Heinrich Schütz: Zwölf geistliche Gesänge. Complete recordings, Vol. 4

Beschreibung

Die Gesamtaufnahme der Werke von Heinrich Schütz mit dem Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann bei Carus geht weiter voran und präsentiert in der vierten Folge die Zwölf Geistlichen Gesänge (SWV 420–431). Es handelt sich um die derzeit einzige erhältliche Einspielung des Zyklus, was sehr verwundert, da z.B. mit Aller Augen warten auf dich, Herre SWV 429 eines der populärsten Vokalwerke des Komponisten enthalten ist. Womöglich haben sich viele Interpreten von der recht untertriebenen Äußerung des Komponisten über die Stücke irreleiten lassen, der sie bescheiden als in seinen „Neben-Stunden auffgesetzet“ bezeichnet hat. Die 1657 erschienenen zwölf vierstimmigen motettischen Sätze weisen jedenfalls alle Qualitätsmerkmale seines reifen Stils auf, der den einfachen homophonen Satz ebenso effektvoll einzusetzen weiß wie anspruchsvolle Polyphonie. Sie sind damit so etwas wie ein Gegenstück zur 1648 erschienenen Geistlichen Chormusik, nur dass Schütz hier mehr auf den praktischen Gebrauch im Gottesdienst und auf die Ausbildung der Dresdner Kapellknaben achtete. Eine Koproduktion mit MDR Figaro. Ausgezeichnet mit dem Pizzicato Supersonic Award

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Produktinformation

Inhalt

12 Werke Anzeigen

Dirigent

Hans-Christoph Rademann zur Person

Ensemble

Dresdner Kammerchor zur Person

Rezensionen

Als eins der großen Vorbilder geistlicher polyphoner Chormusik verdient Heinrich Schütz höchste Qualität der Interpretation. Rademann, der hoch bewährte Dresdner Dirigent, kann das. […] Wortverständlich, mit rhythmischem und dynamischem Feingefühl führt Rademann den 1985 von ihm gegründeten Chor.
Musica Sacra, 6/2012

Einige dieser Stücke […] die auch heute extrem beliebt sind und oft gesungen werden, sind nun endlich in hervorragender Qualität auf CD erhältlich. Rademann ist einer der kundigsten und stilsichersten Chormusikkenner im deutschen Sprachraum und sein Dresdner Kammerchor klingt in jeder Besetzungsvariante hocherfreulich!
Gustav Danzinger, Chor aktuell, Juni 2012

This is the only complete recording of the '12 geistliche Gesänge' available and these superb motets are well worth discovering.
www.new-classics.co.uk, April 2012

[…] vornehmste Aufgabe der Interpretation ist, in aller Deutlichkeit und Klarheit klanglich das abzubilden, was der Komponist niedergeschrieben hat. Hans-Christoph Rademann entspricht dieser Aufgabe auf geradezu idealtypischer Weise: Besetzungstärke, Gestaltung des Chorklangs, Intonation, der dezent rhetorische Vortrag der Sätze, all dies […] lässt Schütz und seine musikalische Umsetzung der Texte selbst »zu Wort« kommen, wodurch die Musik ganz aus sich selbst heraus den Hörer geradezu zu höchster Aufmerksamkeit zwingt. Bernhard Morbach, rbb kulturradio, 27. April 2012

Der Dresdner Kammerchor erhält für seine aktuelle Heinrich-Schütz-CD den renommierten Klassikpreis „Supersonic Pizzicato“. Die Ehrung gibt es für die im Februar erschienene Einspielung der „Zwölf geistlichen Gesänge“ – Teil vier der auf 21 CDs angelegten Gesamteinspielung der Werke des ehemaligen Dresdner Hofkapellmeisters Schütz. Die musikalische Gesamtleitung hat Hans-Christoph Rademann, der von der Fachpresse bei diesem Projekt für seine lebendige Interpretation, reine Geistlichkeit und allerhöchste Stilgüte gefeiert wird.
Sächsische Zeitung, 21. April 2012

[…] une interprétation très pure et équilibrée […] ([…] eine sehr klare und ausgewogene Interpretation […])
Irene Klein, pizzicato, April 2012

Schon mit dieser vierten Folge der Gesamteinspielung ist klar, dass die Reihe gerade im üblicherweise eher randständigen Schütz-Repertoire Gewichtiges leisten wird und das Schütz-Bild einer hoffentlich breiteren Hörerschaft kompletter werden lässt. Rademann nötigt den eher schlicht gehaltenen Sätzen keinerlei Äußerlichkeiten auf, arbeitet aber das sprachdeutende und damit expressive Potenzial heraus, wo es sinnvoll ist. Respekt verdient, wie uneitel im Sinne der Werke interpretiert wird und wie engagiert sich der Chor und sein Leiter in diesem Projekt auch den ‚Nebenwerken‘ widmen – die freilich, die Aufnahme unterstreicht das, einiges Gewicht haben.
Dr. Matthias Lange, www.klassik.com, 14. März 2012

Mit der Einspielung dieses weniger beachteten Werkzyklus setzen der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann ihre Schütz-Gesamtaufnahme auf höchstem Niveau, historisch informiert und fern jeder distanzierenden Steifheit fort.
www.codexflores.ch, 7. März 2012

Ohrenfällig wird ein leichter, fast federnder Vortrag von teilweise tänzerischer Eleganz. Markant schälen sich die Stimmen aus dem polyphonen Gewebe und zu Tage tritt ein glasklarer Gesang. Mit diesen Musikern ist die Schütz-Gesamteinspielung (hier Teil vier) in besten Händen.
Arne Reul, Neue Chorzeit, März 2012

Dass die Ausführung mit einer sehr kleinen Generalbassbesetzung mit Gambe und Orgel mustergültig geraten ist, braucht nicht betont werden. Die enzyklopädische Schütz-Rezeption geht mit dieser CD einen guten Weg.
Rainer Goede, www.kirchmusik.de, 27. Februar 2012

Rademann und der Dresdner Kammerchor räumen auch gründlich auf mit dem Vorurteil, Schütz habe trockene, quasi akademische Musik verfasst. Das klingt mehr als lebendig in der musikalischen Umsetzung des meist deutschen Textes.
Die Rheinpfalz, 18. Februar 2012

Es gibt in Deutschland derzeit kaum einen ähnlich renommierten und begabten Chorleiter, was nicht zuletzt sein Vorhaben Gesamteinspielung der Werke Heinrich Schütz' mit dem Dresdner Kammerchor beweist. Auch die jetzt erschienenen wunderbaren "Zwölf geistlichen Gesänge" […] stellt dies wieder unter Beweis: Die Verbindung von klarer, feiner Klangästhetik und scharfer Textdiktion mit einer Demut und Beseeltheit, die von tiefem Glauben sprechen, gehen nah. Rademanns Schütz ist von reiner Geistlichkeit und allerhöchster Stilgüte […]
Mannheimer Morgen, 6. Februar 2012

Die zwölf geistlichen Gesänge Schütz' werden einmal mehr getragen von dem famosen homogenen Klang dieses Chores, von seiner hochreinen Intonation und seiner musikalischen Disziplin, mit der jedes auch noch so kleine Detail erarbeitet wird. Angesichts des Referenzcharakters dieser Aufnahmen sollte man hier unbedingt reinhören.
MDR Figaro, 30. Januar 2012