Psalm 150
Alleluja. Laudate Dominum FWV 69, 1884
Der Psalm 150 von 1884 ist eine Komposition aus der schöpferischen Reifezeit César Francks. Auf engem Raum treten die charakteristischen Merkmale seines Stils in Erscheinung: die betont symphonische Sprache, die kühne, unverwechselbare, von Chromatik getragene Harmonik und die eigenwillige formale Gestaltung. Einer weiteren Verbreitung des Werkes stand vor allem der im Verhältnis zur kurzen Aufführungsdauer große Aufführungsapparat im Wege.
Orgelfassung:
Das Werk ist auch in der Besetzung Chor & Orgel aufführbar. Der vorliegende Orgelauszug basiert auf einer im Zusammenhang mit dem Erstdruck von 1896 erschienen Orgelbearbeitung von Salomon Jadassohn. Die französisch-deutsche Textunterlegung stammt ebenfalls vom Erstdruck; der lateinische Text wurde in der vorliegenden Ausgabe zusätzlich unterlegt.
Dank der Bearbeitung für Kammerorchester (arr. A. Landgraf Carus 40.098/50) ist es möglich, das Werk auch in kleinerem Rahmen aufzuführen.
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Komponist*in
César Franck
| 1822-1890César Franck (1822–1890), gebürtig im belgischen Liège, studierte in Paris und wirkte dort von 1859 bis zu seinem Tod an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kirche Sainte-Clotilde. 1871 war er Mitbegründer der Société nationale de Musique, später wurde er deren Präsident. 1872 berief man ihn zum Professor für Orgel ans Pariser Konservatorium. Zu seinen Schülern zählten bekannte Persönlichkeiten der französischen Musikgeschichte wie Ernest Chausson, Vincent d’Indy, Gabriel Pierné, Charles Tournemire, Louis Vierne und für kurze Zeit auch Claude Debussy. Anfang Juli 1890 hatte Franck einen Unfall mit einem Pferde-Omnibus, von dessen Folgen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 8. November. Francks Nachfolger an Sainte-Clotilde waren G. Pierné und (ab 1898) Ch. Tournemire, einer der Lehrer von Olivier Messiaen. zur Person
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Herausgeber*in
Wolfgang Hochstein
| 1950