Joseph von Eichendorff

1788 - 1857

Zur Person

Joseph von Eichendorff wurde am 10. März 1788 in Lubowitz als Sohn eines katholischen Landadligen geboren. Bereits früh begannen seine ersten literarischen Versuche. Von 1805–1812 studierte Eichendorff Jura in Halle, Heidelberg und Wien. Dazwischen hörte er in Berlin Fichte und machte die Bekanntschaft mit wichtigen Persönlichkeiten der Romantik, wie z. B. Brentano, von Arnim und Kleist. Nach der Teilnahme als Lützowscher Jäger an den Befreiungskriegen ging Eichendorff in den preußischen Staatsdienst, in dem er bis zum Geheimen Regierungsrat aufstieg. Während seiner Zeit als preußischer Beamter entstanden auch die meisten seiner Werke. Nach seiner Pensionierung 1844 lebte Eichendorff weitgehend zurückgezogen bis zu seinem Tod am 26. November 1857. Prägend für Eichendorffs Werk waren die katholische Herkunft, die Teilnahme an den Befreiungskriegen und seine Bekanntschaft mit wichtigen romantischen Dichtern und Philosophen. Seine Lyrik betont in vielfältiger Weise die enge Verbindung von Poesie und Musik, viele seiner Gedichte sind mit musikalischen Symbolen und Konnotationen durchsetzt. So verwundert es nicht, dass Eichendorff zu den meist vertonten Dichtern des 19. Jahrhunderts gehört. Über 40 Werke mit Texten von Joseph von Eichendorff – darunter Kompositionen für unterschiedliche Besetzungen von Mendelssohn, Reger, Rheinberger, Schumann und Wolf – finden Sie im Internet unter