Mozart: Requiem (Bernius)

Wolfgang Amadeus Mozart

Requiem

(Beyer version)

KV 626, 1791

Description

Frieder Bernius offers an interpretation at the highest artistic level of Mozart’s final work. He recorded the 1981 version of the Requiem by Franz Beyer, in which the additions by Franz Xaver Süssmayr are left largely intact. However, the instrumentation of the final movements has been improved.
The present recording has won international acclaim at the highest level in the form of the Diapason d’Or as the best choral recording of the year 2003.
“One hears many things as if for the first time. On top of everything, the sound quality of the live recording made in the Stuttgarter Liederhalle is fantastic.”


Awarded the Diapason d'Or

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Compact Disc

83.207/00
12,5 x 14 cm, CD in jewel case
EUR19,90 / copies
available

Product information

Conductor

Frieder Bernius Personal details

Ensemble

Barockorchester Stuttgart Personal details
Kammerchor Stuttgart Personal details

Soloist - soprano

Vasiljka Jezovsek Personal details

Soloist - alto

Claudia Schubert Personal details

Soloist - tenor

Marcus Ullmann Personal details

Soloist - bass

Michael Volle Personal details

Arranger

Franz Beyer Personal details

Composer

Wolfgang Amadeus Mozart Personal details

Reviews

 

Im Kleide des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts

Es ist populär wie eh und je: W.A. Mozarts Requiem. Die große unvollendete und sagenumwobene Totenmesse des Wiener Meisters zählt zweifelsohne zu den bedeutendsten Werken der Chorliteratur und das trotz oder vielleicht auch wegen der theatralisch ausgestatteten Sequenz vom göttlichen Zorn und den Ereignissen am Tag des jüngsten Gerichtes im Zentrum des Werkes. Dieses „Dies irae“ (Tag des Zorns) war inzwischen sogar der katholischer, Kirche ein Dorn im Auge und ist mittlerweile aus der Liturgie verbannt worden - ein Umstand, der leider wenig bekannt ist. Dennoch zählt Mozarts Vertonung dieser Furcht einflößenden mittelalterlichen Dichtung zu seinen eindrücklichsten Hinterlassenschaften, obwohl der Komponist nur die Vokalstimmen dieses Abschnittes vollendet hat, die Instrumentierungen sind das Werk seines Schülers Franz Xaver Süßmayr. Vor allem dieser Sachverhalt ist denn auch Anlass für verschiedene Interpretationen des Mozartschen Requiems, von denen das Barockorchester und der Kammerchor Stuttgart unter der Leitung von Frieder Bernius eine neue vorlegen. Mit technischer und stimmlicher Brillianz bieten die schwäbischen Künstler eine vorzügliche künstlerische Leistung, die vor allem durch Transparenz in den polyphonen Abschnitten besticht. […]
Auf jeden Fall bietet Frieder Bernius mit seinen hervorragenden Musikern ein interessantes und durchweg hörenswertes Requiem auf höchstem künstlerischen Niveau!

Quelle: Cantate 1/2001, S. 40

 

Von innen erschlossen

So alt wie Mozarts Requiem ist auch die Frage seiner Authentizität: Hat Mozarts Schüler Süßmayr für das unvollendet gebliebene Werk nun wirklich Sanctus, Benedictus, Communio und das Agnus Dei „völlig neu“ dazukomponiert, oder gab es doch schon mozartsche Skizzen dafür? Sicher ist jedenfalls, dass Süßmayrs Instrumentation auch jener Teile, für die es mit Sicherheit schon Vorlagen gab, nicht immer besonders mozartisch geraten ist. Dieser Umstand hat schon vor fast dreißig Jahren Franz Beyer dazu veranlasst, die süßmayrsche Instrumentation zu revidieren, so hat er beispielsweise den Tonsatz des Dies Irae mit seinen etwas Effekt heischend klingenden Pauken und Trompeten beträchtlich verschlankt.
Dies wäre aber allein noch kein Grund, sich eine weitere Aufnahme des Requiems zuzulegen. Wohl aber die Neueinspielung der beyerschen Fassung mit dem Stuttgarter Kammerchor und dem Barockorchester Stuttgart, die der Dirigent Frieder Bernius nun vorgelegt hat. Sicher gibt es Aufnahmen des Requiems, die mächtiger und üppiger klingen. Aber kaum eine, die feiner gezeichnet ist und mehr Nuancen aufweist.
Bernius ist nicht an Äußerlichkeiten interessiert: Er erschließt die Musik von innen heraus, aus ihrer Polyphonie, aus der Textdeklamation und vor allem aus dem Klang. Auch wer meint, das Requiem schon gut zu kennen, sollte sich doch einmal diese CD anhören. Man hört hier vieles wie zum ersten mal. Die Klangqualität der Live-Aufnahme aus der Stuttgarter Liederhalle ist obendrein fantastisch.

Quelle: Stuttgarter Zeitung