Chormusik von Gottfried August Homilius bei Carus

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1742 erhielt Gottfried August Homilius seine erste Anstellung als Organist an der Dresdner Frauenkirche, nachdem er zuvor während seiner Zeit als Leipziger Jurastudent auch im Umkreis Johann Sebastian Bachs zufinden war. 1755 schließlich trat er die Stelle des Kreuzkantors und Musikdirektors der drei Dresdner Hauptkirchen an. Die Kompositionen von Homilius – darunter über 60 Motetten, 180 Kirchenkantaten, Oratorien, mindestens neun Passionsmusiken sowie zahlreiche weitere Vokal- und Orgelwerke – waren zu ihrer Zeit sehr beliebt und außerordentlich verbreitet. Der Lexikograph Ernst Ludwig Gerber kam sogar zu der Einschätzung, Homilius sei „ohne Widerrede unser größter Kirchenkomponist“. Die Ausgaben bei Carus erschließen das umfangreiche Werk nach und nach. Ihnen ist es zu verdanken, dass Homilius heute wieder einen festen Platz in der Musikpraxis einnimmt.