Anonymus: Consider, Lord, how harsh our path is

Anonymus

Consider, Lord, how harsh our path is

Kantate zum 1. Sonntag nach Epiphanias

Description

Among the vocal compositions incorrectly attributed to Johann Sebastian Bach, the cantata has a place of its own, because its tonal language approaches the unmistakable style of the Thomaskantor. This applies especially to its choral movements and recitatives. In the surviving sources, only one of which dates back to the 18th century, there are certain compositonal errors which cannot possibly be reconciled to Bach's mature style. The implication is that this is not a genuine cantata by the Leipzig Thomaskantor, but an ambitious piece by one of his pupils.

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full score

35.005/00
40 pages, DIN A4, paperback
EUR18,95 / copies
available

vocal score

35.005/03
20 pages, 19 x 27 cm, paperback
EUR6,95 / copies
available

choral score

35.005/05
8 pages, DIN A4, without cover
EUR3,60 / copies
available
Available from 20 copies
from 20 copies 3,60 EUR
from 40 copies 3,24 EUR
from 60 copies 2,88 EUR

set of parts, complete orchestral parts

35.005/19
23 x 32 cm, without cover
EUR56,00 / copies
available
  • consisting of
    4 x individual part, violin 1 (35.005/11)
    each: 3,80 €
    4 x individual part, violin 2 (35.005/12)
    each: 3,80 €
    3 x individual part, viola (35.005/13)
    each: 3,80 €
    4 x individual part, violoncello/double bass (35.005/14)
    each: 3,80 €
    2 x individual part, flute (35.005/21)
    each: 1,00 €
    1 x individual part, organ (35.005/49)
    each: 7,00 €

individual part, organ

35.005/49
12 pages, 23 x 32 cm, paperback
EUR7,00 / copies
available

Product information

Composer (formerly ascribed to)

Johann Sebastian Bach Personal details

Composer

Reviews

Anonymus/ Ältere Zuschreibung J. S. Bach: Kantate BWV 217 "Gedenke, Herr, wie es uns gehet"

Der Carus-Verlag legt im Rahmen der „Stuttgarter Bach-Ausgabe“ eine Neuausgabe der Kantate BWV 217 „Gedenke, Herr, wie es uns gehet“ vor. Komponist des früher irrtümlich aber begründet Johann Sebastian Bach zugeschriebenen Werkes ist vermutlich dessen Schüler und Schwiegersohn Johann Christoph Altnickol (1720–1759). Textgrundlage der fünfsätzigen Kantate ist die Evangelienlesung vom zwölf jährigen Jesus im Tempel, die in der katholischen Liturgie seinen Platz am Fest der HI. Familie (Lesejahr C) oder am Fest des HI. Joseph hat. Die editionstechnisch vorbildliche Ausgabe ist überdies eine Bereicherung für eine engagierte Kantorei: Die angenehme Musik stellt an die Ausführenden in seinen chorischen Ecksätzen erfüllbare Ansprüche, überdies belastet die Komposition mit einer Orchesterbesetzung, die aus Streichorchester und einer Flöte (die nur in einer Alt-Arie vorkommt und in der Praxis ev. auch durch ein Orgelsolo ersetzt werden kann) den überdies schon gebeutelten Haushalt des Kirchenmusikers nicht zu stark.

Quelle: Kirchenmusikalische Mitteilungen März 2001, S. 76

 

Anonymus Ältere Zuschreibung Bach, Johann Sebastian: Gedenke. Herr wie es uns gehet

Diese zum 1. Sonntag nach Epiphanias komponierte Kantate erweist sich nach näheren Untersuchungen stilkritischer Art nicht als Werk Johann Seb. Bachs, sondern lässt vielmehr den Schluss zu, dass es sich hierbei um ein mehr als gelungenes Werk eines begabten Bachschülers handelt. Textlicher Kerngedanke ist das Evangelium des Tages. Kein Choralsatz, der dem Kantatensatz Einheit verleiht, tritt hier in Erscheinung sondern einzelne Bearbeitungen der Bibeltextverse mit eigener Substanz im Motettenstil. Eindrucksvoll wird im Eingangschor auf der Grundlage: „O Mensch bewein dein Sünde groß“ der symbolische Verlust Jesu im Tempel nachgezeichnet (eigentlich hat der Mensch Jesus verloren nicht seine Eltern). Auch wenn es sich in diesem Falle nicht um ein originalen Bach handelt, so ist es durchaus zu empfehlen. Die kurze Dauer und die klein gehaltene Besetzung dieses Werkes lassen die Entscheidung leicht fallen, dieses oeuvre an seinem Bestimmungstermin aufzuführen. Darüber hinaus verfügen wir hiermit über ein Zeugnis für Bachs erfolgreiches Schaffen als Kompositionslehrer. Wie nicht anders zu erwarten, präsentiert sich diese Ausgabe in vorbildlicher Weise: aufschlussreiches Vorwort und exzellenter Druck.

Peter Bartetzky
Quelle: Musik im Bistum Essen II/1999, S. 42