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Johann Michael Haydn: Messen und Requien
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Missa Beatissimae Virginis Mariae MH 15 (L)
Die Missa Beatissimae Virginis Mariae entstand etwa 1758–1760, zwischen
dem Ende von Haydns Zeit als Kapellsänger zu St. Stephan in Wien und seiner
ersten Anstellung als Kapellmeister des Bischofs von Großwardein (im heutigen
Rumänien). Zur Besetzung mit vierstimmigem Chor (chorisch wie solistisch)
und dem „Kirchentrio“ treten noch zwei Trompeten (Clarini),
Pauken sowie zwei Posaunen, welche die vokalen Alt- und Tenorstimmen im
Tutti verstärken, im „Et incarnatus est“ aber auch obligat
eingesetzt werden. Als Frühwerk steht die Messe einerseits in jener festlich-barocken
Stiltradition, wie sie im süddeutschen Raum bis zur Jahrhundertmitte die
Norm der kirchenmusikalischen Praxis darstellte; andererseits zeigt sie
bereits subjektive Inspiration, wodurch sich das Werk von vielen Messvertonungen
der Zeitgenossen abhebt.
Carus 50.305
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Missa in honorem Sancti Josephi MH 16 (L)
Carus 54.016 in Vorbereitung
Missa Sanctae Crucis MH 56 (L)
Carus 50.312
Missa Sancti Raphaelis MH 87 (L)
Carus 54.087 in Vorbereitung
Missa Sancti Nicolai Tolentini MH 109 (L)
Carus 54.109 in Vorbereitung
Missa Sancti Joannis Nepomuceni MH 182
(L)
Haydns Missa Sancti Joannis Nepomuceni, datiert vom 21. Mai 1772, ist dem
böhmischen Märtyrer und „Brückenheiligen“ Johannes Nepomuk gewidmet
(um 1340–1393, heiliggesprochen 1729). Musikalisch präsentiert sie
sich in einer vergleichsweise schlichten und knappen Form, wie sie Haydns
zweiter Salzburger Dienstherr Graf Hieronymus Colloredo nachdrücklich forderte.
Selbst in den Schlusspartien von Gloria und Credo verzichtet Haydn auf vokale
Virtuosität und polyphone Kunstfertigkeit. Wie auch in der Missa Sancti
Amandi (1776) sind die vier Vokalsolisten hier ausgespart.
Carus 50.314
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Missa Sancti Hieronymi MH 254 (L)
Schon auf Grund ihrer Besetzung nimmt die Missa Sancti Hieronymi sowohl
unten den Messvertonungen Haydns als auch im kirchenmusikalichen Repertoire
des Salzburger Fürstenhofes eine Sonderstellung ein. Die außergewöhnliche
Instrumentierung, die kontrapunktische Arbeit in den fugierten Teilen
sowie die melodische Erfindung und harmonische Ausarbeitung weisen diese
Messe als ein Meisterwerk aus.
Carus 54.254
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Missa in honorem Sancti Gotthardi MH 530 (L)
Carus 54.530 in Vorbereitung
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Missa in honorem Sanctae Ursulae MH 546
(Chiemsee-Messe) (L)
Unter Haydns über dreißig Vertonungen des lateinischen Ordinariumstextes
nimmt seine laut Autograph am 5. August 1793 beendete Missa in honorem
Sanctae Ursulae eine herausragende Stellung ein. Sie kann als die „mozartischste“
seiner Messen apostrophiert werden. In der liedhaften Melodik, der Einheit
des motivischen Materials und dem ausgewogenen Zusammenklang von festlichen
und verinnerlichten Abschnitten zählt die Messe zu Haydns gelungensten
und inspiriertesten Werken. Mit der Besetzung von zwei Trompeten und Pauken
zusätzlich zum Salzburger „Kirchentrio“ entspricht sie dem
Typus der für festliche Anlässe bestimmten „Missa solemnis“.
Der volkstümliche Beiname Chiemsee-Messe resultiert aus der Entstehungsgeschichte
des Werkes. Haydn schrieb sie für die musikbegabte Nonne Sebastiana Oswald
im Benediktinerinnen-Kloster Frauenchiemsee. Über ihren ursprünglichen
Bestimmungsort hinaus fand das Werk rasch Verbreitung, was zahlreiche
Abschriften, besonders in österreichischen Klöstern, belegen.
Carus 54.546
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Missa pro Quadragesima MH 551 (L)
Carus 50.325
Missa Quadragesimalis MH 552 (L)
Carus 50.326
Missa Tempore Quadragesimae MH 553
Missa Tempore Adventus et Quadragesimae (L)
Carus 50.327
Missa sub titulo Sanctae Theresiae MH 797
Theresienmesse (L)
Carus 50.328
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Missa sub titulo Sancti Francisci Seraphici MH 826
Franziskusmesse (L)
Johann Michael Haydn wirkte über 40 Jahre am fürsterzbischöflichen Hof
in Salzburg, für den er die meisten seiner Werke komponierte. Die Franziskus-Messe
dagegen entstand 1803 im Auftrag des Wiener Kaiserhofes, anlässlich des
Namenstages von Kaiser Franz I. Bereits zwei Jahre zuvor hatte dessen
Gattin Marie Therese eine große Messe mit Graduale, Offertorium und Te
Deum für ihren eigenen Namenstag bestellt (Missa sub titulo Sanctae Theresiae,
50.328). Beide Messen haben einen großen Umfang und ein ungewöhnlich großes
instrumentales Aufgebot.
Carus 50.329
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Missa sub titulo Sancti Leopoldi MH 837 (L)
Das letzte vollendete Werk Johann Michael Haydns, die Missa sub titulo
Sti. Leopoldi pro festo Innocentium MH 837, entstand für die Salzburger
Kapellknaben. Für seine „lieben Chorknaben“ hat Haydn mehr
als dreißig lateinische und deutschsprachige Werke in der Besetzung für
zwei oder drei Oberstimmen komponiert. Die Komposition an der Leopoldi-Messe
wurde am 22. Dez. des Jahres 1805 beendet und „entspricht ganz den
Kräften der hoffnungsvollen Zöglinge“. Am Silvestertag des Jahres
1805 schrieb Haydn, der bereits seit längerem kränkelte und merklich unter
den Folgen des Franzoseneinfalls litt, an seinen Freund P. Weringand Rettensteiner:
„aller dieser traurigen Umstände ungeachtet habe ich dennoch unsern
Kapellknaben zu ihrem unschuldigen Kindlein-Fest eine neue Messe geschrieben,
und wie ich vernommen, hat sie auch gefallen“.
Carus 54.837
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Requiem in c MH 155 (L)
(Missa pro Defuncto Archiepiscopo Sigismundo)
In nur zwei Wochen komponierte Johann Michael Haydn das Requiem in c
im Dezember 1771 anlässlich des Todes seines ersten Salzburger Dienstherren,
Fürsterzbischof Sigismund Graf Schrattenbach, einem im Volk sehr beliebten
Landesfürsten und großen Mäzen der Künste. Das Werk entstand aber auch
unter dem Eindruck der persönlichen Trauer: Haydns einziges Kind, Aloisia
Josepha, starb im Januar 1771 noch vor Vollendung des ersten Lebensjahres.
Teile aus dem Schrattenbach-Requiem erklangen zusammen mit den abgeschlossenen
Sätzen seiner zweiten unvollendeten Requiems-Komposition bei Johann Michael
Haydns eigener Totenmesse. Selbst bei den Trauerfeierlichkeiten für seinen
Bruder Joseph Haydn in Wien griff man auf die Missa pro defunctis des
jüngeren Bruders zurück. W. A. Mozart bezieht sich in seinem Requiem mehrfach
auf Haydns Vertonung.
Carus 50.321
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Requiem in B MH 838 (L)
Missa pro defunctis. Ergänzt von P. Gunther Kronecker (1803–1847)
Das Requiem in B ist Johann Michael Haydns zweite Vertonung des liturgischen
Textes der Totenmesse und zugleich sein letztes Werk, sein „Opus ultimum“
(ein weiteres Requiem MH 599 stellte sich als Werk von P. Georg Pasterwiz heraus).
Auf Bestellung von Kaiserin Marie Therese begann er im Jahr 1805 mit der Komposition,
kam aber aufgrund einer schweren Erkrankung nur langsam voran und konnte sein
Requiem – wie auch W. A. Mozart – nicht zum Abschluss bringen. Vom
Fragment sind 43 Seiten in Haydns Reinschrift erhalten. Im Jahr 1839 vervollständigte
P. Gunther Kronecker, Benediktinerpater im traditionsreichen Stift Kremsmünster
in Oberösterreich, den Torso „im Geist und Stil“ Haydns. P. Gunther
gehörte während seiner Studienzeit in Wien dem Freundeskreis um Franz Schubert
an.
Carus 54.838 in Vorbereitung
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Deutsche Messe „Hier liegt vor deiner Majestät“ MH
560 (G)
Die Musik des jüngeren Haydn-Bruders, die – obgleich von den Zeitgenossen
überaus geschätzt – im 19. Jahrhundert in Vergessenheit geriet, wartet
noch auf ihre Wiederentdeckung. Zu den bekannteren Werken Johann Michael
Haydns zählt das Deutsche Hochamt „Hier liegt vor deiner Majestät“ MH
560, der musikalische Inbegriff des süddeutsch-österreichischen Katholizismus
und bis heute in der kirchenmusikalischen Praxis präsent.
Carus 54.560
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Joseph Haydn: Missa brevis Sti. Joannis de Deo (Kleine Orgelsolomesse) Hob.
XXII:7
in der Fassung für Solo S, Coro SATB, 2 Vl, Bc und Org solo, bearbeitet von
J. M. Haydn, mit 2 Ctr und verlängertem Gloria MH 596 (ed. Kircher)
Carus 40.600/50 in Vorbreitung
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