El Pessebre (Die Krippe)
Bearbeitung für kleineres Orchester (arr. Antoni Ros Marbà)
Das in seiner musikalischen Sprache wesentlich von liedhaften Elementen durchzogene Oratorium von Pablo Casals entstand unter dem Eindruck des spanischen Bürgerkrieges und des 2. Weltkrieges. Die Komposition auf einen Text des katalanischen Dichters Joan Alavedra ist ein beeindruckendes musikalisches Mahnmal für Frieden und Humanität.
Antoni Ros Marbà hat die von Enrique Casals stammende große Instrumentierung der Originalfassung überarbeitet und dabei die Zahl der Bläser reduziert. Zudem liegen nun auch Partitur und Stimmen in einem modernen Notensatz vor. Klavierauszüge und Chorpartituren der Originalfassung sind mit der Fassung mit der reduzierten Orchesterfassung ebenso kompatibel wie mit der Orgelfassung, die ebenfalls erhältlich ist.
- Originalfassung in der Instrumentierung von Enrique Casals (Carus 7.333/00)
- Darauf beruhende Bearbeitung für kleineres Orchester von Antoni Ros Marbà (Carus 7.333/50), mit Kürzungsvorschlag von 120 auf 90 min
- Fassung für Soli, Chor und Orgel von Klaus Rothaupt (Carus 7.333/45)
| Originalversion | Bearbeitung für kleineres Orchester |
| Soli SATBarB, Coro SATB, 3 Fl mit Picc, 3 Ob mit Eh, 3 Clt, 3 Fg mit CFg, 4 Cor, 3 Tr, 3 Trb, Tb, Perc (3 Spieler), Arpa, Celesta, 2 Vl, Va, Vc, Cb | Es entfallen zur Originalversion: 1 Ob, 1 Clt, 1 Fg, 2 Cor, 1 Tr, Celesta [ad lib] |
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Komponist*in
Pablo Casals
| 1876-1973Pablo Casals war ein weltberühmter Cellist, Komponist und Dirigent.
Geboren am 29. Dezember 1876 in El Vendrell (Katalonien) erhielt Casals seine erste musikalische Ausbildung von seinem Vater, der selbst Organist war. Mit elf Jahren bekam er seinen ersten Cellounterricht und entwickelte sich rasch zu einem herausragenden Cellisten. Sein Studium absolvierte er am Madrider Konservatorium.
1899 startete er in Paris seine Weltkarriere als Solist der Aufführung des Cellokonzerts von É. Lalo. Es folgten viele weitere Konzerte und Tourneen; unter anderem spielte er vor Queen Victoria. Mit Alfred Cortot und Jacques Thibaud gründete er ein Klaviertrio, das mit großem Erfolg Werke von Beethoven, Schumann und Schubert einspielte. Er war zudem als Dirigent tätig und gründete 1919 das Orquesta Pau Casals in Barcelona. Aufgrund des spanischen Bürgerkrieges ging er 1936 ins Exil nach Frankreich und wanderte später nach Puerto Rico aus, wo er bis zu seinem Tod am 22. Oktober 1973 lebte und wirkte.
Casals setzte sich zeitlebens für Frieden, Demokratie und Freiheit ein. Das zeigt sich auch in seinen musikalischen Werken wie dem Oratorium El Pessebre (Die Krippe), das unter dem Eindruck des spanischen Bürgerkrieges und des 2. Weltkrieges entstand. Er schrieb außerdem kleinere Werke für Orchester, Lieder und Kammermusik. Kollegen wie G. Fauré und A. Schönberg widmeten ihm Kompositionen.
Pablo Casals gilt als bedeutendster Cellist seiner Zeit, revolutionierte die Spieltechnik und gab zahlreiche Meisterkurse. Die heute so populären sechs Suiten für Violoncello solo von J.S. Bach brachte er als erster in die großen Konzertsäle des 20. Jahrhunderts.
zur Person
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Textdichter*in
Joan Alavedra
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Bearbeiter*in
Antoni Ros Marbà