Heinrich Schütz: Geistliche Chor-Music 1648. Complete recordings, Vol. 1

Beschreibung

"Heinrich Schütz. Die Gesamteinspielung": Unter Leitung von Hans-Christoph Rademann wird in den kommenden Jahren eine Einspielung aller Werke Heinrich Schütz' bei Carus erscheinen. Gemeinsam mit dem Dresdner Kammerchor und vielen namhaften Solisten werden die Werke historisch informiert in neuer Interpretation vorgelegt. Zum Start erscheint nun die bereits 2007 veröffentlichte und mit dem Pizzicato Supersonic Award ausgezeichnete Einspielung der "Geistlichen Chor-Music 1648".

Wenn es darum geht, die kompositorische Leistung von Heinrich Schütz zu würdigen, steht seine Kunst im Umgang mit Text und Sprache an erster Stelle. Auch die Geistliche Chor-Music, eines seiner zentralen Werke aus dem Jahr 1648, kennzeichnet die sorgfältig durchdachte musikalische Umsetzung von Textinhalten. In seinem ausführlichen Vorwort zu der Sammlung mit 29 fünf- bis siebenstimmigen Motetten stellte der Komponist diese als Vorbild für die Komposition ohne Basso continuo dar - aus Überzeugung, dass jeder junge Komponist "das rechte Fundament eines guten Contrapuncts" erwerben sollte. Trotz der strengen Kontrapunktik, stilistisch gesehen ein Schritt zurück, gelingt es dem "Musicus poeticus", seinen Werken einen stark expressiven Charakter zu geben. Die einzelnen Motetten sind dabei unterschiedlich strukturiert und differieren, je nach Inhalt, in Länge und Charakter. Kurze, eher schlichte Stücke stehen neben lang ausgearbeiteten von großer Ausdrucksintensität, fröhlich optimistische neben klagend bittenden.

Eine Koproduktion mit MDR Figaro.

Ausgezeichnet mit dem Pizzicato Supersonic Award

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2 CDs

83.232/00
Sonderformat, CD (Jewel Case)
EUR29,90 / St.
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Produktinformation

Inhalt

29 Werke Anzeigen

Dirigent

Hans-Christoph Rademann zur Person

Ensemble

Dresdner Kammerchor zur Person
Cappella Sagittariana Dresden zur Person

Rezensionen

… The balance within voices and with the instruments is beautifully managed, and the conviction of the performances is both subtle and palpable. Schütz's musical language here is refined, sparin and understated: qualities that can be applied just as well to Rademann's splendid performances.
(Nigel Simeone, International Record Review, September 2011)

Here is a new and delightfully satisfying recording of the complete series of 29 motets. The featured choir and small band of instrumentalists are utterly committed to conveying not only the music's considerable beauty and profundity, but also its place in such stylistic developments. They are aware of the exact relationship between text and melody/texture. Their enunciation of the German is clarity itself. [...] Like Bach, Schütz saw the music as supporting the religious intention of the texts. This requires a careful balance; and that's a balance and sets of nuances of which director, Hans-Christoph Rademann, is very much in control. [...] The acoustic and recording are sympathetic to Schütz's idiom; and are first rate … effective, supporting and enhancing with just the right touch of resonance.
(Mark Sealy, musicweb-international.com, Mai 2011)

Das Dresdner Ensemble agiert [...] mit allerfeinster Gesangskultur: das klingt wunderbar kultiviert, absolut sauber und zu jedem Zeitpunkt transparent. Und es macht unglaublich Lust auf die nächsten CDs dieser Gesamteinspielung.
(Frank Pommer, Die Rheinpfalz, 19.03.2011)

Um als Hörer tief in diese Musik vordringen zu können, sind sinnlich betörende, flexibel den Klang modellierende Aufführungen nötig. Solche liefert unangestrengt vollendet der Dirigent Hans-Christoph Rademann und sein Dresdner Kammerchor, den er ein paar Jahre vor der Wende gegründet hat. Jetzt haben sie mit der „Geistlichen Chor-Musik“ und den „Italienischen Madrigalen“ bei Carus eine Schütz-Gesamteinspielung begonnen – ein betörendes Unternehmen, das Farbigkeit, Agilität, Wärme über strukturelle Strenge stellt.
(Reinhard Brembeck, Süddeutsche Zeitung, 02.03.2011)

Endlich Frieden - das war im Druckjahr dieser Motettensammlung die Stimmung in Mitteleuropa. So sehr Schütz über den Tag hinaus dachte, immer wieder scheint ein Aufatmen durch die kunstvolle Einfachheit der biblischen Stücke zu gehen. Vorbildlich tonschön zelebriert der Dresdner Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann barocke Glaubensinnigkeit.
(Johannes Saltzwedel, Spiegel, Nov. 2007)