Lux aeterna ... for 10-16 parts. Werke von Ligeti, Scarlatti, Boyd und Mahler (Bernius)

Beschreibung

Eine Werkauswahl mit dem Mut zum Außergewöhnlichen: Zeitlupenhaftes Ineinanderfließen harmonischer Felder verbindet Ligetis Lux aeterna mit Boyds As I Crossed a Bridge of Dreams; Ligetis Technik, den Klangstrom durch verwandte Intervallstrukturen in fassliche Perioden zu gliedern, weist hingegen Ähnlichkeiten zu Scarlattis Methode auf, alle Motive kraft ihrer Intervallik aufeinander zu beziehen. Für die Bearbeitung des Liedes "Ich bin der Welt…" hat Clytus Gottwald Ligetis vokale Satztechnik auf Mahler übertragen.


Ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik

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Compact Disc

83.208/00
12,5 x 14 cm, CD, Jewel Case
EUR19,90 / St.
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Produktinformation

Inhalt

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Dirigent

Frieder Bernius zur Person

Ensemble

Kammerchor Stuttgart zur Person

Rezensionen

 

Schon die ersten Einsätze lassen die warme, melancholische Atmosphäre dieser Interpretation erahnen, die nach dem letzten Klang jeden in betroffener Ehrfurcht ob dieser Schönheit zurücklässt.
Chorzeit, März 2017

Lux aeterna

Superlative sollten in einer Kritik nur sehr sparsam verwendet werden. Für diese Aufnahme jedoch wäre alles andere als das höchste Lob unangemessen. Schon die Werkauswahl beweist einen seltenen Mut zum Außergewöhnlichen. Im Zentrum steht das „Stabat mater“ von Domenico Scarlatti, das von zehn Solisten in vollendeter Schönheit gesungen wird. Der Kammerchor Stuttgart wagt sich aber in kühner und sinnreicher Vermählung der Epochen auch an Ligetis visionäre Komposition „Lux aeterna“, an die traumverlorene Musik der Australierin Anne Boyd (Jg. 1946) und zum Schluss an Mahlers Rückert-Lied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ in einer Bearbeitung von Clytus Gottwald, die ihm so gut gelungen ist, dass sie dem Original ebenbürtig erscheint. Der Kammerchor Stuttgart stellt sich unter Frieder Bernius höchsten geistigen, musikalischen und technischen Anforderungen – und er meistert sie mit einer Überlegenheit die uneingeschränkte Bewunderung verdient. Obendrein wurde der Gesang natürlich und präsent aufgezeichnet. Eine erstaunliche, maßstabsetzende CD!

Susanne Stöhr
Quelle: KLASSIK heute 9/2001, S. 75

 

Die Einspielung von Ligetis „Lux aeterna“, Scarlattis „Stabat Mater“, Boyds „As I Crossed“ und Mahlers „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ belegt aufs nachdrücklichste, dass zum einen Frieder Bernius zu den vielseitigsten deutschen Dirigenten und Chorerziehern zählt und zum andern der Kammerchor Stuttgart ein Spitzenensemble der Extraklasse mit hervorragenden Solistinnen und Solisten ist. Scheinbar mühelos werden die schwierigsten Passagen gesungen, klangschön, ausdrucksstark, intonationssicher, musikantisch…. Egal, ob es sich um Ligetis Kompositionsauftrag der Schola Cantorum Stuttgart für 16 Solostimmen handelt, ob Scarlattis „Stabat mater“ für 4 Soprane, 2 Alte, 2 Tenöre, 2 Bässe und Basso continuo in solistischer Besetzung musiziert wird, ob Anne Boyds Werk, für das die 1946 in Sydney (Australien) gebürtige Komponistin die Motive zu der 16-stimmigen Komposition der japanischen Lyrik des 11. Jahrhunderts entnahm, auf dem Programm steht oder Gustav Mahlers aus den Fünf Liedern nach Texten von Friedrich Rückert stammendes Orchesterlied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ in einer Bearbeitung von Clytus Gottwald für 16 Stimmen – immer ist das Ergebnis eine in sich stimmige, von höchster Intensität und Musikalität getragene Interpretation! Eine äußerst dichte und überzeugende Einspielung, zu der nur alle daran Beteiligten beglückwünscht werden können!

Quelle: Singende Kirche 3/2001, S.176