Gedenke, Herr, wie es uns gehet
Cantate pour le 1er dimanche après l'Epiphanie BWV 217 / Anh II 23
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Compositeur (ancienne attribution)
Johann Sebastian Bach
| 1685-1750Jean-Sébastien Bach compte parmi les compositeurs les plus importants de l'histoire de la musique occidentale. Il était issu d'une dynastie de musiciens très ramifiée, qui a donné naissance à de nombreux musiciens municipaux et organistes dans la région de Thuringe et de Saxe.
Bach vocal
Depuis la création des éditions Carus, l’édition des œuvres de Jean-Sébastien Bach constitue pour nous une priorité particulière. À l’occasion de l’année commémorative de la Réforme, nous avons achevé le projet « Bach vocal ». La musique vocale sacrée de Bach est désormais disponible dans son intégralité sous forme d’éditions modernes « Urtext », accompagnées du matériel d’exécution. Une édition complète de toutes les partitions, présentée dans un coffret de grande qualité, est également disponible. Traduit avec DeepL.com (version gratuite)
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Critiques
Anonymus/ Ältere Zuschreibung J
Anonymus/ Ältere Zuschreibung J. S. Bach: Kantate BWV 217 „Gedenke, Herr, wie es uns gehet”
Der Carus-Verlag legt im Rahmen der „Stuttgarter Bach-Ausgabe” eine Neuausgabe der Kantate BWV 217 „Gedenke, Herr, wie es uns gehet” vor. Komponist des früher irrtümlich aber begründet Johann Sebastian Bach zugeschriebenen Werkes ist vermutlich dessen Schüler und Schwiegersohn Johann Christoph Altnickol (1720–1759). Textgrundlage der fünfsätzigen Kantate ist die Evangelienlesung vom zwölf jährigen Jesus im Tempel, die in der katholischen Liturgie seinen Platz am Fest der HI. Familie (Lesejahr C) oder am Fest des HI. Joseph hat. Die editionstechnisch vorbildliche Ausgabe ist überdies eine Bereicherung für eine engagierte Kantorei: Die angenehme Musik stellt an die Ausführenden in seinen chorischen Ecksätzen erfüllbare Ansprüche, überdies belastet die Komposition mit einer Orchesterbesetzung, die aus Streichorchester und einer Flöte (die nur in einer Alt-Arie vorkommt und in der Praxis ev. auch durch ein Orgelsolo ersetzt werden kann) den überdies schon gebeutelten Haushalt des Kirchenmusikers nicht zu stark.
Quelle: Kirchenmusikalische Mitteilungen März 2001, S. 76
Anonymus Ältere Zuschreibung Bach, Johann Sebastian: Gedenke. Herr wie es uns gehet
Diese zum 1. Sonntag nach Epiphanias komponierte Kantate erweist sich nach näheren Untersuchungen stilkritischer Art nicht als Werk Johann Seb. Bachs, sondern lässt vielmehr den Schluss zu, dass es sich hierbei um ein mehr als gelungenes Werk eines begabten Bachschülers handelt. Textlicher Kerngedanke ist das Evangelium des Tages. Kein Choralsatz, der dem Kantatensatz Einheit verleiht, tritt hier in Erscheinung sondern einzelne Bearbeitungen der Bibeltextverse mit eigener Substanz im Motettenstil. Eindrucksvoll wird im Eingangschor auf der Grundlage: „O Mensch bewein dein Sünde groß” der symbolische Verlust Jesu im Tempel nachgezeichnet (eigentlich hat der Mensch Jesus verloren nicht seine Eltern). Auch wenn es sich in diesem Falle nicht um ein originalen Bach handelt, so ist es durchaus zu empfehlen. Die kurze Dauer und die klein gehaltene Besetzung dieses Werkes lassen die Entscheidung leicht fallen, dieses oeuvre an seinem Bestimmungstermin aufzuführen. Darüber hinaus verfügen wir hiermit über ein Zeugnis für Bachs erfolgreiches Schaffen als Kompositionslehrer. Wie nicht anders zu erwarten, präsentiert sich diese Ausgabe in vorbildlicher Weise: aufschlussreiches Vorwort und exzellenter Druck.
Peter Bartetzky
Quelle: Musik im Bistum Essen II/1999, S. 42