Giuseppe Verdi: Ave Maria

Giuseppe Verdi

Ave Maria

Volgarizzata da Dante

1880

Description

The Ave Maria is suited for performance in a smaller setting. Instead of the Latin text Verdi set the Italian version, which during his lifetime was still ascribed to Dante. The Carus edition makes this work accessible in its original form.

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40.795/00
8 pages, DIN A4, paperback
EUR5,50 / copies
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40.795/03
4 pages, 19 x 27 cm, paperback
EUR2,80 / copies
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set of parts, complete orchestral parts

40.795/19
23 x 32 cm, without cover
EUR19,00 / copies
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  • consisting of
    5 x individual part, violin 1 (40.795/11)
    each: 1,40 €
    4 x individual part, violin 2 (40.795/12)
    each: 1,40 €
    3 x individual part, viola (40.795/13)
    each: 1,40 €
    4 x individual part, violoncello/double bass (40.795/14)
    each: 1,40 €

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Reviews

Giuseppe Verdi: Ave Maria

(rk) Das Vorwort des Herausgebers beschreibt eindrücklich den Stellenwert dieser innig-schlichten Komposition, die in Zusammenhang mit dem Pater Noster Ende der 1870er Jahre entstand. Die textliche Grundlage ist italienisiert und entstammt einem als „Credo di Dante“ bekannt gewordenen langen Gedicht mit in die Volkssprache übersetzten Glaubenstexten und Gebeten, das wohl nicht von Dante stammt. Die Grunddynamik pp wird verständlicher, wenn man die Besetzung der Uraufführung kennt: 24-20-16-16 (letztere wohl geteilt).
Sollte die Sängerin auch in der Höhe über ein betörendes piano verfügen und Verdische Bögen gestalten können - der Zauber marianischer Frömmigkeit würde auch verstockteste „Protestanten“ erreichen, wenn dieses Stück in evangelischem Kontext erklänge.

Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik  2/2005

GiuseppeVerdi: Ave Maria 1880 (Volgarizzata da Dante)

Wer glaubt, Verdi hätte hier ein Ave Maria für Kleinstbesetzung geschrieben, täuscht sich. 24 erste Geigen, 20 zweite Geigen, 16 Bratschen und 16 Celli waren bei der Urauführung für eine Wohltätigkeitsveranstaltung in der Mailänder Scala im Einsatz! Die Cellisten in der zweiten Stimme müssen die C-Saite einen Halbton tiefer stimmen, ein weiteres Kuriosum. Der bei Ricordi erschienene Erstdruck von 1880 gab das Werk lediglich als Klavierauszug wieder, und in dieser reduzierten Form wurde es seither auch meist zur Aufführung gebracht. Nicht zuletzt diesem Umstand ist es zuzuschreiben, dass Verdis Ave im Laufe des 20. Jahrhunderts immer mehr in Vergessenheit geriet. Das Werk wurde übrigens zusammen mit einem „O padre nostros“ (ebenfalls ein Text von Dante) für sechsstimmigen Chor (mit der „bescheidenen“ Anzahl von 210 Chorsängerinnen und -sängern!) uraufgeführt. Beide Stücke gehören zusammen, werden heute jedoch aufgrund der unterschiedlichen Besetzung kaum im gleichen Konzert aufgeführt. Ave Maria lässt sich ohne Gewissensbisse auch mit 5 Streichern aufführen! Der Solosopran sollte eine fundierte Mittellage aufweisen und über eine Fähigkeit verfügen, große Atembogen in langsam schreitenden Bewegungen zu gestalten, von „sotto voce“ bis, zum dreifachen ppp!

Raphael Immoos
Quelle: Musik & Liturgie 2/2004

Das „Ave Maria“ eignet sich zum Musizieren im kleineren Rahmen. Anstelle des lateinischen Textes vertonte Verdi eine zu seinen Lebzeiten noch Dante zugeschriebene italienische Fassung des Textes. Die Carus-Ausgabe macht das Werk in seiner Originalgestalt zugänglich.

Bernhard Schmid
Quelle: Kirchenmusikalische Mitteilungen  10/2004

Dem kurzen, reizvollen „Ave Maria“ liegt nicht der lateinische Gebetstext sondern eine italienische Fassung zugrunde. Verdi verwendet die letzten Zeilen des „Credo di Dante“, einer Übertragung verschiedener Glaubenstexte aus dem 14. Jahrhundert, die aber wahrscheinlich nicht von Dante sondern von Antonio de‘ Beccari da Ferrara stammt. In unmittelbarer Nähe zum „ Pater noster“ für Chor komponiert wurde das Werk am 18. April 1880 bei einem Wohltätigkeitskonzert in der Mailänder Scala uraufgeführt.
Das Stück beginnt mit einem Streichervorspiel, con sordino, wobei einige CeIIi die tiefste Saite auf H umstimmen müssen. In zurückhaltendem Duktus, die Dynamik schwankt zwischen „ppp“ und maximal „p“ wird das Lob Mariens gesungen. Die Dynamik relativiert sich etwas, nimmt man die Besetzung der Uraufführung zur Hand: 24 Vl.1 ; 20 Vl.2; 16 VIa; 16 Vc.. Aber auch in einer kleineren Besetzung verdient das Stück, aufgeführt zu werden.
Von der Sopranistin wird erwartet, dass sie auch in der hohen Lage fähig ist, leise zu singen, so wird der Spitzenton im „pp dolcissimo“ verlangt.
Die Ausgabe ist in der bewährten Carus-Druckqualität, übersichtlich und fehlerfrei. Ein Vorwort gibt Auskunft über Entstehung und analytische Gedanken.

Sven Dierke
Quelle: Musik im Bistum Essen II/03 – I/04, S.74