Hasse: Sechs Triosonaten

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Partitur, mit drei Stimmen

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80 Seiten, DIN A4, kartoniert
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Wolfgang Horn zur Person

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Wolfgang Horn zur Person

Rezensionen

Johann A. Hasse: Sechs Triosonaten für 2 Flöten (VI.) und Basso continuo

Ob und wie viel der Flötenmeister Quantz es mit Hasses Triosonaten auch praktisch zu tun hatte, ist kaum zu sagen. Gekannt müsste er sie haben, sind doch er wie Hasse in der Zeit ihres Erscheinens (Erstausgabe 1738) Dresden verbunden gewesen. Die neben den Drucken auch handschriftliche Verbreitung der Stücke führte vielleicht auch deswegen gleich zu Verwechslungen, indem das zweite und sechste Trio auch Quantz, das vierte gar Händel zugeschrieben wurde, welchen Fehler Breitkopf im selben Katalog ad absurdum führt, weil er dasselbe Stück drei Seiten vorher Hasse zuordnet - wenn auch in F-Dur. Innerhalb von ca. 20 Jahren mehrfach nachgedruckt, waren die Trios zudem sicher in ganz Europa so verbreitet wie der Name des Komponisten. In den „Solfeggi“ von Quantz wird Hasse nur mit Duetten und Konzerten zitiert, die demnach hier Gegenstand des Studiums waren. Denkbar bleibt, dass er in dem einen oder anderen bis jetzt anonymen Zitat noch verborgen ist. In Neuausgaben lagen die Trios nur sporadisch vor, der nun vorliegende Band ist die erste „praktische Gesamtausgabe“ (mit ausgesetztem Generalbass von Wolfgang Horn). Wer einer Rechtfertigung hierfür bedürfte, lese die folgenden Sätze, mit denen der Herausgeber im Vorwort den ganzen Gehalt der Trios in ihrer Vielfalt trifft: „Was den Spieler, Hörer oder Betrachter der Werke unmittelbar ansprechen wird, ist der muntere bis melancholische, aber stets geistvolle und beseelte Grundton dieser Musik. In ihren besten Stücken herrscht eine Leichtigkeit, die sich nicht in Belanglosigkeit verliert ...Nicht das schwere barocke Pathos, sondern die Gelassenheit prägt Hasses Musik in der Heiterkeit wie in der Trauer.“ Besser kann man das kaum beschreiben. Horns Arbeit an der Herausgabe, Vorwort, Quellenbewertung, Anmerkungen und kritischer Bericht haben den Standard, der heute an eine wissenschaftlich fundierte und doch praktische Ausgabe gestellt zu werden pflegt. Der akribischen Wertung der Quellen kann noch hinzugefügt werden, dass die Trios tatsächlich schon 1741/42 von Leclerc im Katalog angezeigt sind, so dass eine Filiation vor der Quelle W1 wahrscheinlicher ist.

Nikolaus Delius
Quelle: TIBIA 2/93, S. 494f.

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