Graupner: Weihnachtschoräle

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Duration: 12 min

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conducteur

40.454/00
40 Pages, DIN A4, livre de poche
EUR12,50 / Ex.
disponible

partition de chœur

40.454/05
8 Pages, DIN A4, sans couverture
EUR3,60 / Ex.
disponible
Disponible à partir de 20 Exemplar
A partir 20 Exemplar 3,60 EUR
A partir 40 Exemplar 3,24 EUR
A partir 60 Exemplar 2,88 EUR

jeu de parties séparées, matériel d'orchestre complet

40.454/19
23 x 32 cm, sans couverture
EUR60,00 / Ex.
disponible
  • Contient
    1 x conducteur (40.454/00)
    par: 12,50 €
    4 x partie isolée, violon 1 (40.454/11)
    par: 4,00 €
    4 x partie isolée, violon 2 (40.454/12)
    par: 4,00 €
    3 x partie isolée, alto (40.454/13)
    par: 4,00 €
    4 x partie isolée, violoncelle/contrebasse (40.454/14)
    par: 4,00 €

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Advents- und Weihnachtschoräle

Das Jahr 1983 brachte u. a.  auch den 300. Geburtstag des Darmstädter Hofkapellmeisters Christoph Graupner, der gewiss einer der überdurchschnittlichen Komponisten seiner Zeit war. Seine Kantate zum ersten Advent (2) ist in den einzelnen Sätzen mit Concerto (französische Ouvertüre), Arie, Rezitativ, Choral und Duett formal abwechslungsreich gestaltet, sein Sinn für figurenmäßige Symbolik ist nicht zu verkennen. Die Advents- und Weihnachtschoräle (3), entweder mit Streichern oder einem Melodieinstrument und Orgel als Begleitung des Chores, bieten sich auch für einfache chorische Verhältnisse an, aber auch allgemein zu Alternatim-Singer mit der Gemeinde. Dieses Heft insbesondere ist eine wertvolle Bereicherung der Chorliteratur und sei auch den vielen „weltlichen“ Chorvereinigungen zur Erweiterung des Weihnachtsrepertoires empfohlen. Das Magnificat von 1722 (4), dem Jahr, in dem er das Thomaskantorat ausschlug, hat in den neun Sätzen wechselnde Besetzung.  Wenn auch die Figuren innerhalb je eines Satzes stereotyp wirken können, ist der Klangsinn Graupners und die Anlage mit Finalwirkung deutlich. Die Bußkantate „Aus der Tiefen rufen wir“ (5) verzichtet nicht auf die Wirkung der Blechbläser. SolosteIlen sind in die Chorpartien eingeflochten, und der Wechsel von Rezitativen, Soli und Chor ist überzeugend. Graupner war ein Musiker, der sein Handwerk verstand; er arbeitet solide und ist gelegentlich auch originell. Es ist nach dieser Kostprobe verständlich, dass man ihn 1722 als Thomaskantor haben wollte. Die Welt wäre zwar um wesentliche Werke Bachs ärmer, aber die Thomaner hätten es leichter gehabt. Das Bach der bessere war, darf nicht verdecken, dass Graupner ein überdurchschnittlicher Musiker seiner Zeit war.

Gerhard Schuhmacher
Quelle: Musik und Kirche 6/84, S. 303