Die alten bösen Lieder
aus: Dichterliebe. Für Chor und Pianoforte (Arr. Hye-Young Cho)
Vom glücklichsten Liebestaumel bis zur tiefsten Verzweiflung: Robert Schumanns Dichterliebe nach Texten von Heinrich Heine ist eine Geschichte mit allen Facetten einer wahrlich leidenschaftlichen Liebe. Der Zyklus entstand im Jahr 1840, in dem der Komponist nach langem Ringen und gegen alle äußeren Widerstände den Bund der Ehe mit der Klaviervirtuosin Clara Wieck schließen durfte. Zugleich war 1840 das Jahr, das als „Liederjahr“ in das Wirken des Komponisten einging.
Die vorliegende Ausgabe macht dieses weltbekannte Lied-Repertoire auch für Chöre zugänglich und eröffnet ein neues Klangerlebnis. Die vertrauten Melodien erscheinen in neuem Gewand und orientieren sich trotzdem eng an Schumanns Vorstellungen. Hye-Young Cho ist eine der führenden Komponistinnen Südkoreas und hat ihre Bearbeitung fein nuanciert gestaltet. Die Stimmgruppen des Chores setzt sie sehr abwechslungsreich und gezielt ein. Sie orientiert sich harmonisch streng am Schumann’schen Klaviersatz (den sie unverändert übernimmt) und schafft es so, den schlichten und trotzdem intensiven Charakter der Lieder zu erhalten.
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Komponist*in
Robert Schumann
| 1810-1856Robert Schumann ist noch immer vor allem als Klavier- und Liedkomponist bzw. als Symphoniker präsent. In seinen späteren Schaffensjahren sah er hingegen in der Komposition von Chormusik einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit. Hier gilt es auch heute noch einen weitgehend unbekannten Schumann zu entdecken, dessen Chormusik Volkstümlichkeit und künstlerischen Anspruch zugleich meisterhaft verbindet. Carus bietet Schumanns sämtliche Werke für gemischten Chor und für Frauenchor a cappella und mit Klavier. Sie zeigen seine Experimentierfreude, seine Sensibilität in der Auswahl sowie musikalischen Umsetzung der Texte, nicht zuletzt aber sein eigenständiger Chorstil, der besonders auf raffinierte Details in der Gestaltung des Satzes setzt. zur Person
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Textdichter*in
Heinrich Heine
| 1797-1856Heinrich Heine (1797–1856) zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des 19. Jahrhunderts. Er wurde in Düsseldorf geboren und ist vor allem für seine lyrischen Gedichte bekannt, die Romantik mit scharfer Gesellschaftskritik verbinden. Viele seiner Werke handeln von Liebe, Natur und Freiheit. Wegen seiner politischen Ansichten lebte Heine viele Jahre im Exil in Paris.
Er nimmt auch in der Musikgeschichte eine herausragende Stellung ein. Seine lyrischen Texte wurden von zahlreichen Komponisten vertont und prägten insbesondere das Kunstlied der Romantik. Vor allem Robert Schumann, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Hugo Wolf schufen auf Grundlage von Heines Gedichten musikalische Werke von bleibender Bedeutung. Die poetische Verbindung von sprachlicher Einfachheit, emotionaler Tiefe und oft ironischer Mehrdeutigkeit bot den Komponisten vielfältige Möglichkeiten zur musikalischen Interpretation. Dadurch wurde Heines Lyrik zu einem zentralen Bestandteil des romantischen Liedrepertoires und wirkt bis heute in der Vokalmusik nach.
zur Person
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Bearbeiter*in
Hye-Young Cho
| 1969Hye-Young Cho (geb. 1969) gilt als eine der führenden Komponistinnen in Südkorea. Ihre Werke wurden in Südkorea von fast allen Chören aufgeführt und von den meisten großen professionellen Chören in Südkorea in Auftrag gegeben. Insbesondere wurde sie beauftragt, das Te Deum für das Eröffnungskonzert des World Symposium on Choral Music (WSCM) in Seoul, Korea (2014) zu schreiben.
Derzeit ist sie die Hauskomponistin des Incheon City Chorale. Außerdem war sie Hauskomponistin für den Ansan City Choir und den National Chorus of Korea. Sie ist ehemalige Präsidentin der Korean Choral Composer Association (KCCA) und hat an der Hanyang University, der Konkuk University und der Kangwon National University unterrichtet. Sie erwarb ihren Bachelor- und Master-Abschluss in Musikkomposition an der Hanyang-Universität in Seoul, Korea.
zur Person