Claude Debussy ist außerhalb Frankreichs eher als Komponist von Klavier- und Orchestermusik denn als Komponist von Vokalmusik bekannt. Dabei hat die menschliche Stimme für die Musik der romanischen Länder eine besondere Bedeutung, und auch Debussy musste für den Rompreis (1884), mit dem in Frankreich traditionell das Kompositionsstudium abgeschlossen wurde, eine Kantate (L’enfant prodigue) schreiben. In der Auseinandersetzung mit Dichtern wie Baudelaire, Mallarmé und Maeterlinck bildete Debussy seine musikalische Poetik aus, die ihn in seinen zahlreichen Liedern und sonstigen Vokalwerken nach dem „Unausgedrückten“ oder nur „halb Gesagten“ der Texte suchen ließ und es ihm gestattete, den „Traum des Dichters durch seinen eigenen zu veredeln“.
Werke von Claude Debussy bei Carus
Trois Chansons de Charles d'Orléans (G/F)
Dieu, qu’il la fait bon regarder (Gott, schön hast du mein Lieb gemacht) (G/F)
Coro SATB Quant j’ai ouy le tabourin (Hör' ich der Trommel laut Getön) (G/F)
Solo A, Coro ATTB Yver, vous n’estes qu’un villain (Winter, bist ein übler Wicht) (G/F)
Soli SATB, Coro SATB