Hymne
Drei geistliche Lieder und Fuge (Orchesterfassung) MWV A 19 (op. 96)
Die Hymne op. 96 ist eng mit den Drei geistlichen Liedern von 1840 (Carus 40.1166/03) verbunden. Bei der Hymne handelt es sich um die Orchesterfassung und Erweiterung der Drei geistlichen Lieder.
1840 komponierte Mendelssohn die Drei geistlichen Lieder über eine englische Paraphrase des 13. Psalms für Solo-Alt, Chor und Orgel. Der Text stammte vom Auftraggeber des Werks, dem englischen Rechtsgelehrten und Musikliebhaber Charles B. Broadley. Mendelssohn wollte mit den drei Liedern speziell den Ton des englischen Verse Anthems treffen. Die Drei geistlichen Lieder erschienen bald darauf in England und Deutschland (auch mit deutschem Text) im Druck.
1842/43 schuf Mendelssohn für den Auftraggeber noch die Orchesterbearbeitung der Drei geistlichen Lieder und erweiterte diese Version um eine Fuge. Diese viersätzige Orchesterfassung wurde erst nach Mendelssohns Tod als Hymne op. 96 veröffentlicht.
Die Carus-Partitur ist die erste kritische Ausgabe des Werks. Sie enthält den originalen englischen Singtext sowie einen deutschen Text. Partitur, Studienpartitur, Klavierauszug, Chorpartitur und Orchesterstimmen sind erhältlich.
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Felix Mendelssohn Bartholdy
| 1809-1847Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) zählt zu den bedeutendsten Komponisten der musikalischen Romantik. Sein kompositorisches Schaffen verbindet die formale Klarheit der Wiener Klassik mit der gesteigerten Ausdruckskraft des 19. Jahrhunderts. Besonders prägend war seine Auseinandersetzung mit der Musik Johann Sebastian Bachs, deren Wiederentdeckung er durch die Aufführung der Matthäus-Passion im Jahr 1829 maßgeblich förderte.
Zu seinen bekanntesten Vokal-Kompositionen zählen seine beiden Oratorien Paulus und Elias, sowie seine Choralkantate Verleih uns Frieden gnädiglich. Darüber hinaus wirkte Mendelssohn als Dirigent, Pianist und Musikpädagoge und trug wesentlich zur Professionalisierung des Konzertwesens sowie zur Entwicklung des Leipziger Konservatoriums bei. Sein Werk nimmt eine zentrale Stellung in der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts ein und verbindet Traditionsbewusstsein mit romantischer Klangästhetik.
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