Bach: Mass in B minor (Bernius)

Johann Sebastian Bach

Messe en si mineur

BWV 232

Description

La Messe en si mineur de Bach fait partie de ses plus grandes et plus ambitieuses oeuvres. Les différents stades de la genèse de cette messe ont occupé le compositeur pendant plus de deux décennies : à commencer par le Sanctus (1724) puis la "Missa" de 1733, juqu’aux mouvements de l’ordinaire ajoutés à la fin de sa vie. L’oeuvre dessine ainsi, par la richesse des formes employées : arias, duos, choeurs concertants et fugués, l’essence du profond savoir-faire de Bach et de son style personnel. Le „plus grand chef d’oeuvre de tous les temps et de tous les peuples“ (selon Hans Georg Nägeli, son premier éditeur, en 1818) et une des oeuvres chorale-symphonique les plus exigeantes parmi toutes, est maintenant restituée dans un enregistrement magnifique, orienté vers les principes d’interprétation historique, par Frieder Bernius et le choeur de chambre de Stuttgart. Récompensé par le Gramophone - Editor's Choice

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disque compact, 2 Ex.

83.211/00
12,5 x 14 cm, CD, digipac
EUR29,90 / Ex.
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Informations produit

chef d'orchestre

Frieder Bernius Plus d'information sur la personne

ensemble

Barockorchester Stuttgart Plus d'information sur la personne
Kammerchor Stuttgart Plus d'information sur la personne

solist - soprano

Mechthild Bach Plus d'information sur la personne

solist - alto

Daniel Taylor Plus d'information sur la personne

solist - ténor

Marcus Ullmann Plus d'information sur la personne

solist - basse

Raimund Nolte Plus d'information sur la personne

compositeur

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Critiques

 

Schlicht und andachtsvoll mit plötzlichen Zügen von Exaltiertheit: so könnte man vereinfachend den Eindruck zusammenfassen, den diese Einspielung der h-Moll-Messe durch Frieder Bernius vermittelt. Dieser große Chorleiter, dessen Nähe zu Bach offenkundig ist (seine Einspielung der Motetten beherrscht die Diskographie), hat lange gewartet, bevor er die Einspielung des ökumenischen Hauptwerks des Kantors in Angriff nahm. Ablehnung von Effekthascherei, lutherische Strenge, sparsamer jedoch fühlbarer Ausdruck von Emotionen: Bernius möchte uns nicht durch ein Monument einschüchtern, im Gegenteil, er sucht hinter den Chören (Gloria und Credo besonders zurückhaltend) und im Verlauf der Arien (alle sehr feinsinnig wiedergegeben) eine Menschlichkeit und Spiritualität möglichst nahe an Christi Botschaft ebenso wie an aufrichtigen und demütigen Gläubigen. Darum wirkt die kraftvolle Freude des Resurrexit und der beiden Osanna umso herausstechender. Diese Subtilität könnte diejenigen stören, die beeindruckt werden wollen (ob sie nun Klemperer, Gardiner oder Harnoncourt hören) oder nur in ihrer Seele bewegt werden wollen (diesen lägen Leonhardt oder Brüggen eher), diejenigen jedoch, die eine h-Moll-Messe auf der Höhe des Menschen suchen, werden erfreut sein.

Quelle: Diapason

[...] Wer immer eine neue Aufnahme der Messe vorlegt, muss wissen, was er tut - hier gelten höchste Ansprüche und Maßstäbe. Voilà: Genau das Richtige für Frieder Bernius und seinen formidablen Kammerchor Stuttgart.
Bevor ein weiteres Wort gesagt ist: Eine klangschönere, virtuoser gedachte und in aller Fülle transparentere Aufnahme wird man auf dem satten Markt nicht leicht finden. Wenn nicht alles täuscht, schmiegt sich der Anspruch von Frieder Bernius jenem Bachschen Gedanken eng verfugt an: Ein Künstler zieht die Summe jahrzehntelanger Arbeit.
[...]
Man darf also, man muss sogar mit geschärftem Ohr hören, denn anderes würde der Sache nicht gerecht. Und dies ist das Tableau: Vier ausgesuchte Solisten, die nach Art und Ausprägung ihrer stimmlich-musikalischen Individualität für gemeinschaftliche Leistungen prädestiniert sind; 28 Choristen von virtuoser Stimmbeherrschung, selbstverständlich allesamt handverlesen; dazu ein vorzüglich besetztes Barockorchester, das dem Kammerchor ebenbürtig agiert (was wahrhaftig etwas heißen will) - schließlich die Akribie des tüftelnden Aufnahmekünstlers Bernius in der heil'gen Halle der geliebten Kirche in Gönningen. Alle Voraussetzungen stimmen.

Quelle: ndrkultur.de, 18.12.06

 

[...] Die h-Moll-Messe gilt trotz ihrer ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte als musikalisches Vermächtnis. In genialer Weise gelingt es Bach, Sätze von ganz unterschiedlicher stilistischer Grundsubstanz nebeneinander zu stellen, ohne jemals die Geschlossenheit des Ganzen zu gefährden. [...] Nicht nur Bach, auch Frieder Bernius, sein Kammerchor und das Barockorchester Stuttgart ziehen mit dieser Einspielung die Summe jahrzehntelanger Arbeit. Und das Ergebnis kann sich hören lassen. [...] Die Aufnahme erfreut durch einen außerordentlich homogenen Chorklang und ein mit Akribie musizierendes Barockorchester. [...] Frieder Bernius teilt seine 28 Choristen und sein auf historischen Instrumenten spielendes Orchester und lässt es jubeln mit schlankem Ton, deutlichem Akzent und rhythmischer Perfektion.

Kerstin Herfricht
Quelle: hr2, CD-Tipp für „Klassik-Zeit“, 18.12.06

 

This musical setting of the Latin Mass by Johann Sebastian Bach is one of the greatest and most popular musical works ever written. […] This fine recording by Frieder Bernius with the Kammerchor Stuttgart and the Barockorchester Stuttgart, which is admirably based on the principles of historical performance practice, brings out all the musical details and the grand scale of Bach's awesome creation. […]

Quelle: new-classics.co.uk, 21.12.06

 

[...] Da ist zunächst einmal die Wahl, der Tempi, die von Anfang bis Ende ungemein durchdacht, durchgehört und empfunden sind. - bis hin zu dem eigenartigen Moment des „Et ressurexit", das deshalb so unglaublich schnell genommen scheint, weil der Vorgang selbst, von dem hier die Rede ist, ja auch etwas „unglaubliches" ist. Restlos begeisterte mich auch die Gestaltung der heiklen Übergänge: Was sonst gern als Sollbruchstelle empfunden wird - die Einsätze des „Et in terra" im Gloria etwa oder des „Expecto" im Credo -, das ist hier mit Bedacht (nicht: bedächtig!) und beispielhafter Behutsamkeit, unter Verzicht auf jedes pseudo-exegetische Geschmachte, realisiert worden. Wie weit das gehen kann, zeigt schließlich das Agnus Dei, durch das ohne die geringste Neigung zum Verschleppen der schmerzlich-schwerfällige Gang zur Schädelstätte den Takt vorgibt. [...]

Quelle: klassik-heute.de, 01/2007

 

[...] Die in diesem trockenen Klang entstehende Transparenz der einzelnen Stimmen verleiht der Musik eine kühle Atmosphäre, die [...] sich wunderbar in die kalvinistisch-protestantische Kirchenatmosphäre fügt. [...]

Thomas Richter
klassik.com, 07.02.2007