Franz von Suppè: Missa pro defunctis

Franz von Suppè

Missa pro defunctis

Requiem

1855

Beschreibung

Franz von Suppè schrieb sein "Requiem" nicht als allgemein menschliche oder pantheistische Totenklage, sondern als bewusst christlich-katholisches Bekenntniswerk. Dass es Suppè gelungen ist, ein Requiem zu komponieren, das den theologisch-liturgischen Rahmen einhält, ohne deshalb den Anspruch des autonom gestalteten Kunstwerkes aufzugeben, macht vielleicht den - bisher unbekannten - Rang des Werkes aus.

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Partitur

40.085/00
264 Seiten, 25 x 32 cm, kartoniert
EUR94,00 / St.
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Klavierauszug

40.085/03
88 Seiten, 19 x 27 cm, kartoniert
EUR19,95 / St.
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Studienpartitur

40.085/07
264 Seiten, DIN A5, kartoniert
EUR32,80 / St.
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Stimmenset, komplettes Orchestermaterial

40.085/19
23 x 32 cm, ohne Umschlag
EUR332,00 / St.
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  • Bestehend aus
    1 x Stimmenset, Harmoniestimmen, 1 x Fagott 1, 1 x Fagott 2, 1 x Flöte 1, 1 x Flöte 2, 1 x Horn 1, 1 x Horn 2, 1 x Horn 3, 1 x Horn 4, 1 x Klarinette 1, 1 x Klarinette 2, 1 x Oboe 1, 1 x Oboe 2, 1 x Pauken, 1 x Percussion, 1 x Posaune 1, 1 x Posaune 2, 1 x Posaune 3, 1 x Trompete 1, 1 x Trompete 2 (40.085/09)
    je: 75,50 €
    9 x Einzelstimme, Violine 1 (40.085/11)
    je: 9,00 €
    8 x Einzelstimme, Violine 2 (40.085/12)
    je: 9,00 €
    7 x Einzelstimme, Viola (40.085/13)
    je: 9,00 €
    6 x Einzelstimme, Violoncello (40.085/14)
    je: 9,00 €
    5 x Einzelstimme, Kontrabass (40.085/15)
    je: 9,00 €

Produktinformation

Komponist

Franz von Suppè zur Person

Rezensionen

Franz von Suppè, Missa Pro Defunctis

„Seine unglaubliche Gewandtheit in weltlichen Dingen verdankt er eigentlich seinen geistlichen Kompositionen. Er hatte etwas gelernt!“. So formulierte kein geringerer als Johannes Brahms 1895 seinen Nachruf auf den Tod des „Schöpfers der deutschen Operette“ Franz von Suppè. Der 1819 in Split Kroatien geborene ist in seiner Jugend wie so manch andere Größe des Musiktheaters interpretatorisch wie schöpferisch in die Kirchenmusik seines österreich-ungarischen Heimatlandes eingebunden. Überhaupt galt: seine Liebe anfangs ausschließlich der „ernsten“ Musik. Für die Kirche schrieb er Messen und einen groß angelegten Psalm. Das vorliegende Requiem aber schuf Suppè erst 1855 zum Tode seines großen Gönners und Lehrers Franz Pokorny, des Leiters des Theaters an der Wien. Suppè führte in der autographen Partitur peinlichst genau Buch über die Aufführungen dieses seines Requiems bei den Totenfeiern verdienstvoller Wiener Bürger. Gewidmet aber hat er sein Werk „Seiner Heiligkeit, Papst Pius IX“. Das Requiem Suppès ist also keine Talentprobe eines jungen Musikers, keine reine Zufalls-Gelegenheits-Komposition am Rande eines völlig anders gearteten Gesamtschaffens, sondern ein von seinem Schöpfer ernst genommener Beitrag zur katholischen Liturgie. Und wenn man die Partitur durchsieht, dann kann man den Könner der Orchesterbehandlung, den Wisser gut klingender Vokallinien und den Beherrscher polyphoner Kompositionstechniken leicht erkennen: Großartig seine Chorfugen, wirkungsvoll seine Chorblöcke und farbenreich seine melodische Erfindung. Dieses Werk verdient neben die anerkannten und berühmten Requiem-Vertonungen der Musikgeschichte gestellt zu werden. Dem Verlag ist für die opulente Ausgabe, die auch das gesamte Aufführungsmaterial bereitstellt, nicht genug zu danken.

Eberhard Kraus
Quelle: Musica Sacra 6/1996, S. 429/430

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