Bach-Söhne 2: Carl Philipp Emanuel Bach - Concerti (FBO)

Beschreibung

Mit der Einspielung von drei Konzerten und einer Sinfonie des zweitältesten Bach-Sohnes setzt Carus seine Reihe „Bach-Söhne“ fort. Das Freiburger Barockorchester unterstreicht damit erneut seine Spitzenstellung in der Alte-Musik-Szene. „Beim Freiburger Barockorchester ist diese Musik in den besten Händen: Das Ensemble erliegt ihrem empfindsamen Gefühlsüberdruck nicht zu sehr, gibt ihr dafür aber klare Konturen und einen unwiderstehlichen Zug nach vorne mit, und das auch noch mit einem erfreulichen Hang zu klangsinnlichem Spiel. Momente tiefer, anrührender Innerlichkeit gibt es selbstredend auch.“ (Fono Forum)

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Wilhelm Friedemann Bach: Concerti (FBO), Compact Disc

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Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonias + Concerto, Compact Disc

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Johann Christian Bach: Concerti, Compact Disc

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Produktinformation

Inhalt

4 Werke Anzeigen

Dirigent

Gottfried von der Goltz zur Person

Ensemble

Freiburger Barockorchester Consort zur Person

Solist - Oboe

Ann-Kathrin Brüggemann zur Person

Solist - Violine

Gottfried von der Goltz zur Person

Solist - Violoncello

Kristin von der Goltz zur Person

Solist - Cembalo

Michael Behringer zur Person

Solist - Klavier

Christine Schornsheim zur Person

Rezensionen

Carl Philipp Emanuel Bach: Concerti
Wenig Sturm, viel Zug

Die Orchestermusik Carl Philipp Emanuel Bachs fordert einiges von ihren Interpreten. Ein breites Spektrum der Gefühle, von heftiger Erregung bis zu tiefer Melancholie, will glaubhaft dargestellt sein, das zerklüftete Idiom einer Sinfonie wie der hier eingespielten in e-Moll Wq 177 ebenso wie die Anmut etwa des Kopfsatzes aus dem Oboenkonzert Wq 164. Beim Freiburger Barockorchester ist diese Musik in den besten Händen: Das Ensemble erliegt ihrem empfindsamen Gefühlsüberdruck nicht zu sehr, gibt ihr dafür aber klare Konturen und einen unwiderstehlichen Zug nach vorne mit, und das auch noch mit einem erfreulichen Hang zu klangsinnlichem Spiel. Momente tiefer, anrührender Innerlichkeit gibt es selbstredend auch.
Das Spiel der Freiburger kommt ohne knallige Akzente und überspannte Tempi aus, also ohne das, was man als „Sturm und Drang“-Attitüde bezeichnen könnte. Die Musiker akzentuieren z.B. im Ritornell des Cellokonzerts Wq 171 weniger stark als Anner Bylsma und Gustav Leonhardt in ihrer Aufnahme von 1988 - trotzdem ist es viel feiner und spannender musiziert als in der älteren Aufnahme. Im Adagio entspinnt sich zwischen der glänzend disponierten Kristin von der Goltz und dem Orchester dann ein herrlich schwermütiger Dialog mit einigen atemberaubenden Pianissimo-Passagen.
Ganz entspannt können sich die Melodien im Allegretto des Oboenkonzerts Wq 164 entfalten, in dessen Solo-Episoden die kecken Einwürfe der Tutti-Streicher dennoch für gehörigen Witz sorgen. Ann-Kathrin Brüggemanns sensible Darstellung lässt den Hörer nicht nur im herrlichen „Largo e mesto“ erfüllt zurück.

Andreas Friesenhagen
Quelle: Fono Forum  5/2005

 

[...] Von der Goltz und seine Musikerinnen und Musiker zeigen schon in der ersten Sinfonie der Aufnahme, wie sie Carl Philipp Emanuel Bach verstehen: als ‘Stürmer und Dränger', wenn nicht sogar als Revolutionär. In der bereits 1756 entstandenen e-Moll-Sinfonie Wq 177 entlädt sich der Kopfsatz wie ein Gewittersturm: Leidenschaftlich, schroff und kontrastreich stürmt das Freiburger Barockorchester dahin. Der langsame Satz – im Booklet wird er missverständlich als ‘tändelnd' bezeichnet – drückt das aus, was Carl Philipp Emanuel Bach und seinen Zeitgenossen so wichtig war: Musik wird als ‘Sprache der Empfindungen' verstanden und entsprechend interpretiert. [...]
Neben dieser hochdramatischen Sinfonie haben die Musiker vom Freiburger Barockorchester das Konzert für Violoncello in B (Wq 171) und für Oboe in der gleichen Tonart (Wq 164) eingespielt. Als Höhepunkt erklingt das Doppelkonzert für Cembalo und Pianoforte Es-Dur (Wq 47). Wie Georg Phillip Telemann in seinem e-moll-Konzert für Blockflöte und Traversflöte lässt Bach hier ein ‘altes' und ein neuartiges Instrument aufeinander treffen: Das Cembalo war in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts zweifellos noch in Gebrauch, aber die Zukunft gehörte dem modulationsfähigeren Hammerklavier. Der Zeitgenosse Reichardt meinte sogar, dass Bach dem Instrument – und hier ist das damals moderne Pianoforte gemeint – überhaupt erst ‘Seele, Ausdruck, Rührung' gegeben habe. Aber eben auch Dramatik und Leidenschaft, wie das Doppelkonzert mit Michael Behringer am Cembalo und Christine Schornsheim am Hammerklavier beweist. Übrigens handelt es sich bei dem Clavier um ein Originalinstrument, das um 1780 entstanden ist. Das Cembalo wurde von dem in Staufen (Breisgau) beheimateten Christoph Kern nach einem Berliner Instrument aus dem frühen 18. Jahrhundert gebaut. [...]
Die hörenswerte Aufnahme erscheint bei Carus in der Reihe ‘Die Bach-Söhne'. Als erste Compact Disc ist eine Aufnahme mit Concerti von Wilhelm Friedemann Bach erschienen, ebenfalls vom Freiburger Barockorchester eingespielt. Auf neue Offenbarungen der anderen Bach-Söhne kann man gespannt sein.

Michael Fischer
Quelle: klassik.com, 10.05.2005

 

CD-Tipp

[...] Besonders reizvoll in dieser kontrastierenden Gestaltung ist das Doppelkonzert für Cembalo, Hammerklavier und Orchester aus dem Jahre 1788, wo Bach Cembalo und Hammerklavier regelrecht miteinander dialogisieren lässt. Es ist faszinierend, wie sich die Klangfarben dieser beiden Instrumente mischen - besonders wenn das so hinreißend klangsensibel und zugleich virtuos musiziert ist, wie von Michael Behringer, Cembalo, und Christine Schornsheim, Hammerklavier, sowie dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Gottfried von der Goltz. Auffallend beim Freiburger Barockorchester ist die sehr klare und brillante, geradezu lupenreine Intonation - bei auf historischen Instrumenten spielenden Ensembles nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Hinzu kommt eine aufregend bewegliche Phrasierungskunst, die mit einer erstaunlichen rhythmischem Präzision gekoppelt ist. Bestechend schön zur Geltung kommen diese interpretatorischen Qualitäten in der e-moll-Sinfonie, Wq 177 aus dem Jahr 1756, mit ihren ausgedehnten Unisono-Passagen im ersten Satz und den eigentümlichen Punktierungen im dritten Satz.

Quelle: Bayern 4 Klassik, Michael Schmidt, 24.2.2005

 

Après un premier CD très remarqué il y a deux ans et consacré à Wilhelm-Friedemann, la merveilleuse formation fribourgeoise nous offre aujourd'hui un programme non moins passionnant dédié à son cadet "de Berlin et de Hambourg ". Tout au plus estimera-t-on que les Concertos pour violoncelle et pour hautbois (ultérieurement transcrits pour clavier),tous deux en si bémol, se ressemblent un peu trop. Mais ici, c 'est l 'interprétation qui les départagera, l'admirable hautbois d'Ann-Kathrin Brüggemann, grâce à qui le très émouvant Adagio en sol mineur constitue le sommet de ce CD, l'emportant résolument sur le timbre ingrat et la sécheresse de Kristin von der Goltz au violoncelle. Le programme débute "en falaise" par l 'impétueuse Symphonie en mi mineur "l" un des sommets du Sturm und Drang de Carl-Philipp, malgré son Andante moderato un peu répétitif. Et on termine par le fascinant Double Concerto de 1788, peut-être sa dernière oeuvre, page spirituelle et capricieuse aux étincelantes séductions hivernales, craquantes comme la neige fraîche sous le soleil, et dont l 'interprétation est idéale, grâce aussi au choix d'un Hammerklavier aux couleurs subtilement (et non brutalement) différentes de celles du clavecin. Bien que toutes ces pages aient été enregistrées auparavant, voici une exemplaire anthologie du deuxième fils du Cantor.
10/9/10/10

Harry Halbreich
Quelle: Crescendo no. 76, Avril-Mai 2005

 

Carl Philipp Emmanuel ist wohl jener Bach-Sohn, der den größten Einfluss auf die Entwicklung der Musikgeschichte genommen hat, wenn man sie aus dem Blickwinkel der Wiener Klassik her betrachtet. Das Freiburger Barockorchester musiziert hier einige Concerti des „empfindsamen" Meisters, die ahnen lassen, was Haydn, aber auch Beethoven an der oft kühn-expressiven Musik dieses Komponisten fasziniert hat. Manches Detail der oben beschriebenen Klaviersonaten wäre ohne dieses Klangerlebnis wohl nicht denkbar! Hier führt einer, scheint's, die Tonsprache des Spätbarock nahtlos in romantische Gefilde.

Wilhelm Sinkovicz
Quelle: Die Presse, 27.4.05

 

[...] Die hörenswerte Aufnahme erscheint bei Carus in der Reihe 'Die Bach-Söhne'. [...] Auf neue Offenbarungen der anderen Bach-Söhne kann man gespannt sein.

Dr. Michael Fischer
klassik.com, 03.03.2006

 

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