Graupner: Wo gehet Jesus hin. Passionskantaten

Beschreibung

Christoph Graupner (1683 – 1760) verfügte testamentarisch, dass nach seinem Tod sämtliche Werke aus seiner Feder vernichtet werden sollten. Nicht auszudenken, wenn der letzte Wille des Komponisten tatsächlich vollstreckt worden wäre! Glücklicherweise hat die Nachwelt das musikalische Andenken bewahrt und so findet sich sein musikalischer Nachlass heute in die Bibliothek der Darmstädter Hofkapelle. Graupners umfangreiches Vokalwerk ist bisher diskographisch nur wenig erschlossen, und so machen der Anton-Webern-Chor Freiburg sowie das Ensemble Concerto Grosso unter Leitung von Hans Michael Beuerle mit einfallsreicher und erstmals eingespielter barocker Vokalmusik bekannt. Aus dem riesigen Kantatenwerk Graupners (insgesamt 1414 überlieferte geistliche Kantaten im Rahmen von 46 Kantatenjahrgängen!) wurde ein Programm mit vier Passionskantaten zusammengestellt.

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Compact Disc

83.457/00
12,5 x 14 cm, CD, Jewel Case
EUR19,90 / St.
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Produktinformation

Inhalt

4 Werke Anzeigen

Dirigent

Hans Michael Beuerle zur Person

Ensemble

Anton-Webern-Chor Freiburg zur Person
Ensemble Concerto Grosso zur Person

Sopran-Solo

Sonja Bühler zur Person
Felicitas Fuchs zur Person
Gunhild Lang-Alsvik zur Person

Alt-Solo

Barbara Ostertag zur Person

Countertenor-Solo

Julien Freymuth zur Person

Tenor-Solo

Michael Feyfar zur Person

Bass-Solo

Markus Flaig zur Person

Rezensionen

Alles Ersteinspielungen, für die in diesen Wochen durchaus schon mal die Bach’schen Bestseller im Schrank bleiben können. Chor und Ensemble agieren mit klar konturierten Registern zur Umsetzung eleganter vokaler Linien (mit einer geradezu erlesenen Deutung der intensiven Choräle). Deutlich hör- und spürbar wird vor allem aber auch, dass Christoph Graupner sich nicht hinter den „Promis“ seiner Zeit zu verstecken brauchte, sondern eine hohe eigene Erfindungsgabe einbringen konnte.
Kirchenzeitung/Bistumspresse, Ausgabe 2013.11 - 17. März 2013

Beuerle, der Anton-Webern-Chor Freiburg und das Ensemble Concerto Grosso: Sie gestalten die Funde schlank und sehr klar. So muss es sein, denkt man beim Hören oft. Text, Musik und Darbietung bilden hier ein geschlossenes Ganzes. Interpretationen mit Referenzcharakter.
(Johannes Adam, Badische Zeitung, 23. Juni 2012)

Lively performances.
(BBC Music Magazine, Mai 2012)

… Hans Michael Beuerle, den vorzüglichen Gesangssolisten, dem sehr genau artikulierenden Anton-Webern-Chor Freiburg und dem differenziert musizierenden Ensemble Concerto Grosso ist eine in jeglicher Hinsicht hervorragende Einspielung der Kantaten zu verdanken.
(Ingeborg Allihn, Musik & Kirche, Mai/Juni 2012)

… Die Einspielung unter Hans Michael Beuerle lässt keine Wünsche offen - außer dem, noch mehr von diesem Komponisten zu hören.
(Kirchenmusikalische Mitteilungen Erzdiözese Freiburg, Mai 2012)

Welcome rediscovery.
(BBC Radio, 7. April 2012)

Der Dirigent Hans Michael Beuerle ist bislang eher Insidern bekannt - denen allerdings als ein sehr solider Musiker. Gerade diesen unbekannten Werken begegnet er mit großer Ernsthaftigkeit und deutet sie bis ins Detail aus. Zurückgreifen kann er dabei auf einen erstklassig eingestellten Anton-Webern-Chor, ein exquisites Solistenensemble und sein sehr ambitioniert und auf Klangschönheit bedachtes Ensemble "Concerto Grosso".
(MDR Figaro, 4. April 2012)

… Das Ensemble singt erzählerisch, textnah, mit einer schönen Agogik, und weiß Graupner Musik punktgenau zu differenzieren. … Genauso feinfühlig ist die Artikulation des Ensembles Concerto Grosso, sodass wir es insgesamt mit einer homogenen, durchdachten und emotional gestalteten Interpretation von vier kaum bekannten Graupner-Werken zu tun haben. …
(pizzicato, April 2012)

… Concise, compact, undemonstrative but not at all cold … performed with care and thoughtfulness. …
(Jonathan Woolf, musicweb-international.com, 12. März 2012)

… Der Anton-Webern-Chor Freiburg … demonstriert den höchsten Stand des barocken Kammerchorsingens. …
(Richard Lorber, Fono Forum, April 2012)

… Beuerle und seine Mitstreiter plädieren mit einem differenzierten Ansatz für die Musik Christoph Graupners und spüren den variantenreichen Sätzen mit Feingefühl nach. …
(Dr. Matthias Lange, www.klassik.com, 4. März 2012)

… Die CD ist äußerst hörenswert, da sie mit ihrem Überschwang und ihrer Lebensfreude jeglichen Winter-Blues vertreibt. Graupners intelligente und gewitzte Kompositionen sind eine perfekte, geistreiche Unterhaltung, die von Azzolini, Wezel und dem Ensemble il capriccio kongenial umgesetzt wird.
(Christiane Bayer, klassik.com, 27. Februar 2011)