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Johann Adolf Hasse
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Johann Adolf Hasse (1699–1783)

Johann Adolf Hasse

Alle Werke von Johann Adolf Hasse bei Carus

Zur Biographie

Johann Adolf Hasse war als Komponist unbestreitbar das Idol der Epoche des Spätbarock. Seine Musik repräsentiert die letzte Pracht des Absolutismus kurz vor Anbrechen eines neuen Zeitalters, welches die radikalen Änderungen der Französischen Revolution mit sich brachte.

Obwohl seine Werke fast in Vergessenheit geraten sind – nicht zuletzt gerade wegen ihrer Identifikation mit dem "Ancien Regime" – vermag Hasses grazile, klangschöne, sinnenfrohe und unverwechselbar ausdrucksvolle Musik auch heute noch zu gefallen und zu überzeugen und wird heute zunehmend wiederentdeckt.

Hasse komponierte Instrumentalmusik, Kirchenmusik, Oratorien, weltliche Kantaten, Serenaden und Intermezzi; aber vor allem Opern im Stil des "Dramma per musica", wie es durch die Libretti von Pietro Metastasio geprägt worden ist.

Hasses künstlerisches Schaffen umspannte fast 60 Jahre und setzte hohe Standards. Bei ihm werden sowohl stilistischer Wandel als auch die Kontinuität des Barockzeitalters deutlich.

Hasse wurde im März 1699 in Bergedorf (heute ein Teil von Hamburg) geboren. Nach anfänglichem Erfolg als Sänger wandte er sich der Komposition zu. In Neapel, wo er zum Katholizismus konvertierte, war er einer der letzten Schüler Alessandro Scarlattis. 1730 heiratete er in Venedig die berühmte Sängerin Faustina Bordoni. Während seiner fast 30-jährigen Laufbahn als Kapellmeister am Dresdner Hof erfuhr das musikalische Leben dort unter seiner Leitung eine Hochblüte.

Kirchenmusik
Hasses Repertoire an geistlicher Musik umfasst überzeugende Chorwerke, die in ihrem Schwierigkeitsgrad für den Großteil der heutigen Chöre kein aufführungs-technisches Problem darstellen und dadurch gut geeignet sind für Kirchenmusik, wie sie heute aufgeführt wird (natürlich sollte man sich daran erinnern, dass große gemischte Chöre im Sinne des Oratorienchöre und Singvereine des 19. Jahrhunderts zu Hasses Zeit nicht existierten).

Kammermusik
Hasses Instrumentalkompositionen stehen eher am Rand seines Schaffens. Trotzdem handelt es sich in den meisten Fällen um ansprechende, charmante Werke von überwiegend heiterem Charakter.

Hasse-Studien

Informationen zur Hasse-Gesamtausgabe

Weitere Werke
– Messe in d (1751) (L), Carus 40.663
– Miserere in d (Psalm 50) (L), Carus 40.708
– Miserere in F (L), Carus 40.807/10
– Miserere in c (L), Carus 40.961
– Regina coeli in D (L), Carus 40.962
– Domine ad adiuvandum me (L), Carus 40.965
– Dixit Dominus (L), Carus 40.966
– Confitebor tibi (L), Carus 40.968
– Beatus vir (L), Carus 40.969
– Laudate pueri (L), Carus 40.970
– Salve Regina in A (L), Carus 40.967
– Salve Regina in F (L), Carus 40.709
– Te Deum (1751) (L), Carus 40.963
– Venite pastores. Motetto pastorale (L), Carus 40.964

Instrumentalmusik
– Sechs Sonaten / Cemb (Pfte), Carus 40.596
– Sechs Triosonaten, Carus 40.582
Sonata I in e / Sonata II in C / Sonata III in A
Sonata IV in G / Sonata V in E / Sonata VI in D
– Sechs Violinsonaten, Carus 16.061

Bei den Sechs Violinsonaten handelt es sich (abgesehen von den Opernsinfonien) um die einzigen Instrumentalwerke Hasses, deren Autorschaft durch autographe Eintragungen sicher verbürgt ist. Der Komponist hat diesen außerordentlich lebendigen und zugleich klangschönen Stücken ein instrumentenspezifisches Profil gegeben, mit dem sie sich von den Kompositionen, die wahlweise mit unterschiedlichen Melodieinstrumenten gespielt werden können, deutlich abheben.

 

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