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Marcus Creed gilt nicht umsonst als einer der begabtesten Chordirigenten weltweit.
Die Höhenflüge, zu denen er das mit 36 Solisten brillant besetzte SWR-Vokalensemble
inspiriert, dürften schwerlich einzuholen, geschweige denn zu übertreffen sein.
Die zum Teil haarsträubenden stimmtechnischen Anforderungen Gottwalds sind kaum
je als Belastung hörbar - die Musik kommt hier ganz zu sich selbst, wird reiner,
schwereloser Ausdruck.
Quelle: WDR3 Hörzeichen, 12.2.2007
[...] Clytus Gottwalds Transkriptionen haben im SWR-Vokalensemble einen würdigen
Partner gefunden. Ein schier phantastischer Chor, bei dem man alles findet,
was man bei Chören nicht selten vergeblich sucht: Ein stets schlanker, transparenter
Klang, der aber auch klangliche Explosionen keineswegs scheut. Niemals verwirbeln
sich die polyphon geführten Stimmen in einem hallig-wohligen Einheitsbrei, jede
Stimme ist hörbar. Unglaublich, mit welcher Präsenz an einigen Stellen der erste
Sopran hervortritt und schier unmögliche Höhen wie selbstverständlich meistert
-das gelingt besonders eindrucksvoll in Mahlers ,Ich bin der Welt abhanden gekommen'
- bei einer Live-Aufnahme, fast unvorstellbar!
Gordon Kampe
Quelle: klassik.com, 14.7.2007
[...] Ende des 19. Jahrhunderts versuchte Richard Strauss, den Chor auf eine
spezifische Klanglichkeit hin zu entwickeln, indem er die Singstimmen quasi
"orchestrierte". Erst in den 1960er Jahren griff György Ligeti diese Chortechnik
in seinem "Lux aeterna" wieder auf. Hier versuchen diese Transkriptionen anzuknüpfen:
indem sie diese Technik auf Modelle der romantisch-impressionistischen Epoche
anwenden. Die klangprächtigen, für vielfach geteilten Chor gesetzten Transkriptionen
- alle noch dazu meisterhaft umgesetzt vom SWR Vokalensemble Stuttgart unter
Marcus Creed - rücken die im Original meist bekannten Werke (u.a. von Berg,
Wagner und Mahler) in ein völlig neues, aufregendes Licht.
Quelle: Chor aktuell, Sept. 2007
[...] Auch wie Gottwald die Unterlegung von Texten zu reiner Instrumentalmusik
gelingt, das zeugt von großer Meisterschaft und schlicht von gutem Geschmack
- nach der Art, wie Arnold Schönberg ihn immer forderte. [...]
Gordon Kampe
klassik.com, 14.07.2007
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