Die Sieben Worte
Anders als in den bekannten Vertonungen der "Sieben Worte" von Schütz oder Haydn kommentiert Franck in seiner opulent besetzten Komposition die Aussprüche des gekreuzigten Jesu mit Abschnitten aus dem Alten und Neuen Testament sowie mit Teilen des "Stabat mater". In seiner klanglichen Umsetzung der lateinischen Texte entfaltet Franck eine reiche Palette kompositorischer Parameter: „unterschiedliche Besetzungen, reizvolle Instrumentationen, formale Abwechslung und differenzierte Harmonik. Klagegesänge, schlichte Choraliter-Passagen, Abschnitte größter Dramatik, melodische Gestaltungen voller Süße vermitteln dem Hörer einen vielschichtigen Eindruck einer von starkem persönlichem Ausdruckswillen geprägten Komposition.“ Württembergische Blätter für Kirchenmusik 1/1991
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
César Franck
| 1822-1890César Franck (1822–1890), gebürtig im belgischen Liège, studierte in Paris und wirkte dort von 1859 bis zu seinem Tod an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kirche Sainte-Clotilde. 1871 war er Mitbegründer der Société nationale de Musique, später wurde er deren Präsident. 1872 berief man ihn zum Professor für Orgel ans Pariser Konservatorium. Zu seinen Schülern zählten bekannte Persönlichkeiten der französischen Musikgeschichte wie Ernest Chausson, Vincent d’Indy, Gabriel Pierné, Charles Tournemire, Louis Vierne und für kurze Zeit auch Claude Debussy. Anfang Juli 1890 hatte Franck einen Unfall mit einem Pferde-Omnibus, von dessen Folgen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 8. November. Francks Nachfolger an Sainte-Clotilde waren G. Pierné und (ab 1898) Ch. Tournemire, einer der Lehrer von Olivier Messiaen. zur Person
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Herausgeber*in
Wolfgang Hochstein
| 1950