Charles Gounod: Messe brève no. 5 aux séminaires

Charles Gounod

Messe brève no. 5 aux séminaires

1871

Beschreibung

Die auffälligste Neuerung in dieser Messe ist die Verwendung einer Melodik, die vom Gregorianischen Choral beeinflusst ist. Bereits seit den zwanziger Jahren hatte es in Frankreich vereinzelte Versuche gegeben den Gregorianischen Choral wieder in den Gottesdienst einzuführen. In den siebziger Jahren hatte dieser Versuch dann größeren Erfolg.

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Produktinformation

Komponist

Charles Gounod zur Person

Rezensionen

Gounod, Charles: Messe no. 5 in C aux séminaires

Die französische Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts unterschied sich in einem Punkt wesentlich von der gleichzeitigen deutschen Kirchenmusik: Sie gebrauchte ganz bewusst die Mittel der weltlichen Musik. Die Kirchenmusik hatte nach einem Wort des Komponisten Le Sueur „poetisch, malerisch und ausdrucksvoll“ zu sein. Eine natürliche Beschränkung ergab sich nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Gründen der Besetzung. In diese Kategorie gehört die Messe von Gounod. Für drei Männerstimmen mit Orgelbegleitung komponiert, bietet sie gewissermaßen einen Querschnitt verschiedener Kompositionsarten: Dreiklangsbrechungen, chromatische Partien und Reminiszenzen an den gregorianischen Choral. Die technischen Schwierigkeiten sind begrenzt, allerdings stellt der Chorpart erhebliche Anforderungen an Wohlklang und Homogenität des Chores. Die Soloteile können auch von guten Chorsängern ausgeführt werden. In dem kontrastreichen Werk ist das Credo nicht vertont. Die äußerst verdienstvolle Ausgabe ist mit einem instruktiven Vorwort versehen. Von herausgeberischer Umsicht zeugt auch die Erklärung der französischen Registrierungsanweisungen. Eine „französisch“ klingende Orgel wäre wünschenswert. Die Ausgabe ist außerdem durch ihren Preis (es gibt auch eine Chorpartitur) empfehlenswert.

Christoph Martin
Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik, Sonderveröffentlichung Nov. 1998, S. 5

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