Rheinberger: Vom Goldenen Horn. Secular choral music

Description

Au centre de ce nouveau CD de musique profane pour choeur de Rheinberger se trouve le cycle „Vom Goldenen Horn“, un „Singspiel turc“ d’après des textes du chanteur folklorique et imrpovisateur Assim Agha Gül-hanendé, dans lesquels l“action“– l’histoire d’amour entre Assim et Assaïdy – n’est que suggérée. Rheinberger renonce aux „orientalismes“, et se dédie entièrement à la traduction musicale de l’histoire d’amour, en composant une musique qui „conserve la tendresse originelle du poème“ (Theodor Kroyer). Bien que les lieder soient reliés par une certaine unité thématique, les deux autres oeuvres pour choeur a-cappella enregistrées ne constituent pas, contrairement à „Vom Goldenen Horn“, des cycles dans le sens stricte du terme. Dans „Liebesgarten“ („Jardin d’amour“), les représentations de la nature entrainent des réflexions sur l’amour, dans toutes ses nuances ; dans „In Sturm und Frieden“ („Dans la tempête et dans la paix“ ), le titre peut être compris littéralement ou comme métaphore de la vie humaine. Les tois cycles enregistrés donnent une impression caractéristique des thèmes et de la richesse musicale de ce genre. Les chants profanes de Rheinberger sont des oeuvres exigeantes, aux changements harmoniques denses et à l’univers sonore recherché. Ces défis sont relevés de façon souveraine par l’ensemble vocal de Freiburg sous la direction de Wolfgang Schäfer.

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disque compact

83.177/00
12,5 x 14 cm, CD dans un écrin
EUR19,90 / Ex.
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Contenu

14 Œuvre Afficher

chef d'orchestre

Wolfgang Schäfer Plus d'information sur la personne

ensemble

Freiburger Vokalensemble Plus d'information sur la personne

solist - soprano

Silke Schwarz Plus d'information sur la personne

solist - alto

Christine Müller Plus d'information sur la personne

solist - ténor

Hans Jörg Mammel Plus d'information sur la personne

solist - basse

Markus Volpert Plus d'information sur la personne

solist - piano

Chia Chou Plus d'information sur la personne

Critiques

Das Vokalensemble kultiviert einen natürlichen Chorklang

„Vom Goldenen Horn“ steht am Beginn einer unlängst erschienenen verdienstvollen CD, mit der Wolfgang Schäfers Freiburger Vokalensemble tief in den Raritätenfundus gegriffen hat: Die meisten Werke der Scheibe sind Ersteinspielungen. Das Liederspiel und die beiden A-cappella-Kollektionen „Liebesgarten“ op. 80 (von 1874) und „In Sturm und Frieden“ op. 170 (von 1892) belegen, dass Rheinberger die Texte nicht aufbricht, sondern dass es ihm vielmehr darum geht, jeweils die Stimmung musikalisch zu versinnlichen. Satztechnisch ist diese Musik (ohne Fortschrittsambitionen) über jeden Zweifel erhaben, ja souverän - und sie klingt hervorragend. Die Klangwelt, bei der man bisweilen eine Nähe primär zu Brahms zu erkennen glaubt, ist durch und durch romantisch.
Leicht, luftig und dabei doch intensiv agiert das Vokalensemble, das einen natürlichen Chorklang pflegt. Anteil am sehr schönen Ergebnis haben beim „Goldenen Horn“ auch die Solisten, etwa Silke Schwarz (Sopran), Hans Jörg Mammel (Tenor) und Chia Chou (Klavier). Eine attraktive CD, mit der sich zudem ein Top-Chor in Erinnerung ruft, dessen Auftritte im Freiburger Konzertleben selten geworden sind.

Johannes Adam
Quelle: Badische Zeitung, Phono Magazin, 12.7.05

 

Rheinbergers Weltenharmonie

[ab] »Ihm war Natürlichkeit beim Musizieren oberstes Gesetz: Natürlichkeit der Stimmführung, der Formgebung, des Ausdrucks«, so berichtet Wilhelm Furtwängler über seinen Lehrer Josef Rheinberger. Dieses Konzept prädestinierte den Münchner Komponisten gewissermaßen zur Vertonung romantischer Dichtung, die vielfach in dasselbe Horn bläst.
Und so findet man in dem Türkischen Liederspiel »Vom Goldenen Horn« sowie den Chorliedersammlungen »Liebesgarten« und »In Sturm und Frieden«, die auf dieser CD vereint sind, denn auch sehr erfreuliche Beispiele dieser Interessengemeinschaft: schönste Einheit von Wort und Ton in so natürlich-schlichtem - dabei aber wahrlich nicht harmonisch unraffiniertem -Ausdruck, dass man sehr geneigt ist, sich zurückzulehnen, die Augen zu schließen und von grünen Wiesen und glücklichen Kühen unter den Wölkchen des blauweißen bayerischen Himmels zu träumen ... (Insofern sollte man die Aufnahme vielleicht nicht beim Autofahren hören!) Zu solcher Rundum-Harmonie trägt natürlich auch das Freiburger Vokalensemble bei, das diesem Impetus voll gerecht wird. Klanglich homogen, mit nicht sehr geraden, Romantik-geeigneten Sopranen und Altistinnen, einem wunderbar weich glänzenden Tenor und soliden, runden Bässen, überzeugt der Chor vor allem durch fein gestufte und sehr variable Dynamik und gute Artikulation bei gleichzeitig doch schönem Legato. So gelingen gerade die schwärmerischen Aufschwünge in Mendelssohns Chorliedern hervorragend.
Mit großer Emphase fügen sich in den musikalisch-emotionalen Rahmen auch die vier Solisten (die im »Goldenen Horn« die tragenden Rollen spielen) und Chia Chou am Pianoforte ein. Dennoch - Schäfer übertreibt es nicht. Wenn man bedenkt, dass Mendelssohn auch in Liedern wie »Gewitter« in einer relativ unaufgeregten, harmonischen Satzweise verbleibt (wenn auch hier in Moll), kann man nur loben, dass Schäfer sich dem Werk unterordnet und bei aller dynamisch-agogischen Beseeltheit doch immer im Bereich eben des Natürlichen bleibt.

Quelle: Cantate, Nov/Dez 2005, S.33

 

„Liebesgarten" - so nannte Josef Rheinberger seine Vertonung von fünf Gedichten des romantischen Malers und Dichters Robert Reinick, die 1874 entstand. Das Freiburger Vokalensemble unter der Leitung von Wolfgang Schäfer deklamiert und intoniert sie sehr klar und überzeugend. Und gerade bei diesem strophischen Lied über die Liebe, die wie ein Rosenstrauch sei, spürt man das große Engagement des 26-köpfigen Kammerchores. Die vom Dirigenten vermittelte Agogik und Dynamik wirkt nie aufgesetzt, sie entwickelt sich aus dem Duktus der Worte und wird der Musik gerecht. Wolfgang Schäfer wählt gemessene Tempi - alles andere wäre dem Charakter des eher phlegmatischakademischen Rheinberger auch nicht angemessen. [...]
Drei Chorliederzyklen von Josef Rheinberger hat das „Freiburger Vokalensemble" für diese CD aufgenommen. „Sturm und Frieden" heißt die 1892 erschienene zweite Sammlung mit Vertonungen von Gedichten des heute völlig vergessenen Theologen Julius Sturm aus Köstritz. Und auch bei diesen acht Chören überzeugen mich wieder die belebten Sätze am meisten - sowohl von der Komposition als auch von der Interpretation. [...]
Die CD ist beim Carus-Verlag erschienen, der auch die Gesamtausgabe der Kompositionen Rheinbergers betreut - eine Mammutaufgabe, denn er hat ein umfangreiches Werkverzeichnis hinterlassen - Rheinberger schrieb zwanzig mehrsätzige Orgelsonaten, zwei Konzerte für Orgel und Orchester, ein Klavierkonzert, zwei Sinfonien, Opern, Chormusik und Klavierwerke.

Quelle: WDR, Hörzeichen, 29.9.2005

 

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