Bruckner für Gottesdienst und Konzert

Beschreibung

34 kleinere Kirchenwerke (lateinisch oder deutsch), meist Coro SATB. „Neben den bekannten Motetten (Locus iste, Ave Maria usw.) enthält der Band echte Raritäten, die sonst schwer zu bekommen sind – wenn überhaupt ... Insgesamt sind es 34 Titel, die hier vereinigt sind. Die empfehlenswerteste Ausgabe dieses Jahres!“ (Schwäbische Sängerzeitung 10/1996)

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Inhalt

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Herausgeber

Matthias Kreuels zur Person

Rezensionen

Höchste Zeit

In vielfacher Hinsicht ist es für den hier zu besprechenden Notenband höchste Zeit. Zunächst für den Verlag (Carus) , der gerade vor „Torschluss“ noch eine Brucknerausgabe auf den Markt bringt – aber ist Bruckner nicht zeitlos und an ein Jubiläumsjahr gebunden? […]
Hinzu kommt noch die Tatsache, dass die Carus-Ausgaben sorgfältig lektioniert sind, so dass man also unverfälschten Bruckner bekommt. Neben den bekannten Motetten (Locus iste, Ave Maria usw.) enthält der Band echte Raritäten, die sonst schwer zu bekommen sind - wenn überhaupt. So ein „Alleluja“ für Bläser und Chor, zwei „Asperges me“, die kompletten frühen Messen, das „Iam lucis orto sidere“ mit allen Strophen usw. Insgesamt sind es 34 Titel, die hier vereinigt sind. Die empfehlenswerteste Ausgabe dieses Jahres!

Quelle: Schwäbische Sängerzeitung 10/1996, S. 9

Bruckner für Gottesdienst und Konzert

Der Freiburger Diözesenmusikdirektor Matthias Kreuels hat zum Ende des Bruckner-Gedenkjahres dem Freiburger Chorbuch eine Singpartitur mit 34 Stücken von Anton Bruckner folgen lassen, unter dem gleichen Gesichtspunkt der Verwendbarkeit im Gottesdienst oder auch im geistlichen Konzert. In der gleichen drucktechnisch und vom Notensatz her vorzüglichen Art des Carus-Verlages werden die Chorleiter und Sänger die Motetten wie „Locus iste“ oder „Christus factus es“ u. a. vorfinden, die ihnen vielleicht schon bekannt sind, aber auch viele andere Stücke, z. T. auch leichter als die genannten.
Der herausgeberische Hintergrund der Zuordnung dieser Kompositionen zu Liturgie und Gottesdienst wird in einem Vorwort entsprechend erläutert. Hinzu kommen Hinweise für die einzelnen Stücke zu Besetzungs- und besonders Einsatzmöglichkeiten. So ist das bekannte „Christus factus es“ in Verbindung mit dem gregorianischen Gradual-Responsum vorgeschlagen. Oder das „Os justi“ wird mit dem anschließenden choralen „Alleluja-Vers“ gekoppelt womit die bis jetzt existente Frage beantwortet ist, was diese „Alleluja-Intonation“ am Ende in den bisherigen“ Ausgaben denn soll.
Der Herausgeber bringt einfachere Sätze sogar mit Taize-Gottesdiensten in Verbindung, und eröffnet somit gerade auch jungen Leuten einen Zugang zu Bruckners tiefreligiöser Musik. Was darüber hinaus die Sammlung auszeichnet, sind die deutschsprachigen Stücke, aber auch die lateinischen Ordinariumsvertonungen, die auch für weniger anspruchsvolle - gemeint ist der Schwierigkeitsgrad -geeignet sind. Oder auch ein einzelnes „Agnus Dei“, zweimal nur ein „Alleluja!“, zwei „Asperges me“ zur Weihwasserausteilung, das leider fast ganz - auch am Sonntag - verschwunden ist. Dem berühmten siebenstimmigen „Ave Maria“, an dem sich so viele Chöre versuchen, sind zwei andere vorausgeschickt. Zum Begräbnis gibt es einen Satz. Mehrere Tantum ergo, die ja bei Bruckner eine besondere Rolle spielen, finden sich. Man müsste das Inhaltsverzeichnis abdrucken, um die Sammlung anzupreisen, die diese Reklame wirklich verdient.
Der Herausgeber hat in seinem Vorwort viel über die Verwendbarkeit plausibel erklärt, was aus den Überschriften dazu schon hervorgeht:
1. Verwendbarkeit in einer großen Zahl liturgischer Feiern.
2. Bewältigungsmöglichkeit auch durch Kirchenchöre.
3. Integration in heutige gottesdienstliche Gegebenheiten. Das ist ein umfangreicher und besonders wichtiger Abschnitt. Die Nichtaufnahme des „Ecce sacerdos magnus“ ist dabei wohl begründet, worüber man diskutieren kann, aber trotz der editorischen Verfügbarkeit schien mir eine Aufnahme der umfassenden Information halber sinnvoll. Die Leute sollten wenigstens in einem eventuellen Kirchenkonzert einmal hören, was für Bruckner die Amtskirche und ein Bischof war. Zu erwähnen sind noch die sehr wertvollen Hinweise zu den einzelnen Stücken, die dem Chorleiter so dienlich sind wie dem Sänger. […]

Dr. Franz A. Stein
Quelle: Muscia Sacra 6/1996, S. 435