Schumann: Der Rose Pilgerfahrt

Robert Schumann

Der Rose Pilgerfahrt

Beschreibung

Robert Schumanns Märchenidyll Der Rose Pilgerfahrt (1851) war bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts fester Bestandteil im Repertoire vieler Chorvereine. Dass es heute nahezu vollständig aus dem Konzertleben verschwunden ist, wird vielfach dem sentimentalen, ganz dem romantischen Zeitgeschmack verbundenen Libretto von Moritz Horn angelastet, das typisch romantische Topoi (Erlösungsgeschehen, Einbruch des Phantastischen in die Wirklichkeit) mit biedermeierlichen Idealen (heile Dorfwelt, häusliches Mutterglück) verquickt und im 20. Jahrhundert schnell unmodern wirkte. Schumanns musikalische Umsetzung zeigt jedoch seine experimentelle und stets innovative Auseinandersetzung mit der Gattung Oratorium: er spielt zum Beispiel geschickt mit den Formen Rezitativ, Arioso und Volkslied, die auf knappem Raum abwechseln. Die vorliegende Aufnahme mit Christoph Prégardien in der Erzählerpartie basiert auf der von Schumann selbst bevorzugten Urfassung mit Klavierbegleitung, die 1851 bei einem Hauskonzert in Schumanns Düsseldorfer Privatwohnung uraufgeführt wurde.

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Produktinformation

Dirigent

Gerhard Jenemann zur Person

Ensemble

Süddeutscher Kammerchor zur Person

Sopran-Solo

Kathrin Arnold zur Person
Anna Lucia Richter zur Person
Elisabeth Menke zur Person

Alt-Solo

Elvira Bill zur Person
Sibylla Müller zur Person

Tenor-Solo

Julian Prégardien zur Person
Christoph Prégardien zur Person

Bass-Solo

Thomas Schütz zur Person
Michael Dahmen zur Person

Solist - Klavier

Michael Gees zur Person

Komponist

Robert Schumann zur Person

Rezensionen

[...] The recording is excellent - the sound-stage is believable, with the piano naturally placed.
(Colin Clarke, musicweb-international, März 2011)

 

[...] bei der hier vorliegenden neuen CD-Einspielung ist mit Michael Gees eine Idealbesetzung zur Stelle. Ein ungemein gewandter und höchst sensibler Aktivposten, der zudem eminent viel Liederfahrung mitbringt. Gleiches gilt natürlich auch für den Tenorlyriker Christoph Prégardien, der ja zusammen mit Gees seit Jahren ein hochkarätiges Liedgespann bildet. [...]
(Johannes Adam, Badische Zeitung, 8.1.2011)

 

[...] Die andere [Säule] stellt der wundervoll nuanciert und intonationsrein singende Süddeutsche Kammerchor unter der sicheren, sensiblen Leitung von Gerhard Jenemann dar, der die vielen komplexen rhythmischen Variationen der Musik brillant meistert. [...] eine Ehrenrettung Schumanns und seines doch problematischen Werkes verwirklicht. [...]
(pizzicato, Oktober 2010)

 

[...] Christoph Prégardien lässt als erzählender Tenor keine Wünsche offen: Jedes Wort, jede Phrase ist exakt herausgearbeitet, mit fließenden Legatobögen werden alle Höhen mühelos gemeistert und jede Kantilene mit intensivem Leben erfüllt. Michael Dahmen verleiht dem Totengräber ausdrucksstarkes Profil, seine hohe Baritonstimme ist warm und leuchtend timbriert. Der Süddeutsche Kammerchor (Einstudierung: Gerhard Jenemann) verfügt über ein abwechslungsreiches Potenzial - vom wundervoll schwebenden, sauber intonierten Elfen- und Engelschor über einen frisch vorgetragenen Waldchor, dem mit Schwermut erfüllten Trauergesang bis hin zur fröhlichen Schilderung der Hochzeit. Michael Gees, langjähriger Liedbegleiter von Prégardien, spielt den Klavierpart meisterhaft mit perlenden Läufen und Verzierungen, kraftvollen Akkorden und innig gefühlvollen Passagen.
(G. Schunk, Das Opernglas, 7–8/2010

 

Grandios deklamiert Christoph Prégardien den Erzähler und Förstersohn. Mit bemerkenswerter Präsenz singt die 1990 geborene Anna Lucia Richter ihre Sopranpartien. Dazu überzeugt Michael Gees mit perlend leichtfüßigem Klavierspiel. Durch die vielfältig angelegten Sätze hindurch animiert Jenemann seinen Kammerchor zu schwungvoll-vitalen Gesängen. Abschließend schwingt sich der Frauenchor zu engelsgleichem Ausdruck empor - ein Höhepunkt zum Weinen. „Sei uns gegrüßt, liebliche Rose!"
(Karsten Blüthgen, Neue Chorzeit, Juli/August 2010)

 

[...] Wohl dem Chor, der solche Stimmen hat ... [...]
(Reiner Schulte, WDR3, Juli 2010)

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