Thomas Riegler: König David

Thomas Riegler

König David

Description

Alter: 6–13 Jahre
Dauer: 70 min
Lieder: 19, 1 Instrumentalstück

Besetzung:

  • Chor: 1-2stg
  • Soli
  • Sprecher*in: 1
  • Instrumente: Klavier/Keyboard, Flote, Sopransaxophon, 2 Trompeten, bass (oder Gitarre und Schlagzeug)

 

Inhalt

Das Kindermusical erzählt die Geschichte des alttestamentlichen Königs David. Der Kampf mit dem Riesen Goliat und der Ehebruch mit der schönen Batseba sind die beiden zentralen Szenen. Zunächst wird geschildert, wie Gott König Saul verwirft und ausgerechnet den unbedeutenden Hirtenjungen David zum neuen König auserwählt. Als das feindliche Philisterheer aufmarschiert, kommt es zum Kampf zwischen dem scheinbar unbesiegbaren Riesen Goliat und David. David tötet Goliat mit einer Steinschleuder, woraufhin die Philister fliehen. David wird vom Volk als König anerkannt und zieht tanzend mit der Bundeslade in Jerusalem ein.
Zufällig beobachtet David Batseba, die Frau seines Nachbarn, beim Baden. Er lässt sie zu sich bringen und begeht Ehebruch. Als Batseba schwanger wird, versucht er die Sache zu vertuschen, indem er ihren Mann umbringen lässt und Batseba zur Frau nimmt. Gott schickt den Propheten Nathan, um David für seinen Fehltritt zu bestrafen. Erst als David Reue zeigt, ist Gott gnädig und wendet die Strafe ab.

 

Musik und Text

Mit eingängigen Melodien und Arrangements mit Elementen aus Pop, Jazz und Klassik wird die Geschichte kindgemäß und spannend erzählt. Eingerahmt wird die Handlung am Anfang und am Ende von einem Lied, das die Geschichte zusammenfasst. David singt drei Solo-Lieder, die Vertonungen von Psalmtexten sind. Dabei imitiert das Klavier mit Arpeggien die Harfe. Ein Erzähler führt durch die Handlung.

 

Botschaft des Musicals

David eignet sich für die Kinder gut als Identifikationsfigur, weil er – obwohl er klein und schwach ist – mit Gottes Hilfe Goliat besiegt. Die Ehebruch-Szene verdeutlicht eine Kernbotschaft des christlichen Glaubens: Wir machen Fehler, aber wenn wir Reue zeigen, vergibt uns Gott.

 

Aufführung

Das Musical kann gekürzt werden, indem z. B. die Ehebruch-Szene weggelassen wird. Der Riese Goliat sollte von einem Erwachsenen gespielt werden. Die Mitwirkung einer Tanzgruppe könnte die Inszenierung bereichern. 

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conducteur

12.241/00
56 Pages, DIN A4, livre de poche
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partition de chœur

12.241/05
16 Pages, DIN A4, sans couverture
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jeu de parties séparées, parties différentes

12.241/09
36 Pages, 23 x 32 cm, sans couverture
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  • Contient
    2 x partie isolée, guitare/basse (12.241/11)
    par: 5,00 €
    1 x partie isolée, flûte traversière (12.241/21)
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    1 x partie isolée, saxophone (12.241/22)
    par: 3,70 €
    1 x partie isolée, trompette 1 (12.241/31)
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    1 x partie isolée, trompette 2 (12.241/32)
    par: 1,80 €

partie isolée, guitare/basse

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12 Pages, 23 x 32 cm, sans couverture
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partie isolée, flûte traversière

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partie isolée, saxophone

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8 Pages, 23 x 32 cm, sans couverture
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partie isolée, trompette 1

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4 Pages, 23 x 32 cm, sans couverture
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partie isolée, trompette 2

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4 Pages, 23 x 32 cm, sans couverture
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droits de représentation

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Critiques

König David, Kindermusical

Unerschütterlich vertraut David auf die Gnade Gottes. Das ist die Grundbotschaft des im Januar 2002 im Carus-Verlag erschienenen Kindermusicals „König David“ von Thomas Riegler. Als erstes begeistern mich die ausführlichen Regieanweisungen zu den Szenen, sowie ausführliche Listen aller notwendigen Requisiten (Kissen für schwangere Batseba), Personen (14 männliche Rollen; 3 weibliche, 5 neutrale) und Instrumente. Das ist gut durchdacht.
Als zweites begeistert mich die ausgeschriebene, jazzige Klavierbegleitung (oder Keyboard), leicht spielbar, klar gedruckt. 11 der 20 Lieder haben Querflöte und/oder Sopransaxophon dabei, 4 Lieder – die Kriegsgesänge der Philister – brauchen 2 Trompeten. Riegler will einen Bass mitlaufen lassen und stellt das Hinzufügen von Gitarre, Schlagzeug und Percussion frei. Eingangs- und Schlusslied sind identisch, der Chor mit Soloversen. Eher kurze Szene: Samuel mit seiner Kuh sucht den neuen König unter den zahllosen Söhnen Isais. Mit einem Sololied salbt er David. Bei Saul spielt jener zur Flöte und Klavier-Harfe den Psalm 23 (drei gleiche, melodische Strophen). Etwas länger die Goliath-Szene. Der Riese mit Bass-Solo, die Philister militärisch mit Trompeten, die Israeliten zitternd und zagend im vierstimmigen Sprechkanon und flehend zu Gott. Das geht dreimal, bis David ihn schließlich umhaut. Saul wird verspottet (gesungener Kanon). Die letzte Szene pikant: die badende Batseba singt ein orientalisches Solo in der Badewanne. Die Regieanweisung erklärt, wie man die Schauspielerin erotisch, aber gefahrlos in die Wanne rein und wieder rausbekommt, und wie sie dann mit David auf offener Bühne Ehebruch begeht. Welche meiner Jugendlichen (oder Kinder) werden diese Szene spielen wollen/dürfen?! Die Melodien sind einfach, aber charakteristisch, gehen ins Ohr und nur zweimal zum e1. David ist die eindeutige Hauptrolle in allen Szenen, singt vier Sololieder und tanzt vor der Bundeslade. Das Stück ist sehr gut getextet. Durchgehend flüssige Sprache, die Handlung spannend geführt. Wenn ich da noch in Kostüme und Requisiten investiere, ist der Erfolg garantiert.

Hans-Georg Stapff
Quelle: Musik und Message 4/2002, S. 29

Kindermusical von Thomas Riegler: König David

Geschichtsträchtig ist die Person König Davids, die Thomas Riegler in seinem peppigen Musical verarbeitet hat. In dem fast abendfüllenden Werk werden verschiedene Episoden aus dem Leben Davids dargestellt. Lobenswert ist die kurze pädagogische Hinführung im Vorwort, die zeigt, dass das Stück nicht nur die Geschichte bebildern will, sondern auch eine Absicht damit verbindet. Den pädagogischen Zeigefinger sucht man hier allerdings vergebens. Die für 1-2stimmigen Kinderchor und teilweise variable Besetzung geschriebene Musik ist flott und schwungvoll, der Text kindgemäß und witzig. Hilfreich sind die vielen kleinen Hinweise, die der Autor für szenische Details gibt und die Tatsache, dass einzelne Szenen auch getrennt. z.B. in Gottesdiensten aufgeführt werden können.
Fazit: unbedingt empfehlenswert!

Quelle: Cantate November-Dezember 2003

Thomas Riegler: König David

[mhe] Nach „Israel in Ägypten" vertont Riegler 2002 eine weitere alttestamentliche Kerngeschichte für 1-2-stimmigen Kinderchor, 11 Einzelrollen und 4 Rollengruppen. 20 Nummern füllen eine Aufführungsdauer von 70 Minuten. Querflöte, S-Sax, 2 Trompeten und Bass sind nicht allzu schwer und geschickt eingesetzt, so dass sie den Chor nie zudecken. Schon aus stilistischen Gründen empfiehlt es sich auch Schlagzeug, Percussion und Gitarre zum Klavier (Keyboard) zu besetzen. 5 Titel sind in lateinamerikanischen Rhythmen. Die Geschichte eignet sich dafür, immer wieder aufgeführt zu werden. Der Zugang für die Kinder ist mit dem an sich schwachen und kleinen David, der letztlich und vor allem mit Gottes Hilfe Bedeutung gewinnt, geebnet. Schön, dass die Geschichte nicht mit dem gewonnenen Kampf gegen Goliath endet, sondern wie der Titel verspricht, König David zum Ziel hat, die Versuchung mit Batseba bühnentechnisch umsetzt und mit dem reuigen David, dem Gott verzeiht, schließt. Mancher mag denken, David wäre zu gut davon gekommen, bzw. die Reichen können sich's leisten und kommen mit einem blauen Auge davon. Trotz jubelnder Samba nach Goliaths Tod strahlt Musik und Text die dem Stoff angemessene Erhabenheit aus. Der etwas komisch anmutende Muh-Kommentar der zum Opfer vorgesehenen Kuh oder die allzu realistische Darstellung der Bade- und Liebesszene Batsebas darf man überdenken. Dennoch sind die dramatischen Momente der Geschichte packend herausgearbeitet, das musikalische Material rationell und treffend eingesetzt. Einzelne Lieder wie der Psalm 23 und das Segenslied lassen sich gut auch unabhängig vom gesamten Musical im Gottesdienst verwenden. Gesamturteil: Empfehlenswert.

Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik  2/2005