Die Messen von Franz Schubert

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Franz Schuberts sechs lateinischen Messen gehören zusammen mit den Messen der Brüder Haydn, Mozarts und Beethovens zu den Höhepunkten der Gattung um 1800. Zugleich befinden sich hierunter einige ausgesprochene Chormessen, die von fähigen Laienchören gut aufzuführen sind. Während die ersten vier Messen eher kurz und vergleichsweise einfach gehalten sind, beschritt er mit den letzten beiden großen Messen neue und unkonentionellere Wege u.a. in der Behandlung der Harmonik und durch Verzicht auf schlichte Akklamation und richtete sein Augenmerk auf den leidenden Christus und mit ihm auf das schmerzliche Schicksal jedes einzelnen Menschen. Durch Auslassung mitunter zentraler Worte des Ordinariums schuf er so zutiefst innige und bekenntnishafte Werke, die in ihrer Ausdruckskraft weit ins 19. Jahrhundert weisen.