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|  | Franz Schubert
Liturgische Gesänge
Die kleineren liturgischen Gesänge umfassen einzelne frühe
Sätze, von denen einige ursprünglich zu vollständigen Messen
ausgebaut werden sollten (so etwa das Kyrie
in d D 31), außerdem etliche Vertonungen von Marientexten, Tantum
ergo, Antiphonen und Offertorien. Aufführen lassen sie sich entweder
allein oder als Ergänzung zu Schuberts Messkompositionen, beispielsweise
das Tantum ergo in C D 739,
das Offertorium in C "Totus
in corde langueo" D 136 und das Salve
Regina in F D 223 im Zusammenhang mit der C-Dur-Messe
D 452.
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Ohne genauere liturgische Funktion verbleibt die Duett-Arie
Auguste jam coelestium
D 488, deren Sopranpartie wohl für die hohe Stimmlage von
Schuberts angeblicher Jugendliebe Therese Grob entstand. Für
sie schrieb er auch das liedhafte, zugleich virtuose Salve
Regina D 223, das Offertorium
"Totus in corde langueo" D 136 in Form einer Da-Capo-Arie
und die Sopran-Soli in einigen frühen Messen. Schlicht gehalten
sind demgegenüber die Sechs
Antiphonen zur Palmweihe am Palmsonntag D 696, die Schubert für
seinen als Lehrer tätigen Bruder Ferdinand komponierte, der kleine,
leicht einzustudierende Sätze benötigte. Einige Jahre später
dienten ihm diese als Vorbild für die Deutsche
Messe D 872 und deren acht kurze Lieder in Strophenform auf Texte
von Johann Philipp Neumann. Die Deutsche Messe gehört mit zu
den populärsten Stücken Schubertscher Kirchenmusik, vor
allem ihr erster Gesang "Wohin soll ich mich wenden" erfreut
sich heute wieder verstärkt großer Beliebtheit. |
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