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Neuerscheinungen
Neuerscheinungen 2008
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Neuerscheinungen 2008


Musik aus der Frauenkirche Dresden
Georg Friedrich Händel:
Jephtha

Markus Schäfer, Jephtha, Tenor
Miriam Meyer, Iphis, Sopran
Britta Schwarz, Storgè, Alt
Patrick Van Goethem, Hamor, Altus
Gotthold Schwarz, Bass
Birte Kulawik, Angel, Sopran
Kammerchor der Frauenkirche
Dresdner Barockorchester
Matthias Grünert

Carus 83.422 (3 SACDs)

Hörbeispiele

Die Arbeit an Jephtha wurde 1751 durch die allmähliche Erblindung Händels mehrfach verzögert. In der Tat sollte es sein letztes originäres Werk werden, ehe er 1752 völlig erblindete. Die tragische Geschichte aus dem Alten Testament wird hier vom Librettisten Thomas Morell, entgegen der biblischen Vorlage, ins Gute gewandelt und das gelobte Opfer an Jephthas Tochter durch das rettende Eingreifen eines Engels verhindert. Händel gelang mit Jephtha noch einmal ein musikalischer Höhepunkt des barocken Oratoriums, das große Chöre, affektgeladene Arien und ergreifende Ensembles enthält. In der umfangreichen Carus-Serie von Händel-Aufnahmen anlässlich des 250. Todestag 2009 konnten, neben hervorragenden Solisten, mit dem Kammerchor der Dresdner Frauenkirche sowie dem Dresdner Barockorchester erneut wichtige Interpreten gewonnen werden.

 

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Herr Gott, dich loben wir

Kirchenwerke IX

Andrea L. Brown, Sopran
Maria Bernius, Sopran
Monica Groop, Alt
Werner Güra, Tenor
Michael Volle, Bass
Kammerchor Stuttgart
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Frieder Bernius

Carus 83.217 (SACD)

Hörbeispiele

Mendelssohns eindrucksvolle Choralbearbeitung Herr Gott, dich loben wir war nach ihrer ersten Aufführung 1843 für über 150 Jahre in den Archiven verschwunden und wurde erst Mitte der 1990er Jahre wieder „ausgegraben“. Mit antiphonalen Abschnitten und modaler Harmonisierung schafft Mendelssohn eine ungewöhnlich archaische Klangwelt. Seine meisterhafte Kunst der musikalischen Textausdeutung zeigt sich auch in den Psalmen 95 und 98 für Soli, Chor und Orchester sowie der Hymne op. 96. Dazu sind auf der vorliegenden CD mehrere kleinere A-cappella-Werke eingespielt. In der Interpretation durch den vielfach ausgezeichneten Kammerchor Stuttgart, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und namhafte Solisten unter der Leitung von Frieder Bernius erklingen diese Werke in hoher Klangkultur und farbiger, transparenter Diktion.

 

Christoph Schönherr:
Missa in tempore incerto

Oliver Hölzen, Tenor
Internationaler Festivalchor C.H.O.I.R.
Capella novanta
Christoph Schönherr

Carus 27.076/99

Nach dem großen Erfolg seines Magnificat hat Christoph Schönherr, ein international gefragter Pop- und Jazzchor-Komponist, mit seiner Missa in tempore incerto ein neues Werk vorgelegt: „Missa in tempore incerto – Messe in schwerer Zeit. Am Anfang des 21. Jahrhunderts zeichnen sich globale Bedrohungen ab, die die Menschheit in ungeahnter Weise herausfordern werden. Die Musik steht im Spannungsfeld zwischen flehentlicher Bitte, Hilferuf und Hoffnung. Für die musikalische Ausdeutung sah ich vor allem im Blues und in den Latin-Stilen angemessene und zeitgemäße Tonsprachen.“ (C. Schönherr)

 

Singt für Gott und die Welt
Begleit-CD zum Freiburger Kinderchorbuch

Kinder- und Jugendchor Unterwegs
(Achern-Fautenbach)
Kinder- und Jugendchor St. Fidelis/St. Johann
(Sigmaringen)
Kinder- und Jugendchor St. Trudpert
(Münstertal)
Singschule DoReMi an Liebfrauen
(Waldshut)

Carus 12.075/99

Hörbeispiele

Vier Kinderchöre singen und spielen ausgewählte Lieder aus dem Freiburger Kinderchorbuch und zeigen die Vielfalt der hier angebotenen Lieder und Arrangements in unterschiedlichster Besetzung.

 

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Magnificat

Kirchenwerke VIII

Andrea L. Brown, Sopran
Monica Groop, Alt
Werner Güra, Tenor
Michael Volle, Bass
Kammerchor Stuttgart
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Frieder Bernius

Carus 83.216 (SACD)

Hörbeispiele

Fortsetzung der Mendelssohn-Reihe bei Carus: Das Magnificat und Gloria in Es – entstanden 1822 – sind die ersten großangelegten Werke Mendelssohns, die nicht ausschließlich für Studienzwecke komponiert wurden. Der Einfluss der intensiven Bachrezeption seines Lehrers Carl Friedrich Zelter und der Berliner Sing-Akademie ist darin, wie auch bei den später entstandenen Choralkantaten, deutlich spürbar. Das meisterhafte neunzehnstimmige Tu es Petrus, das Mendelssohn seiner Schwester Fanny zum Geburtstag schenkte, plante er als erstes seiner geistlichen Werke überhaupt im Druck zu veröffentlichen, was die Bedeutung dieser Motette unterstreicht. Frieder Bernius und der Kammerchor Stuttgart legen hiermit eine weitere Folge ihrer maßstabsetzenden und preisgekrönten Gesamteinspielung aller geistlichen Werke Mendelssohn vor.

 

Musik aus der Frauenkirche Dresden
Louis Vierne:
Pièces de fantaisie op. 51 & 54

Kay Johannsen, Orgel

Carus 83.250 (SACD)

Hörbeispiele

Carus setzt die Gesamteinspielung der Orgelwerke von Louis Vierne in der Frauenkirche Dresden mit dem ersten Teil der 24 Pièces de fantaisie fort. Kay Johannsen spielt an der Kern-Orgel der Frauenkirche die Suiten op. 51 und 54 ein, die 1926–27 komponiert wurden. Der letzte Satz der Troisième suite op. 54, „Carillon de Westminster“, ist das weitaus bekannteste Stück dieser Sammlung und neben dem Finale der 1ère Symphonie sicher eine der berühmtesten Kompositionen Viernes überhaupt. Kay Johannsen nutzt die klanglichen Möglichkeiten der französischen Kern-Orgel voll aus und verbindet seine feinfühlige Interpretation gekonnt mit der außergewöhnlichen Akustik der Frauenkirche Dresden. Diese SACD bietet nicht nur für Orgelmusikliebhaber uneingeschränkten Hörgenuss!

 

Georg Friedrich Händel:
Acis und Galatea

in der Bearbeitung von Felix Mendelssohn Bartholdy
(1828/29)
Weltersteinspielung

Julia Kleiter, Sopran
Christoph Prégardien, Tenor
Michael Slattery, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Bass
NDR Chor
FestspielOrchester Göttingen
Nicholas McGegan

Carus 83.420 (SACD)

Hörbeispiele

Weltersteinspielung zum Jubiläumsjahr 2009: Acis und Galatea war eines der erfolgreichsten Werke Händels zu seinen Lebzeiten. Auch nach Händels Tod war es Vorlage für einige prominente Bearbeitungen, wie zum Beispiel durch Mozart. Dass sich auch der junge Felix Mendelssohn Bartholdy intensiv mit dem Werk beschäftigt hat, war schon lange bekannt, jedoch war das Werk bisher nur in Teilen überliefert. Durch den zufälligen Fund einer Kopistenabschrift vor wenigen Jahren wurde die Mendelssohn-Fassung von Acis und Galatea nun wieder vollständig zugänglich. Nicholas McGegan und sein FestspielOrchester Göttingen, der NDR Chor und ein exzellentes Solistenensemble präsentieren Händels Musik im romantischen Gewand von Mendelssohns farbiger Orchestrierung. Eine absolute Endeckung für das Händel- und Mendelssohnjahr 2009!

 

Musik aus der Frauenkirche Dresden
Ferdinando Paër:
Missa piena in d
Weltersteinspielung

Sibylla Rubens, Sopran
Anke Vondung, Alt
Jörg Schneider, Tenor
Georg Zeppenfeld, Bass
Dresdner Kreuzchor
Staatskapelle Dresden
Roderich Kreile

Carus 83.246

Hörbeispiele

Besonderes aus der Frauenkirche Dresden: Ferdinando Paër (1771–1839) ist heute allenfalls dem kundigen Opernkenner bekannt. Dabei zählte er zu Lebzeiten als gefeierter Komponist zu den bedeutendsten und einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten Europas. Während seiner Zeit am Dresdner Hof entstand 1805 die umfangreiche Missa piena in d-Moll, ein Jahr bevor Paër als „Kriegsbeute“ von Napoleon nach Paris berufen wurde. Die hier erstmals eingespielte Komposition besticht vor allem durch die Verbindung von opernhaft-melodischen und in sich ruhenden Passagen, wobei auch unerwartete Wendungen ihren besonderen Reiz ausmachen. Neben dem hervorragenden Solistenensemble fanden sich mit dem Dresdner Kreuzchor und der Staatskapelle Dresden unter Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile die beiden ältesten Musikinstitutionen der Elbmetropole zum ersten gemeinsamen Auftritt in der Frauenkirche Dresden zusammen.

 

Carl Philipp Emanuel Bach:
Magnificat
Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
Weltersteinspielungen

Monika Mauch, Sopran
Matthias Rexroth, Alt
Hans Jörg Mammel, Tenor
Gotthold Schwarz, Bass
Basler Madrigalisten
L’arpa festante
Fritz Näf

Carus 83.412 (SACD)

Hörbeispiele

Erhabene Weihnachtsmusik von einem Bach-Sohn: Die vorliegenden Weltersteinspielungen von Werken C. P. E. Bachs stammen aus unterschiedlichen Schaffensphasen des Komponisten. Das in der Leipziger Frühfassung von 1749 eingespielte Magnificat schätzte C.P.E. Bach Zeit seines Lebens als eines seiner bedeutendsten Werke ein. Es erfüllt alle Kriterien, die die Ästhetik der Zeit von einer großdimensionierten geistlichen Komposition verlangten: Erhabenheit, Würde, polyphone und konzertante Chorsätze, empfindsame und pathetische Arien sowie eine große abschließende Doppelfuge. Die Festmusik Die Himmel erzählen die Ehre Gottes entstand dagegen während Bachs späterer Zeit als Hamburger Musikdirektor. Den Basler Madrigalisten, L’arpa festante und den namhaften Solisten gelingt unter der Leitung von Fritz Näf eine anspruchsvolle und mitreißende Interpretation der Werke C. P. E. Bachs.

 

Reinhard Keiser:
Dialogus von der Geburt Christi
Christoph Graupner: Magnificat
Weltersteinspielungen

Rastatter Hofkapelle
Jürgen Ochs

Carus 83.417

Hörbeispiele

Diese Weltersteinspielung des Weihnachtsoratoriums von Reinhard Keiser macht eines der wenigen überlieferten geistlichen Chorwerke des von Zeitgenossen vor allem als Opernkomponisten hochgeschätzten Musikers wieder zugänglich. In opulenter Besetzung und figurativer Satzweise erscheinen bekannte Weihnachtschoräle, während andere Sätze von innigem Tonfall eines Krippenspiels geprägt sind. Ergänzt wird das Programm der CD durch das hier erstmals eingespielte Magnificat von Christoph Graupner, das 1722 im Rahmen seiner Bewerbung um das Leipziger Thomaskantorat entstand.

 

Musik von Maciej Małecki:
Cicha Noc – Stille Nacht
Polnisches Weihnachtskonzert

Polski Chór Kameralny
Polska Filharmonia Kameralna
Jan Łukaszewski

Carus 83.418

Hörbeispiele

Polnisches Weihnachtskonzert: Das bekannte Weihnachtslied Stille Nacht, polnisch Cicha Noc, ist Kernstück dieses facettenreichen Zyklus für gemischten Chor und Orchester des Komponisten Maciej Małecki. Die 2006 entstandene Komposition bietet traditionelle und bekannte Weihnachtsmelodien in neuem harmonischem Gewand. Dabei sind Chor und Orchester gleichberechtigte Partner und stellen die Bandbreite des Werkes, die von anrührender Innigkeit, feinem Humor, mitreißendem Temperament bis zu majestätischer Würde reicht, unter Leitung von Jan Łukaszewski gekonnt und einfühlsam dar.

 

Musik aus der Frauenkirche Dresden
Gottfried August Homilius: Weihnachtsoratorium
Christian August Jacobi: Der Himmel steht uns wieder offen

Christiane Kohl, Sopran
Annette Markert, Alt
Marcus Ullmann, Tenor
Tobias Berndt, Bass
Sächsisches Vocalensemble
Virtuosi Saxoniae
Ludwig Güttler

Carus 83.235

Hörbeispiele

Festliche Weihnachtsmusik aus der Frauenkirche Dresden: In seinem Weihnachtsoratorium entwirft Homilius ein einzigartiges Stimmungsgemälde der Weihnachtsgeschichte aus Sicht der Hirten. Der differenzierte Einsatz eines großen, festlichen Orchesterapparats sowie von Chor und Solisten bestimmt den abwechslungsreichen und äußerst vielseitigen Charakter dieser lange vergessenen Weihnachtsmusik. Die auf der CD ebenfalls eingespielte Weihnachtskantate Der Himmel steht uns wieder offen von Christian August Jacobi zeigt besonders in der Behandlung der Rezitative eine einfühlsame und expressive Vertonung der Weihnachtsbotschaft von der Geburt Christi. Das Konzert wurde vom international renommierten Trompeter und Dirigenten Ludwig Güttler geleitet, einem der Initiatoren und Impulsgeber des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche.

 

Marc-Antoine Charpentier: Noël
Weihnachtskantaten

solistenensemble stimmkunst
Ensemble 94
Kay Johannsen

Carus 83.196

Hörbeispiele

Marc-Antoine Charpentier ist nicht nur der Erfinder der Eurovisions-Melodie, sondern hat durch Oratorien, Motetten und Kantaten wesentliche Beiträge zur geistlichen Musik des französischen Barocks geschaffen. Einige seiner Weihnachtsmusiken sind auf der vorliegenden CD eingespielt. Die musikalische Gestaltung folgt – ähnlich wie in Charpentiers umfangreicheren Histoires sacrées – dem oratorischen Stil, mit rezitativischer Evangelistenpartie und direkten Reden der biblischen Personen. Die Sänger des solistenensemble stimmkunst übernehmen sowohl die solistischen als auch die chorischen Partien. Das Programm dieser CD wird durch eine Reihe von reizvollen instrumentalen Noëls, Weihnachtsliedern also, für eine kleine Instrumentalbesetzung, ergänzt.

 

a cappella
40 Jahre Kammerchor Stuttgart

Kammerchor Stuttgart
Frieder Bernius

Carus 83.221

Hörbeispiele

Seit 40 Jahren prägen Frieder Bernius und der Kammerchor Stuttgart maßgeblich die historische Aufführungspraxis von Chorwerken. Viele internationale Auszeichnungen zeugen von der hohen Qualität und der weltweiten Anerkennung dieses Ausnahmeensembles. Zwei spezifische Merkmale prägen die künstlerischen Tätigkeiten des Dirigenten Frieder Bernius: ausgeprägte eigene Klangvorstellungen und die Suche nach historischer Angemessenheit jeden Stils der europäischen Musikgeschichte seit 1600.
Das Klangbild des Kammerchors Stuttgart, das sich im Laufe der Jahre entwickelt hat, können die für die CD a cappella ausgewählten Einspielungen vermitteln, die zwischen 1988 und 2005 entstanden sind.

 

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Auf Flügeln des Gesanges
Lieder

Hans Jörg Mammel, Tenor
Arthur Schoonderwoerd, Hammerklavier

Carus 83.430

Hörbeispiele

Die Kompositionsweise von Mendelssohns Liedern unterlag Zeit seines Lebens kaum Veränderungen, vielmehr liegen die Unterschiede jeweils in der ganz individuellen Gestaltung der einzelnen Lieder. So sind mitunter die frühen Werke progressiver als dies in Mendelssohns späteren Liedern der Fall ist. Der für seine Liedinterpretationen international anerkannte Sänger Hans Jörg Mammel bietet mit seiner Auswahl Auf Flügeln des Gesanges einen eindrucksvollen Einblick in das Liedschaffen Mendelssohns. Unterstützt wird er dabei von Arthur Schoonderwoerd, der mit seinem Klavierspiel eine zusätzliche Ebene in Mendelssohns Werken aufzeigt.

 

Josef Gabriel Rheinberger:
Der arme Heinrich
Singspiel in Versen für Kinder

Kinderchor der Staatsoper Stuttgart
Württembergisches Staatsorchester Stuttgart
Johannes Knecht

Carus 50.037/99

Hörbeispiele

Die Geschichte vom armen Waisenkind Heinrich ist im Grunde traurig. Er wird von seiner Stiefmutter mit Abneigung behandelt und dann auch noch vom Dorfpolizisten verhaftet, weil er die Katze der Nachbarin getötet haben soll. Als sich Heinrich aber als der entführte Neffe des Grafen entpuppt, wendet sich am Ende doch noch alles zum Guten. Gereimte Dialoge wechseln sich mit Musikeinlagen ab. Neben den schönen Sololiedern des armen Heinrich gibt es eine Reihe komischer, ironisch überspitzt komponierter Chöre und Ensembles. In der Interpretation des Kinderchors der Staatsoper Stuttgart unter Leitung von Johannes Knecht bietet das Singspiel Der arme Heinrich nicht nur Kindern eine spannende musikalische Unterhaltung.

 

Le Grazie Veneziane
Musik aus den venezianischen Ospedali

Maria Grazia Schiavo, Sopran
Emanuela Galli, Sopran
José Maria Lo Monaco, Alt
Vocal Concert Dresden
Dresdner Instrumental-Concert
Peter Kopp

Carus 83.264

Hörbeispiele

Die Ospedali Venedigs hatten sich im Laufe ihrer Geschichte von rein karitativen Waisenhäusern zu berühmten Pflegestätten venezianischer Musikkultur entwickelt. Weit über die Grenzen Venedigs hinaus galten die Konzerte der in den Ospedali ausgebildeten Musikerinnen im 18. Jahrhundert als wahre Attraktionen. Geistliche Musik für Frauen komponiert und von Frauen in den Kirchen aufgeführt, gab es zu dieser Zeit nur in der Lagunenstadt. Für die Bekanntheit dieser einzigartigen Musiktradition waren nicht zuletzt solch namhafte Komponisten, wie Vivaldi, Hasse, Porpora und Galuppi, die an den vier „Ospedali grandi“ als Lehrer tätig waren, mitverantwortlich. Klangschöne, fast schwebende Chorpassagen und virtuos gestaltete Solopartien machen den besonderen Reiz der auf der vorliegenden CD Le Grazie Veneziane präsentierten Werke aus. Den Solistinnen Maria Grazia Schiavo, Emanuela Galli, José Maria Lo Monaco und den Damen des Vocal Concert Dresden gelingt es unter Leitung von Peter Kopp, die euphorischen Berichte vom „himmlischen Gesang“ an den Ospedali des 18. Jh. nachvollziehbar zu machen.

 

Georg Friedrich Händel: Neun deutsche Arien

Monika Mauch, Sopran
L’arpa festante
Rien Voskuilen

Carus 83.426

Hörbeispiele

Lob auf die Schönheit der Natur und Ewiges Leben sind die Themen der geistlichen Texte von B. H. Brockes, die Händel in seinen Neun deutschen Arien vertonte. In den Stücken für Sopran und eine kleine frei zu besetzende Instrumentalgruppe greift Händel an vielen Stellen musikalisch auf bekannte Partien aus eigenen Opern zurück, wobei die Solostimme in den deutschen Arien weniger virtuos gestaltet ist und einen innigen Charakter einnimmt. Die dazu auf der vorliegenden CD erstmals eingespielten Drei deutschen Arien von Johann Mattheson, die lange Händel zugeschrieben waren, sind eine echte Repertoireentdeckung. Die Sopranistin Monika Mauch wird in ihrer klangschönen Interpretation der Arien durch das Spezialistenensemble L’arpa festante begleitet.

 

Anton Bruckner: Messe in e
Josef Gabriel Rheinberger: Requiem in Es

KammerChor Saarbrücken
Kammerphilharmonie Mannheim
Georg Grün

Carus 83.414

Hörbeispiele

In seiner bekannten Messe in e verbindet Anton Bruckner die Tradition des alten Palestrina-Vokalstils mit den musikalischen Mitteln seiner Zeit. Neben dem herben Klangbild und den ausgeprägten dynamischen Kontrasten hebt sich diese Messe vor allem durch die außergewöhnliche Instrumentierung mit einer reinen Bläserbesetzung von den anderen Orchestermessen Bruckners ab. Neben der anspruchsvollen Begräbnismotette Libera me von Bruckner ist hier erstmals Josef Gabriel Rheinbergers Requiem in Es auf CD eingespielt. In einem meisterhaften a cappella-Satz vermag Rheinberger mit einfachen Mitteln große Spannungsbögen und wirkungsvolle musikalische Momente zu erzeugen. Der KammerChor Saarbrücken beweist einmal mehr seine Spitzenstellung und überzeugt besonders in den absolut homogen gesungenen a cappella-Passagen sowie durch feine dynamische Schattierungen.

 

Georg Friedrich Händel: O praise the Lord
Psalms and Anthems

Gli Scarlattisti
Capella Principale
Jochen M. Arnold

Carus 83.421

Hörbeispiele

Die hier eingespielten Vesperpsalmen Nisi Dominus HWV 238 und Laudate pueri HWV 237 entstanden während Händels Studienreise 1707 in Rom. Im Nisi Dominus nimmt Händel die Tradition der konzertanten mehrchörigen Motette unmittelbar auf, die zu dieser Zeit in Rom besonders gepflegt wurde. In den kurzen Sätzen entfaltet die Musik aufgrund der Doppelchörigkeit große festliche Klangpracht. Wie in vielen Werken greift Händel auch bei dem in London entstandenen Anthem I will magnify thee HWV 250b auf Material aus verschiedenen älteren Kompositionen zurück. Händel schätzte dieses Werk sehr; so verwendete er später Teile daraus für sein großes Oratorium Belshazzar. Die fein differenzierten Klangfarben und die klare Transparenz zeichnen die Interpretation des Ensembles Gli Scarlattisti aus und lassen diese Aufnahme zu einem besonderen Hörerlebnis werden.

 

Bachs Schüler – Motetten

Vocal Concert Dresden
Dresdner Instrumental-Concert
Peter Kopp

Carus 83.263

Hörbeispiele

Neu zu Entdeckendes von Bachs Schülern: Die individuelle Tonsprache der Motetten von Gottfried August Homilius, Carl Philipp Emanuel Bach oder Johann Philipp Kirnberger zeigt einmal mehr die Originalität der Komponisten-Generation nach Bach. Trotz einzelner musikalischer Referenzen an Johann Sebastian Bach wird in jedem der hier eingespielten Werke der eigenständige Umgang mit dem bei Bach Gelernten und die kompositorische Weiterentwicklung und Abgrenzung hörbar: Die Kompositionen zeichnen sich in ihren originellen Stimmführungen, harmonischen Freiheiten und gefühlvollen melodischen Linien, wie etwa in der hier erstmals eingespielten Motette Wer bin ich, Herr? von Johann Friedrich Doles aus. Peter Kopp und das Vocal Concert Dresden (früher Körnersche Sing-Verein) setzen das emotionale wie vielschichtige Potential der Werke ausgezeichnet um und präsentieren so eine überzeugende wie bewegende Interpretation.

 

Felix Mendelssohn Bartholdy: Elias op. 70
Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift
Kirchenwerke XII

Letizia Scherrer, Sopran
Renée Morloc, Alt
Werner Güra, Tenor
Michael Volle, Bass
Kammerchor Stuttgart
Klassische Philharmonie Stuttgart
Frieder Bernius

Carus 83.215 (2 SACDs)

Hörbeispiele

Der Elias gilt als Meilenstein in Mendelssohns kompositorischem Schaffen und als Höhepunkt der Oratorienliteratur des 19. Jahrhunderts. Mit dem Elias, dem zweiten großen Oratorium von Mendelssohn, entstand nur ein Jahr vor dem frühen Tod des Komponisten ein Werk von packender Dramatik und gleichzeitig von einer Innigkeit des Gottvertrauens, wie sie im 19. Jahrhundert nicht mehr selbstverständlich war. Die anschauliche Welt des alten Testaments setzte Mendelssohn mit einer Vielzahl an musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten um, indem er den alttestamentlichen Text mal als biblisches Drama gestaltete, mal das Geschehen durch Psalmworte oder Abschnitte aus den Prophetenbüchern kommentierte.
Frieder Bernius setzt mit dem Elias seine preisgekrönte CD-Reihe mit der geistlichen Musik Mendelssohns fort.

 

 

Hans Schanderl: Lux Aeterna

Polski Chór Kameralny
Michael Wurm (Orgel)
Jan Lukaszewski

Carus 83.416

Hörbeispiele

Hans Schanderl ist in der Chorszene als innovativer Komponist bekannt. Die hier eingespielten Werke zeigen, dass er nicht nur im klassisch-konventionellen Sinne komponiert, sondern mit der Vielfalt stimmlichen Ausdrucksvermögens experimentiert und immer wieder außereuropäische Elemente in seiner Musik einfließen lässt. Seine Kompositionen leben vom lustvollen und spielerischen Umgang mit Vokalkontrasten und rhythmischen Varianten, sowie von einer stets klar organisierten Struktur. Der Polski Chór Kameralny zählt mit seinem Leiter Jan Lukaszewski zu den führenden Ensembles im Bereich der Neuen Musik. Mit einzigartigem Gespür für die unterschiedlichen Facetten in Schanderls Kompositionen präsentiert sich der Polski Chór Kameralny als äußerst beweglicher Klangkörper, der durch perfekte Intonation und stimmliche Homogenität besticht.

 

Franz Schubert: Sakontala D 701
Oper in zwei Akten
Rekonstruktion von Karl Aage Rasmussen

Simone Nold, Sakontala (Sopran)
Donát Havár, Duschmanta (Tenor)
Martin Snell, Kanna (Bass)
Konrad Jarnot, Madhawia (Bass)
Stephan Loges, Durwasas (Bass)
Kammerchor Stuttgart
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Frieder Bernius

Carus 83.218 (2 CDs)

Hörbeispiele

Die Hoffnung auf eine engere Zusammenarbeit mit den Wiener Theatern veranlasste Schubert, sich von Herbst 1821 bis Frühjahr 1822 eingehend mit dem indischen Sujet um die Eremitentochter Sakontala zu beschäftigen. Schuberts Entwürfe und Skizzen zu den beiden ersten Akten dieses Projekts sind im Autograph erhalten. Dank der Wiederentdeckung des gesamten Librettos in jüngster Zeit und der stilistisch einfühlsamen wie gekonnten Vervollständigung der Musik durch den dänischen Komponisten Karl Aage Rasmussen liegt hier erstmals eine Einspielung dieser unbekannten Schubert-Oper vor. Nicht zuletzt durch die Interpretation durch Frieder Bernius und die Mitwirkung namhafter Solisten ist diese CD ein Muss für Schubert-Freunde und Liebhaber der Oper des 19. Jahrhunderts!

 

 

Musik aus der Frauenkirche Dresden
Louis Vierne
Symphonies No. 3 and 5


Samuel Kummer, Orgel

Carus 83.405 (SACD)

Hörbeispiele

Louis Vierne gilt als einer der größten spätromantischen Orgelkomponisten. Seine Werke bilden einen wesentlichen Beitrag zum Genre der französischen Orgelsymphonien. Carus eröffnet die Gesamteinspielung der Orgelwerke von Vierne an der neuen Orgel der Frauenkirche Dresden mit den Symphonien Nr. 3 und 5. Diese beiden großartigen Werke sind für jeden Organisten eine Herausforderung. Samuel Kummer nutzt als Organist der Frauenkirche die Möglichkeiten der neuen französischen Kern-Orgel hervorragend aus, so dass sich die Klangpracht der Musik in der herrlichen Akustik der Frauenkirche überwältigend entfaltet. Nicht nur für Orgelmusik-Liebhaber bietet diese SACD uneingeschränkten Hörgenuss!

 

Sonate e Concerti
Kammermusik des 18. Jahrhunderts

Leipziger Bach-Collegium
Ludwig Güttler

Carus 83.415

Hörbeispiele

Die Kammermusik des 18. Jahrhunderts besticht durch ihre stilistische und formale Vielfalt. Einen Einblick in diese faszinierende Bandbreite bietet die Einspielung von Ludwig Güttler Sonate e Concerti mit Werken von Bach bis Vivaldi. Ein so breit gefächertes Repertoire erfordert einen ausgezeichneten Musiker wie Ludwig Güttler, der sich über viele Jahre als Interpret und Musikforscher damit intensiv auseinandergesetzt hat. Mit der CD unterstreicht er – zusammen mit dem Leipziger Bach-Collegium – ein weiteres Mal eindrucksvoll seine Ausnahmestellung als virtuoser Solist auf Trompete und Corno da caccia.

 

Schubert – Beethoven – Hartmann

Ulrike-Anima Mathé, Violine
Streicherakademie Bozen
Frieder Bernius

Carus 83.230

Hörbeispiele

Schuberts Ouvertüre in c-Moll D 8 und Beethovens Streichquartett in F-Dur op. 135 sind beides Gattungsgrenzfälle, die für kammermusikalische Besetzung komponiert wurden, doch durch ihre deutlich orchestralen Züge schon bald auch in den hier eingespielten Orchesterfassungen Eingang ins Repertoire fanden. Das Concerto funebre zeigt mit der Verwendung von Zitaten nach 1933 verbotener Komponisten Karl Amadeus Hartmanns Widerstand gegen die politischen Geschehnisse um das Entstehungsjahr 1939. In der zum Teil atonalen Anlage und dem überzeugenden Umgang mit dem unterschiedlichen musikalischen Material fesselt das Concerto funebre den Hörer unmittelbar; dazu trägt nicht zuletzt die emotional geprägte Interpretation der Streicherakademie Bozen unter der Leitung von Frieder Bernius bei.

 

 

Æmilian Rosengart
Te Deum laudamus
Geistliche Chormusik

Orpheus Vokalensemble
Ars Antiqua Austria
Jürgen Essl, Orgel und Leitung

Carus 83.427

Hörbeispiele

Die jüngst wiedergefundenen Werke des Paters Æmilian Rosengart sind wahre Entdeckungen und Repertoirebereicherungen! Sie weisen weit über ihren einstigen Bestimmungsort, die Abtei Ochsenhausen, hinaus. Als Zeitgenosse Haydns und Mozarts zeigt Rosengart in seinen Werken eine große stilistische Vielfalt; so stammen einige der hier eingespielten geistliche Arien ursprünglich aus heute verschollenen Opern und Oratorien des Komponisten und wurden für den liturgischen Gebrauch von Rosengart selbst mit einem neuen Text versehen. Dass die vorliegende Einspielung in der Klosterkirche Ochsenhausen entstand, in dem Raum, für den die Kompositionen ursprünglich konzipiert waren, verleiht der an historischer Aufführungspraxis orientierten Einspielung einen besonders authentischen Rahmen.

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