Johann Sebastian Bach: Osteroratorium

Johann Sebastian Bach

Osteroratorium

Kommt, eilet und laufet

BWV 249, 1725

Description

Critical new edition 2004, edited by Ulrich Leisinger: Carus 31.249; old edition, edited by Dieter Hellmann: Carus 31.249/50. Parody of the secula cantata "Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen" BWV 249a. Like the Ascension Oratorio BWV 11, Johann Sebastian Bach’s Easter Oratorio BWV 249 is entirely and unjustly overshadowed by his two great Passion settings and the Christmas Oratorio. It was given its first hearing on 1 April 1725. Thereafter Bach performed the work for his Leipzig congregations on at least three Easter Sundays, touching up the composition each time. Our new edition is the first to reproduce the musical text of the fair autographe score dating from the late 1730s – the text that Bach regarded as the repertoire version.

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full score

31.249/00
104 pages, 23 x 32 cm, paperback
EUR49,00 / copies
available

vocal score

31.249/03
52 pages, 19 x 27 cm, paperback
EUR13,95 / copies
available

choral score

31.249/05
8 pages, DIN A4, without cover
EUR3,40 / copies
available
Available from 20 copies
from 20 copies 3,40 EUR
from 40 copies 3,06 EUR
from 60 copies 2,72 EUR

study score

31.249/07
104 pages, DIN A5, paperback
EUR21,20 / copies
available

set of parts, complete orchestral parts

31.249/19
23 x 32 cm, without cover
EUR135,00 / copies
available
  • consisting of
    1 x set of parts, harmony parts, 2 x 2 recorders, 4 x 3 trumpets and timpani, 1 x flute, 1 x oboe 1, 1 x oboe 2 (31.249/09)
    each: 34,00 €
    5 x individual part, violin 1 (31.249/11)
    each: 5,80 €
    5 x individual part, violin 2 (31.249/12)
    each: 5,80 €
    4 x individual part, viola (31.249/13)
    each: 5,80 €
    4 x individual part, basso continuo (31.249/14)
    each: 5,80 €
    1 x individual part, organ (31.249/49)
    each: 20,00 €

individual part, organ

31.249/49
28 pages, DIN A4, paperback
EUR20,00 / copies
available

Product information

Editor

Ulrich Leisinger Personal details

Composer

Johann Sebastian Bach Personal details

Reviews

Johann Sebastian Bach: Osteroratorium

Auch die Stuttgarter Bach‑Ausgaben des Carus-Verlag erfuhren eine Erweiterung: Das Osteroratorium von J.S. Bach steht (wie auch das Himmelfahrtsoratorium) im Schatten der großen Passionen und des Weihnachtsoratoriums. Es ist kaum umfangreicher als eine der Kantaten, die Bezeichnung als Oratorium rechtfertigt aber das Auftreten biblischer Personen (Petrus, Johannes, Maria Jacobi und Maria Magdalena) als Träger der Handlung, die sich an das Evangelium nach Lukas 24,1‑13, anlehnt: Der Textdichter berichtet, wie Petrus (Tenor) und Johannes (Bass) zum Grab eilen, wo ihnen die Frauen begegnen, die den Leichnam Jesu salben wollen. Ein Engel hat ihnen aber bereits von der Auferstehung Jesu berichtet, nur sein Schweißtuch erinnert noch an sein irdisches Dasein. In typisch barocker Metaphorik schöpft Petrus aus dem Schweißtuch die Hoffnung, dass auch sein Tod nur ein Schlaf sein werde, aus dem er zum ewigen Leben erweckt werden wird, während die Frauen, vor allem Maria Magdalena (Alt), in Anspielung auf das Hohelied die Sehnsucht nach Jesus aussprechen. Es ist Johannes, der die Überzeugung, dass Jesus lebt, zum Ausdruck bringt und damit zum Schlusschor, dem einzigen Chorsatz des Werkes, und zum Lobpreis Gottes überleitet. Für die Chorpraxis wäre das Werk wohl eher uninteressant, im Anhang ist aber glücklicherweise auch eine Alternativfassung zum Eingangsduett von 1725 für Chor und Orchester aus einer späteren Fassung (ca. 1746) beigegeben.

Wilfried Rombach
Quelle: Kirchenmusikalische Mitteilungen  10/2004 

 

Johann Sebastian Bach: Osteroratorium

(sl) Bachs Osteroratorium erlaubt mehrere Aufführungsvarianten. In der Erstfassung werden 10 der 11 Nummern von den Solisten bestritten, dem Chor kommt lediglich ein repräsentativer zweiteiliger Schlusschor zu, der es zwar technisch in sich hat, das Lernpensum ist aber überschaubar. In der Spätfassung überträgt Bach auch den ersten Vokalsatz dem Chor ‑ ein lohnenswertes 40-Minuten‑Stück, vergleichbar seinen großen Leipziger Kantaten, das neben Weihnachtsoratorium und den großen Passionen leider ein unverdientes Schattendasein führt.

Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik  6/2004