| Franz Schubert, geb. 1797 in Liechtenthal/Wien, gest. 1828 in Wien. Als Sopranist ab 1808 in der Wiener Hofkapelle und im Stadtkonvikt; Schüler u.a. von A. Salieri. 1814 Schulgehilfe, ab 1818 lebte er als Komponist ohne Anstellung in Wien; zu seinem Freundeskreis gehörten der Komponist F. Lachner, der Maler M. v. Schwindt, sowie die Dichter F. Grillparzer und J. Mayrhofer. Ab 1814 trat die Liedkomposition ("Gretchen am Spinnrade", "Erlkönig") ins Zentrum seines Schaffens; hier gelangte er zuerst zu absolut eigenständigen und neuartigen Kompositionsweisen (über 600 Klavierlieder; Zyklen "Die schöne Müllerin", 1824, und "Winterreise", 1827). In nur 31 Lebensjahren schuf er ein immenses Werk, das alle Gattungen umfasst. Seine bedeutendsten Instrumentalkompositionen (Unvollendete, C-Dur-Symphonie D 944, Streichquintett D 956) wie auch die beiden wichtigen Messen in As- und Es-Dur entstanden in den Jahren nach 1822. |