Franz von Suppè: Missa pro defunctis

Franz von Suppè

Missa pro defunctis

Requiem

1855

Description

Franz von Suppè n'écrivit pas son "Requiem" comme plainte humaine ou panthéiste des morts, mais comme oeuvre de confession ouvertement chrétienne-catholique. Qu'il ait réussi à écrire un Requiem conforme au cadre théologico-liturgique, sans pour autant abandonner sa volonté de composer une oeuvre personnelle, en fait une oeuvre - jusqu'à présent inconnue - d'importance.

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  • Contient
    1 x jeu de parties séparées, parties pour orchestre d'harmonie, 1 x basson 1, 1 x basson 2, 1 x batterie, 1 x clarinette 1, 1 x clarinette 2, 1 x cor 1, 1 x cor 2, 1 x cor 3, 1 x cor 4, 1 x flûte traversière 1, 1 x flûte traversière 2, 1 x hautbois 1, 1 x hautbois 2, 1 x timbales, 1 x trombone 1, 1 x trombone 2, 1 x trombone 3, 1 x trompette 1, 1 x trompette 2 (40.085/09)
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    9 x partie isolée, violon 1 (40.085/11)
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compositeur

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Critiques

Franz von Suppè, Missa Pro Defunctis

„Seine unglaubliche Gewandtheit in weltlichen Dingen verdankt er eigentlich seinen geistlichen Kompositionen. Er hatte etwas gelernt!“. So formulierte kein geringerer als Johannes Brahms 1895 seinen Nachruf auf den Tod des „Schöpfers der deutschen Operette“ Franz von Suppè. Der 1819 in Split Kroatien geborene ist in seiner Jugend wie so manch andere Größe des Musiktheaters interpretatorisch wie schöpferisch in die Kirchenmusik seines österreich-ungarischen Heimatlandes eingebunden. Überhaupt galt: seine Liebe anfangs ausschließlich der „ernsten“ Musik. Für die Kirche schrieb er Messen und einen groß angelegten Psalm. Das vorliegende Requiem aber schuf Suppè erst 1855 zum Tode seines großen Gönners und Lehrers Franz Pokorny, des Leiters des Theaters an der Wien. Suppè führte in der autographen Partitur peinlichst genau Buch über die Aufführungen dieses seines Requiems bei den Totenfeiern verdienstvoller Wiener Bürger. Gewidmet aber hat er sein Werk „Seiner Heiligkeit, Papst Pius IX“. Das Requiem Suppès ist also keine Talentprobe eines jungen Musikers, keine reine Zufalls-Gelegenheits-Komposition am Rande eines völlig anders gearteten Gesamtschaffens, sondern ein von seinem Schöpfer ernst genommener Beitrag zur katholischen Liturgie. Und wenn man die Partitur durchsieht, dann kann man den Könner der Orchesterbehandlung, den Wisser gut klingender Vokallinien und den Beherrscher polyphoner Kompositionstechniken leicht erkennen: Großartig seine Chorfugen, wirkungsvoll seine Chorblöcke und farbenreich seine melodische Erfindung. Dieses Werk verdient neben die anerkannten und berühmten Requiem-Vertonungen der Musikgeschichte gestellt zu werden. Dem Verlag ist für die opulente Ausgabe, die auch das gesamte Aufführungsmaterial bereitstellt, nicht genug zu danken.

Eberhard Kraus
Quelle: Musica Sacra 6/1996, S. 429/430

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