Bei der für die Fastenzeit bestimmten Motette handelt es sich um die Vertonung einzelner Verse aus den Psalmen 102 und 78, die in ähnlicher Zusammenstellung auch als Tractus am Aschermittwoch vorkommen. Aus der ursprünglichen Besetzungsangabe "TRIO pour Soprano, Ténor et Basse avec accomp[agnemen]t d'Orgue" könnte darauf geschlossen werden, daß Franck auch eine solistische Wiedergabe des ganzen Satzes vorgeschwebt hat. Mit seiner schlichten Kantabilität der Singstimmen und der ausgewogenen formalen Anlage ist das Stück dem Werk Mozarts und Schuberts verwandt.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
César Franck
| 1822-1890César Franck (1822–1890), gebürtig im belgischen Liège, studierte in Paris und wirkte dort von 1859 bis zu seinem Tod an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kirche Sainte-Clotilde. 1871 war er Mitbegründer der Société nationale de Musique, später wurde er deren Präsident. 1872 berief man ihn zum Professor für Orgel ans Pariser Konservatorium. Zu seinen Schülern zählten bekannte Persönlichkeiten der französischen Musikgeschichte wie Ernest Chausson, Vincent d’Indy, Gabriel Pierné, Charles Tournemire, Louis Vierne und für kurze Zeit auch Claude Debussy. Anfang Juli 1890 hatte Franck einen Unfall mit einem Pferde-Omnibus, von dessen Folgen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 8. November. Francks Nachfolger an Sainte-Clotilde waren G. Pierné und (ab 1898) Ch. Tournemire, einer der Lehrer von Olivier Messiaen. zur Person
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Bearbeiter*in
Wolfgang Hochstein
| 1950