliner Zeit ein Grundmodell für das Instrumentalkonzert, das noch um 1800 als vorbildhaft gepriesen wurde. Von besonderem Reiz ist das bekannte Doppelkonzert für Cembalo, Hammerklavier und Orchester Wq 47 aus dem Jahre 1788, dessen Autograph zu den Beständen der Sing-Akademie zu Berlin gehört. Carl Philipp Emanuel Bach, der durch seine Kompositionen und deren öffentlichen Vortrag maßgeblich Anteil an der allmählichen Ablösung des Cembalos durch das Hammerklavier hatte, lässt in diesem Konzert die beiden Instrumente miteinander dialogisieren. Trotz der Altersbeschwerden, die den Komponisten plagten, lässt das Konzert keinen resignativen Zug verspüren, sondern strahlt Heiterkeit und Anmut aus. Die e-Moll-Sinfonie Wq 177 aus dem Jahre 1756 schöpft ihre Wirkung vornehmlich aus dem großen Anteil an Unisono-Passagen im ersten und den bizarren Punktierungen im dritten Satz, die zum tändelnden Mittelsatz in bewusstem Kontrast stehen.
Das Freiburger Barockorchesters und die Solisten agieren mit Elan, Präzision und Klanggespür und verleihen vor allem den Adagio-Sätzen, die der Bach-Sohn mit großer Liebe und Sorgfalt ausgestaltete, Eleganz und Charme.
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Charles Gounod: Musica sacra Messe brève no. 7 Kammerchor "I Vocalisti"; Tobias Götting, Orgel; Hans-Joachim Lustig |
Zu Unrecht ist Charles Gounod heute fast ausschließlich als Opernkomponist bekannt. Doch im Zentrum seines Schaffens stand vielmehr das geistliche Werk. Seinem Ideal einer einfachen, verständlichen Chormusik wurde Gounod gerecht durch eingängige Kompositionen voll innigen, natürlichen Gefühlsausdrucks, die sich bereits seinerzeit großer Beliebtheit erfreuten. Dass auch heute der Musica sacra Gounods wieder der ihr gebührende Rang zukommt, dazu will die vorliegende CD des Carus-Verlags beitragen. Mit dem Lübecker Kammerchor "I Vocalisti" unter Hans-Joachim Lustig wurde für die Aufnahme ein renommiertes Vokalensemble gewonnen, das mit einer klangvoll-einfühlsamen Interpretation ausgewählter orgelbegleiteter Kompositionen des französischen Komponisten, darunter auch einige Weltersteinspielungen, dessen kirchenmusikalisches Werk dem heutigen Hörer überzeugend nahebringt.
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