Morning has broken
Chöre, die neue Lieder des Evangelischen Gesangbuches
im poppigen Stil singen möchten sind hier richtig. Aber auch katholische Chöre
werden hier viele Lieder finden, die zu ihrem Repertoire gehören (z.B. „Bewahre
uns Gott“; „Erd und Himmel sollen singen“; „Go, tell it on the mountain“; „Gott
gab uns Atem“; „Hevenu shalom“; „Let us break“; „Von guten Mächten“ u.v.m.).
Es ist das erste Chorbuch dieser Art und soll dem Trend der Chöre hin zu Pop
und Jazz Rechnung tragen. Die stilistische Bandbreite reicht von Swing über
Pop und Rock bis hin zum Latin. Die Chorpartien sind leicht bis mittelschwer,
farbige Sätze mit rhythmischen Pep bereichern die Lieder. Durch die etwas andere
Harmonisierung und Stimmführung, sowie eine Dreistimmigkeit mancher Sätze mit
einer Männerstimme ohne Bassfunktion sind die Sätze zunächst etwas gewöhnungsbedürftig,
aber der Zusammenklang mit piano und E-bass/Kontrabass überzeugt. Die Melodie
allein lässt oft nicht den Stil eines Liedes erkennen, in den Arrangements wird
deshalb der jeweiligen Stil festgelegt, ohne die ausführenden Musiker zu sehr
einzuengen. Außerdem gibt es die Angabe, ob das jeweilige Arrangement im „Swingfeeling“
oder „gerade“ gespielt werden soll. Die Liste der Arrangeure bürgt für eine
gute Qualität der Arrangements. Ein Chorbuch für all diejenigen, die einmal
in die Welt des Swings und Pops schnuppern wollen.
Quelle: Musik im Bistum Essen I/2000, S. 60f.