Pisendel: Concerti con varii strumenti. Dresdner Konzerte (FBO)

Description

“ … An interpretative bull’s eye.” “The fanciful concertos of Pisendel receive here, in terms of quality, a very outstanding performance.”

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Compact Disc

83.301/00
12,5 x 14 cm, CD in jewel case
EUR19,90 / copies
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Product information

Content

7 Works Show

Conductor

Gottfried von der Goltz Personal details

Ensemble

Freiburger Barockorchester Personal details

Soloist - violin

Gottfried von der Goltz Personal details
Petra Müllejans Personal details

Reviews

Galante Eleganz

Seit Reinhard Goebels preisgekrönter CD mit den Dresdner Orchesterwerken Johann David Heinichens tritt die Elbmetropole mit ihren höfischen Konzertmusik auch im Bewusstsein des Musikhörers langsam aus dem Schatten der Rivalin Leipzig. Gewiss, einen Bach hat sie nicht zu bieten. Aber der Thomaskantor Bach hat nicht ohne Grund als Hofkompositeur auch in der sächsischen Residenzstadt Fuß zu fassen versucht, wo neben Heinichen noch Pisendel, Zelenka und später Hasse wirkten. Pisendel war es, der als bedeutendster deutscher Violinvirtuose seiner Zeit und Konzertmeister bis zu seinem Tod für die Qualität des viel gerühmten Dresdner Orchesters einstand, das noch ein Jean-Jacques Rousseau 1768 in seinem „Dictionnaire de musique“ als das beste in ganz Europa bezeichnen sollte. Von Pisendels kompositorischem Schaffen sind noch keine zwanzig Werke überliefert, sodass die vorliegende CD des Freiburger Barockorchesters mit ihren insgesamt sieben Instrumentalwerken als ein repräsentativer Querschnitt seines Könnens wie des Könnens seines Orchesters gelten darf. Traditionellere Violinkonzerte der Vivaldischen Form stellen hier neben förmlichen Orchesterkonzerten, in denen alle Instrumente am konzertierenden Geschehen beteiligt sind. Das reicht von der Gravitas eines konventionelleren Kirchenstücks wie dem g-Moll-Concerto über die galante Eleganz einer französischen Tanzsuite bis zu den vollstimmigen Concerti aus Pisendels letzter Lebenszeit, in denen – so Wolfgang Horn – „das recht klar umrissene Rollenspiel des Solokonzerts in der Idee eines allumfassenden Konzertierens aufgeht“. […]
Die Freiburger, die seit der Trennung von Thomas Hengelbrock ein neues Selbstbewusstsein gewonnen haben, musizieren die Sätze und Konzerte mit Spielfreude, Virtuosität und jenem interpretatorischen Entdeckerstolz, den Goebels „Musica Antiqua Köln“ oder „Concerto Köln“ in vergleichbaren Einspielungen seit längerem an den Tag legen. Die neue CD jedenfalls ist ein interpretatorischer Volltreffer.

Uwe Schweikert
Quelle: Neue Musikzeitung 10/1999

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