Giacomo Puccini: Messa di Gloria

Giacomo Puccini

Messa di Gloria

Messa a 4 voci con orchestra

SC 6

Beschreibung

Diese Ausgabe wurde durch die Neuausgabe 56.001/01 ersetzt. Einzelne Orchesterstimmen des alten Materials können zur Ergänzung auf Anfrage weiterhin geliefert werden.

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Partitur

40.645/00
248 Seiten , DIN A4, Leinenausgabe
EUR118,00 / St.
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Komplettes Orchestermaterial (kostengünstiger Setpreis)

40.645/19
DIN A4
EUR270,00 / St.
auf Anfrage
 
  • Bestehend aus
    1 x Piccolo-Flöte (40.645/21)
    je: 4,00 €
    1 x Flöte 1 (40.645/22)
    je: 5,50 €
    1 x Flöte 2 (40.645/23)
    je: 4,00 €
    1 x Oboe 1 (40.645/24)
    je: 5,50 €
    1 x Oboe 2 (40.645/25)
    je: 5,50 €
    1 x Klarinette 1 (40.645/26)
    je: 5,50 €
    1 x Klarinette 2 (40.645/27)
    je: 5,50 €
    1 x Fagott 1 (40.645/28)
    je: 5,50 €
    1 x Fagott 2 (40.645/29)
    je: 5,50 €
    1 x Horn 1 (40.645/31)
    je: 5,50 €
    1 x Horn 2 (40.645/32)
    je: 5,50 €
    2 x Horn 3 und 4 (40.645/33)
    je: 5,50 €
    1 x Trompete 1 (40.645/34)
    je: 4,00 €
    1 x Trompete 2 (40.645/35)
    je: 4,00 €
    1 x Posaune 1 (40.645/36)
    je: 4,00 €
    1 x Posaune 2 (40.645/37)
    je: 4,00 €
    1 x Posaune 3 (40.645/38)
    je: 4,00 €
    1 x Tuba (40.645/39)
    je: 4,00 €
    1 x Pauken (40.645/41)
    je: 4,00 €
    1 x Harfe (40.645/48)
    je: 3,00 €

Produktinformation

Herausgeber

Dieter Schickling zur Person

Klavierauszugbearbeiter

Paul Horn zur Person

Komponist

Giacomo Puccini zur Person

Rezensionen

Giacomo Puccini: Messa di Gloria

Giacomo Puccini (1858-1924), gefeierter und geliebter Opernkomponist, vollendete 1880 eine Messe, die unter dem Namen „Messa di Gloria“ bekannt wurde. Sie ist das umfangreichste Werk neben seinen Opern und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.
Puccini wuchs in einer Familientradition von Domorganisten und Städtischen Musikdirektoren in Lucca auf und erhielt von Jugend an eine kirchenmusikalische Ausbildung, deren Ertrag die Messe ist.
Später verwendete der Komponist Einzelsätze aus der Messe in seinen Opern Edgar und Manon Lescaut. Nach ihrer Uraufführung 1880 wurde das Werk erst 1952 - also fast 30 Jahre nach dem Tod des Komponisten - in Chicago wieder aufgeführt.
Das bisherige Aufführungsmaterial berücksichtigt eine zeitgenössische Abschrift, die nun erschienene Ausgabe beruht erstmalig auf Puccinis Originalpartitur. Der Herausgeber Dieter Schickling hat im Carus-Verlag eine wunderbar lesbare Ausgabe veröffentlicht, die wohl zum Standard für künftige Aufführungen werden wird. Ein umfangreicher Kritischer Bericht, ein Anhang mit der Alternativfassung des „Gratias agimus tibi“ und einzelne Facsimilia vervollständigen den glänzenden Eindruck dieses Bandes. In seinem instruktiven Vorwort schreibt Schickling völlig zu Recht: „Puccinis Messa steht zwar in der nicht unproblematischen Tradition der Sakralmusik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber sie wirkt bei genauer Lektüre ihres originalen Texts nicht wie etwas Überholtes, sondern in ihrer unbekümmerten Frische, in ihrer manchmal geradezu frechen Verschmelzung von traditionellem Handwerk und jugendlichem Sentiment wie die Verheißung des Kommenden.“ So ist die rund 45 Minuten dauernde Messvertonung (Besetzung: Soli: Tenor, Bariton, Chor SATB) eine dankbare und gut singbare Aufgabe für größere Chöre. Allerdings erfordert sie aufgrund ihrer großen und farbenreichen Instrumentalbesetzung erhebliche finanzielle Mittel. Doch lohnt der Einsatz, vielleicht ja auch eine Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, mit mehreren Chören an verschiedenen Orten!

Antje Wissemann
Quelle: Musik und Kirche Nov. 2004

 

Giacomo Puccini: Messa a 4 voci con orchestra

(Sl) Puccini ist heutzutage ausschließlich als Opernkomponist bekannt, ja populär. Seine kirchenmusikalische Vergangenheit kennt kaum jemand, außer ‑ ja, außer diesem Werk, das man gemeinhin unter dem Titel „Messa di Gloria“ kennt, und das Puccini als 22jähriger schrieb ‑ schon damals mit großem Erfolg übrigens. Es ist quasi sein Gesellenstück und gleichzeitig sein umfangreichstes Kirchenmusikwerk geworden. Dass der bekannte Titel dabei nicht authentisch ist, erfährt man aus dem Vorwort. Die vorliegende Ausgabe stützt sich zum ersten Mal konsequent auf Puccinis originale Partitur. Das führt zu einigen erheblichen Abweichungen gegenüber dem bisher gewohnten Notentext, die man dem beigefügten ausführlichen kritischen Bericht entnehmen kann. Das Werk erscheint in der für Carus üblichen Qualität hinsichtlich Notensatz und wissenschaftlicher Aufbereitung.

Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik  6/2004

 

Giacomo Puccini: Messa a 4 voci con orchestra

Carus legt hiermit die erste Kritische Ausgabe von Puccinis einziger Messe als Revision der bisher vorläufigen Carus‑Ausgabe vor. Aufgrund des Vergleiches mit der autographen Partitur konnten zahlreiche tradierte Fehler korrigiert werden. Berücksichtigt wurden weiterhin Puccinis Instrumentationsergänzungen im Benedictus und seine Neubearbeitung der Tenorarie „Gratias agimus“ aus dem Gloria, die beide im Jahre 1893 erfolgten.

Bernhard Schmid
Quelle: Kirchenmusikalische Mitteilungen  10/2004

 

In der Reihe seiner vorzüglichen, wissenschaftlich betreuten Veröffentlichungen geistlicher Vokalmusik legt der Carus-Verlag nun die einzige Messe Puccinis in einer Ausgabe vor, die den Vorgaben für die Praxis musikalischer Aufführungen ebenso exemplarisch gerecht wird wie den Anforderungen an editorische Klarheit und Transparenz. Dieter Schickling, als Verfasser einer Puccini-Biografie (1989) und eines Puccini-Werkverzeichnisses (2003) einer der besten Kenner der Materie, hat sie herausgegeben und mit einem ausführlichen Vorwort sowie mit einem erschöpfenden kritischen Bericht versehen. Daraus geht hervor, dass Puccinis 1880 uraufgeführtes Jugendwerk, das seiner späteren erfolgreichen Karriere als Opernkomponist vorangeht und das man als Abschluss seiner kirchenmusikalischen Ausbildung ansehen kann, seine erstmalige Wiederaufführung 1952 „der Puccini-Verehrung des italo-amerikanischen Priesters Dante Del Fiorentino [verdankt], der in seiner Jugend für kurze Zeit Kaplan in Puccinis Wohnort Torre del Lago gewesen war und damals den schon alten Komponisten kennen gelernt hatte“. Auf der Del-Fiorentino-Abschrift der Messe basierten deren erste Veröffentlichungen 1951 und 1952 im US-Verlag Mills Music und bei Ricordi, wobei der italienische Verlag bereits die autografe Partitur heranziehen konnte und gegenüber der Del-Fiorentino-Abschrift „einige, aber durchaus nicht alle dortigen Irrtümer“ beseitigte.
Dieter Schicklings Veröffentlichung der Messe ist daher die erste Ausgabe, die sich konsequent auf Puccinis originale Partitur stützt. Selbstverständlich kann man als Rezensent, wenn man ehrlich ist, die immense Forscherleistung, die dahinter steht, nicht annähernd überschauen. Das gesamte Druckbild, die Kenntlichmachung der Zusätze und vor allem der detaillierte kritische Bericht mit einer genauen Quellenbeschreibung und zahlreichen Anmerkungen zu einzelnen Stellen vermitteln jedoch den Eindruck absoluter Kompetenz und verschaffen Musikern und Musikologen die Möglichkeit, den gesamten Editionsvorgang nachzuvollziehen.
Eine wertvolle Ergänzung bilden die vier abgebildeten Seiten der handschriftlichen Partitur Puccinis. Sie zeigen unter anderem spätere Bleistifteinzeichnungen des Komponisten im „Gratias agimus tibi“, die wahrscheinlich aus dem Jahr 1893 stammen, als Puccini sich kurzzeitig mit dem Plan einer Überarbeitung der Instrumentation beschäftigte. Der gesamte „Gratias“-Satz in der späteren Fassung ist zudem als Anhang abgedruckt worden. Wichtig ist auch der Hinweis auf die Wiederverwendung des Kyrie als kirchliches Orgelstück im ersten Akt der Oper Edgar und des Agnus Dei als „Madrigale“ im zweiten Akt der Oper Manon Lescaut. Letzteres wird ebenfalls durch eine Abbildung dokumentiert. Zu den Implikationen solcher Übernahmen sowie zum Stil der Messe insgesamt macht Dieter Schickling nur einige kurze Angaben. Ausführlichere Bemerkungen dazu enthält seine oben genannte Puccini-Biografie (insbesondere auf den dortigen Seiten 32 ff.).

Peter Schnaus
Quelle: Das Orchester 10/05, S.80

 

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