Heinichen: Missa Nr. 9; Zelenka: Te Deum (Rademann)

Beschreibung

„Heinichens Messe verwendet insbesondere die Fähigkeiten der Blechbläser für eine festliche Klangpracht. Ein vierstimmiger Trompetenchor in Verbindung mit einer doppelchörigen Gesamtanlage verleihen Zelenkas Te Deum das festliche Gepräge. Hans-Christoph Rademann führt Chor, Orchester und Solisten gleichermaßen zu Höchstleistungen. Kann wärmstens empfohlen werden.“ Fono Forum 9/00

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Produktinformation

Inhalt

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Dirigent

Hans-Christoph Rademann zur Person

Ensemble

Dresdner Kammerchor zur Person
Dresdner Barockorchester zur Person

Sopran-Solo

Heike Hallaschka zur Person
Martina Lins-Reuber zur Person

Alt-Solo

Patrick van Goethem zur Person

Tenor-Solo

Marcus Ullmann zur Person

Bass-Solo

Jochen Kupfer zur Person

Rezensionen

Jan Dismas Zelenka: Te Deum ZWV 146. Johann David Heinichen: Missa Nr. 9 D-Dur

Zurecht spielen die Kompositionen Zelenkas, des „katholischen Pendants“ von Johann Sebastian Bach in den Programmen heutiger Tage eine immer größere Rolle. Beispiel hierfür kann dieses wunderschöne Te Deum sein, das in seiner Vielgestaltigkeit und Breite an Ausdruck einen großen formalen Bogen atmet. Nicht zuletzt verantwortlich für diesen Eindruck ist freilich die hervorragende Interpretation der oben genannten Ausführenden unter H.-C. Rademann. die auch die wenig bekannte Messe von Heimchen lebendig zu gestalten wissen. Frische und Differenziertheit bei technisch einwandfreier Leistung […] aller Beteiligten zeichnen diese Aufnahme aus. Hörens- und aufführungswert!

Quelle: Musica Sacra 6/2000, S. 44

 

Heinichen/Zelenka: Missa 9; Te Deum 

„Heinichens Messe verwendet insbesondere die Fähigkeiten der Blechbläser für eine festliche Klangpracht. Ein vierstimmiger Trompetenchor in Verbindung mit einer doppelchörigen Gesamtanlage verleihen Zelenkas Te Deum das festliche Gepräge. Hans-Christoph Rademann führt Chor, Orchester und Solisten gleichermaßen zu Höchstleistungen. Kann wärmstens empfohlen werden.“

Quelle: Fono Forum 9/00

 

Heinichen / Zelenka: Missa et Te Deum

It's easy to see--and hear--why Bach admired the music of Jan Zelenka. How can anyone resist? If you're wondering what I'm talking about (Zelenka's music has received inexplicably meager attention until fairly recently), just get this disc and go right to track 10. This concluding section of the Te Deum is as inventive and downright exciting as baroque music gets--infectious, dancing rhythms, soaring soprano lines, ingeniously interwoven contrapuntal lines that seem to bounce off each other, and full-bodied orchestral accompaniment--all of which makes its impact in the space of two minutes. But this is the sort of compelling music that characterizes the work's entire 28 minutes, varied with an alto solo, duets for two sopranos and for tenor and bass, and full sections for chorus. From the very Bach-like orchestral introduction to the above-mentioned rousing conclusion, this remarkable piece should take a place among the 18th century's standard repertoire--next to Bach's own quick-paced, tightly-knit flash of genius, the Magnificat.
In a different vein, Johann Heinichen's Mass No. 9 in D flows every bit as freely and beautifully and with its own complete command of style and structure. It's a magnificent, majestic work with powerful, elegantly built choruses and fine solos. The fugal writing is especially notable. And so are the world-class performances by choir and orchestra, whose enthusiasm for this music comes through in every bar. Such dynamic, musically affecting, and technically sound singing and playing doesn't come easily, and conductor Hans-Christoph Rademann also deserves credit for the commendable results. Particular mention must go to tenor Marcus Ullmann's rendition of Heinichen's Qui tollis, a lovely, surprising little gem reminiscent of and equal to Handel's better efforts.

David Vernier
Quelle: Classics today

Die drei obengenannten Komponisten sind alle in Dresden wirksam gewesen. Aber der Unterschied zwischen beiden Aufnahmen ist riesengroß. Die erste widerspiegelt die brillante Musikkultur am Dresdner Hof. Die Qualitäten des Hoforchesters werden in den Kompositionen von Heinichen und Zelenka voll ausgenutzt. Vor allem von den Bläsern, insbesondere den Trompetern, wird vieles abverlangt. Wir haben es hier mit zwei festlichen Kompositionen zu tun. Das Te Deum von Zelenka ist wahrscheinlich aus Anlass der Geburt der Prinzessin Maria Josepha im November 1731 entstanden. Der festliche Charakter wird von der Doppelchörigkeit und der Besetzung mit einem vierstimmigen Trompetenchor unterstrichen. Heinichens Messe ist wahrscheinlich für das Weihnachtsfest komponiert worden. In dieser Messe gibt es mehrere Solo-Arien, die sich durch eine originelle Instrumentation auszeichnen. Die Darbietung von Solisten, Chor und Orchester ist erstklassig. Sowohl die Virtuosität als auch die Intimität mehrerer Solopassagen kommt gut zur Geltung. Der Dirigent Philippe Herreweghe hat mal gesagt, er möchte keine Zeit mit der Musik Zelenkas verschwenden. Vor allem ihm sei diese Aufnahme ans Herz gelegt.

Quelle: TOCCATA- 19/2005