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| Neuerscheinungen
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Franz Schubert: Messe in F D 105
Die Messe in F D 105 Schuberts (1797-1828) erste
größere Kirchen-komposition mit der ambitionierten Spieldauer
von etwa 40 Minuten, gehört zu seinen bestdokumentierten sakralen
Werken. Entstanden anlässlich der Feier des 100. Kirchweihtags
seiner heimatlichen Kirche in Lichtental, wurde sie dort unter der
Leitung des 17-jährigen Komponisten zum ersten Mal zu Gehör
gebracht.
Eine zweite Aufführung fand wenige Tage später - vermutlich
unter dem Einfluss von Schuberts Lehrer, dem Hofkapellmeister Antonio
Salieri - in der Wiener Augustinerkirche (Hofpfarrkirche) statt. Auch
später wurde die Messe in F des öfteren aufgeführt,
wobei Schubert Partitur und Stimmen teilweise revidierte; die Quellenlage
der Komposition gestaltet sich hierdurch recht kompliziert. Die von
Manuela Jahrmärker herausgegebene quellenkritische Ausgabe bei
Carus wird diesem Umstand durch ein ausführliches Vorwort, Abbildungen
der Quellen sowie einen umfangreichen Kritischen Bericht im Anhang
gerecht. Mit dieser Neuausgabe liegen nun alle sechs Schubert-Messen
im Urtext auf dem neuesten Stand der Forschung vor.
Franz Schubert: Messe in F. Soli SSATTB, Coro SATB, 2 Ob, 2 Cl, 2
Fg, 2 Cor, 2 Tr, 2 Trb, Timp, 2 Vl, Va, Vc, Cb, Org. Stuttgarter Schubert-Ausgaben
(Urtext) (Partitur: CV
40.656, € 49,80)
Henry Du Mont: Magnificat
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Von den 70 bekannt gewordenen Grands Motets, die der flämische
Komponist Henry Du Mont (1610-1684) für die Pariser Chapelle
Royale von Ludwig XIV. komponierte, wurden schon zu Lebzeiten Du Monts
auf Anordnung des Königs 20 Motetten gedruckt.
Diese Werke für Chor, Solisten und Orchester wurden während
der Messe gesungen, welcher der König täglich beiwohnte.
Das Magnificat, das umfangreichste Stück dieser Sammlung,
entstand offensichtlich für einen besonders festlichen Anlass;
seine alternierend in durchsichtiger und kompakter Schreibweise gesetzten
Abschnitte durchlaufen eine regelrecht dramatisch-musikalische Entwicklung,
deren Höhepunkt das feierliche Amen bildet.
Henry Du Mont: Magnificat. Soli SSTBarB, Coro ST(A)TBarB, 2 Vl, 2
Va, Bassi, Bc. Meisterwerke des französischen Barock (Partitur:
CV 21.005,
€ 25,60)
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Johann Sebastian Bach: Wär Gott nicht mit uns diese Zeit
BWV 14
Auch zur Kantate Wär Gott nicht mit uns diese Zeit BWV
14 von Johann Sebastian Bach (1685-1750) sind nun Partitur, Klavierauszug
und das komplette Aufführungsmaterial in einer kritischen Urtextausgabe
bei Carus erhältlich.
Die Choralkantate wurde zum 4. Sonntag nach Epiphanias, der im Jahr
1735 auf den 30. Januar fiel, komponiert und gehört damit zu
den spätesten erhaltenen Kirchenkantaten Bachs.
Johann Sebastian Bach: Wär Gott nicht mit uns diese Zeit. Soli
STB; Coro SATB, Cor, 2 Ob, 2 Vl, Va, Bc. Stuttgarter Bach-Ausgaben
(Urtext) (Partitur: CV
31.014/00, € 18,00; Klavierauszug: CV
31.014/03, € 7,25)
Wolfgang Amadeus Mozart: Scande coeli limina. Offertorium in festo
Sti Benedicti KV 34
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Laut eines zeitgenössischen Berichts veranlasste den jungen
Mozart "eine zufällige Bemerkung des Prälaten ... daß
sie im Kloster [Seeon] Mangel an Offertorien für das Benedictus-Fest
hätten - im ersten freien Augenblicke aus dem Speisesaale zu
treten, worauf er dann auf die noch vorhandene Fensterbrüstung
... mit Bleistift das schöne Offertorium aus C-Dur mit Arie und
Chor auf das Fest des heil. Benedictus schrieb."
Die Komposition zum Hauptfest des Heiligen Benediktus (21. März)
entstand vermutlich 1766/1767 oder 1769. Die älteste bekannte
Abschrift des Werkes, von dem keine autographen Quellen überliefert
sind, wurde erst 1988 vom Herausgeber bei Carus, Robert Münster,
im Archiv der Heiligen Kapelle zu Altötting entdeckt. Dieser
Fund, der in dem 1963 editierten Band I:3 der Neuen Mozartausgabe
noch nicht berücksichtigt werden konnte, bildet die Hauptquelle
der vorliegenden kritischen Neuausgabe dieser frühen Kirchenkomposition
Mozarts.
Wolfgang Amadeus Mozart: Scande coeli limina. Solo S, Coro SATB, 2
Vl, Bc. Stuttgarter Mozart-Ausgaben (Urtext) (Partitur: CV
40.042, € 10,50)
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André Campra: Messe de Requiem
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In der Reihe Meisterwerke des französischen Barock ist
nun der Klavierauszug der Messe de Requiem von André Campra
(1660-1744) erschienen. Die Partitur liegt bereits seit letztem Jahr
bei Carus vor (CV 21.004/00), das Aufführungsmaterial wird bis
März fertiggestellt.
Das Requiem entstand während Campras Zeit als Kapellmeister an
der Pariser Kathedrale als Auftragswerk für einen Gottesdienst
im Andenken an den verstorbenen Erzbischof von Paris.
Im ausgehenden 18. Jahrhundert kam im Süden Frankreichs die Tradition
auf, bei Beerdigungen oder Gedenkgottesdiensten Teile von Campras
Requiem aufzuführen: Noch bis 1805 sind Belege für diese
Praxis überliefert.
Bemerkenswert ist die Besetzung des Werkes, in dem vier Klanggruppen
vorgesehen sind: ein fünfstimmiger Grand Chur, ein zwei-
bis dreistimmiger Petit Chur, drei Vokalsolisten sowie eine
als "Symphonie" bezeichnete Instrumentalgruppe.
André Campra: Messe de Requiem. Soli ST(A)TBarB, Coro ST(A)TBarB,
2 Fl, 2 Vl, 2 Va, Bass (Klavierauszug: CV
21.004/03, € 14,60)
CDs
Weltersteinspielung von drei Kirchenkompositionen von J. G. Rheinberger
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Josef Gabriel Rheinbergers geistliche Vokalmusik ist längst
kein Geheimtipp mehr, sondern findet heute immer mehr Eingang in unsere
Kirchenkonzerte. Umso erstaunlicher ist es, dass es von einigen wichtigen
kirchenmusikalischen Werken Rheinbergers bisher noch keine Einspielungen
gab.
Das gilt zum Beispiel für zwei beliebte und häufig aufgeführte
Messen: die Missa St. Crucis op. 151 und die Frauenchormesse
op. 126 in der Fassung mit Orgelbegleitung. Beide Werke liegen nun
weltweit zum ersten Mal auf der neuen CD "Christus factus
est" vor. Außerdem enthält die CD mit den Neun
Advent-Motetten op. 176, dem sechsstimmigen Meditabor op. 133,2
und Christus factus est op. 107,5 (ebenfalls eine Weltersteinspielung)
herausragende Motettenkompositionen Rheinbergers.
Wie schon bei der vorausgegangenen Einspielung einer Auswahl aus Rheinbergers
weltlicher Chormusik (Dennoch singt die Nachtigall, Carus 83.157)
überzeugt das von Holger Speck geleitete Vocalensemble Rastatt
- Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe
- auch auf der neuen CD durch seine hohe Klangkultur, technische Brillanz
und lebendige Musizierweise.
Josef Gabriel Rheinberger: Christus factus est (Carus 83.158,
€ 17,90)
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