Ravel

Maurice Ravel

Maurice Ravel (1875–1937), weltberühmt für seinen Boléro und brillante Orchesterwerke, offenbart in seinem Chorwerk eine besondere Facette seines Schaffens. Hier verbindet der vom Klaviervirtuosen zum Komponisten gereifte Künstler die farbige Klangsprache des Impressionismus mit Einflüssen aus Jazz und Volksmusik sowie exotischen Elementen. 

Ravels Chormusik zeichnet sich durch eine einzigartige Klangästhetik aus, mit modalen Wendungen, unaufgelösten Dissonanzen und subtilen dynamischen Abstufungen. Die Anzahl der genuinen Chorwerke in seinem Œuvre ist überschaubar, aber dennoch lohnenswert. Vor allem in seinen Werken für Chor und Orchester setzt er den Chor sehr bewusst und beeindruckend als Klangfarbe ein. Seine Musik verlangt technische Präzision und klangliche Sensibilität, belohnt aber mit faszinierenden, impressionistischen Klängen. 

Neben originalen Werken für Chor sowie für Chor und Orchester bietet Carus ambitionierten Chören einige Bearbeitungen von Instrumentalwerken für Chor. Besonders bemerkenswert sind die Ravel-Transkriptionen von Clytus Gottwald, die Ravels orchestrale Farbigkeit in vokale Klangwelten transformieren. 

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