Johann Christian Bach: Mailänder Vesperpsalmen

Beschreibung

Für die erzprotestantische Familie Bach – wie für die deutsche Musikforschung im 19. und frühen 20. Jahrhundert – war Johann Christian Bach durch den Übertritt zum katholischen Glauben und die Hinwendung zur italienischen Oper das „schwarze Schaf“ der Familie. Vor seiner glänzenden Karriere als Opernkomponist und Konzertveranstalter in London bekleidete er von 1757 bis 1760 die Organistenstelle am Mailänder Dom. In dieser Zeit entstanden zahlreiche geistliche Werke, die zu den am wenigsten bekannten Kompositionen des jüngsten Bach-Sohns zählen. Unter Leitung von Gerhard Jenemann erschließen das renommierte Solistenquartett um Joanne Lunn und Thomas E.Bauer, der Süddeutsche Kammerchor und Concerto Köln einen gänzlich unbekannten Johann Christian Bach und machen deutlich, warum man den „Londoner Bach“ auch den „Mailänder Bach“ nannte.

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Produktinformation

Inhalt

5 Werke Anzeigen

Dirigent

Gerhard Jenemann zur Person

Ensemble

Concerto Köln zur Person
Süddeutscher Kammerchor zur Person

Sopran-Solo

Joanne Lunn zur Person

Alt-Solo

Elena Biscuola zur Person

Tenor-Solo

Georg Poplutz zur Person

Bass-Solo

Thomas E. Bauer zur Person

Rezensionen

… This collection confirms the pleasing eloquence and fertile inventiveness of music by a composer who … was Europe's best-known Bach by far.
(David Vickers, Gramophone, April 2011)

… Hier wird auf einem ausgezeichneten Niveau musiziert und lebendig Musik gemacht.
(Musica Sacra, März/April 2011)

Eine bessere Interpretation kann ich mir kaum vorstellen: die vier Solisten sind herausragend, und wissen genau den richtigen Ton in diesem Repertoire zu treffen. Auch Chor und Orchester zeigen hier erstklassige Leistungen. Für mich ist diese Produktion eine der wichtigsten der letzten Jahre.
(Johan van Veen, Toccata, März-April 2011)

 

Immer wieder schüttelt Johann Christian klangliche Überraschungen und herrliche melodische Einfälle aus dem Ärmel - und immer wieder verstehen es die Solisten der Aufnahme unter Leitung von Gerhard Jenemann, den Reiz dieser Musik charmant zu transportieren - zum Beispiel im „Gloria Patri" aus dem „Confitebor tibi domini", das der Bariton Thomas E. Bauer gewohnt nobel und geschmeidig singt, oder im „A solis ortu" aus dem „Laudate pueri dominum", dessen Linien der Tenor Georg Poplutz mit seinem leichten Timbre beseelt: ein Höhepunkt.
(Marcus Stäbler, Fono Forum, 01/11)

 

These performances of Bach's Vesper Psalms is revelatory in its display of the quality of his sacred music. … The choir comprises just 17 voices, and sings with power and passion. Concerto Köln is in excellent form … and the solo parts are given immaculate performances. So there is every reason to recommend this disc, which, it is to be hoped, will contribute to a more equitable assessment of Johann Christian Bach's oeuvre.
(Johan van Veen, musicweb-international.com, 01/2011)