CDs mit der Gaechinger Cantorey

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Im Jahr 2016 hat eine neue Zeitrechnung für die weltbekannten Ensembles der Internationalen Bachakademie Stuttgart begonnen, die seitdem unter dem gemeinsamen Namen „Gaechinger Cantorey“ auftreten. Ursprünglich hieß der 1954 von Helmuth Rilling gegründete Chor „Gächinger Kantorei Stuttgart“, der in allen bekannten Konzerthäusern der Welt mit illustren Partnern wie den Wiener Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchestra und dem Israel Philharmonic Orchestra zu hören war.

„Gaechinger Cantorey“, die historisierte Schreibweise des traditionsreichen Chornamens, meint nun sowohl den seit Hans-Christoph Rademanns Amtsantritt als Akademieleiter (2013) Schritt für Schritt reformierten Chor wie auch das dazu tretende, neu formierte Barockorchester der Internationalen Bachakademie.

Mit der Entscheidung für ein eigenes Barockorchester und einen nach aufführungspraktischen Kriterien zusammengestellten Chor schlägt die Bachakademie einen neuen Weg ein. Klangliches Fundament und zugleich internationales Alleinstellungsmerkmal dieses neuen Wegs ist der von der Bachakademie in Auftrag gegebene Nachbau einer originalen Truhenorgel aus der Orgelwerkstatt des legendären Bach-Zeitgenossen Gottfried Silbermann, die erst kürzlich im sächsischen Seerhausen entdeckt worden ist. Als originalgetreues Exponat barocker Klangvorstellungen verkörpert dieser Nachbau das ideelle Zentrum einer Bachakademie der Zukunft.

Unter dem gemeinsamen Namen „Gaechinger Cantorey“ musizieren somit nun das neu gegründete Barockorchester und der reformierte Chor der Bachakademie. Basierend auf dem historischen Fundament der Bach-Zeit und mit Wurzeln in der lebendigen Aufführungsgeschichte des von Helmuth Rilling gegründeten Chors, steht dieser Name für den ganzheitlichen musikalischen Ansatz und das ästhetische Klangideal des Barock.