Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Felix Mendelssohn Bartholdy
| 1809-1847Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) zählt zu den bedeutendsten Komponisten der musikalischen Romantik. Sein kompositorisches Schaffen verbindet die formale Klarheit der Wiener Klassik mit der gesteigerten Ausdruckskraft des 19. Jahrhunderts. Besonders prägend war seine Auseinandersetzung mit der Musik Johann Sebastian Bachs, deren Wiederentdeckung er durch die Aufführung der Matthäus-Passion im Jahr 1829 maßgeblich förderte.
Zu seinen bekanntesten Vokal-Kompositionen zählen seine beiden Oratorien Paulus und Elias, sowie seine Choralkantate Verleih uns Frieden gnädiglich. Darüber hinaus wirkte Mendelssohn als Dirigent, Pianist und Musikpädagoge und trug wesentlich zur Professionalisierung des Konzertwesens sowie zur Entwicklung des Leipziger Konservatoriums bei. Sein Werk nimmt eine zentrale Stellung in der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts ein und verbindet Traditionsbewusstsein mit romantischer Klangästhetik.
zur Person
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Herausgeber*in
Pietro Zappalà
Rezensionen
Felix Mendelssohn-Bartholdy: »Magnificat«
Felix Mendelssohn-Bartholdy: ”Magnificat”
Sehr beachtlich, was der erst 13jährige Mendelssohn da zustande brachte: ein ca. halbstündiges „Magnificat” für große Besetzung, das der Carus Verlag in der gewohnt guten Qualität nun der Öffentlichkeit vorstellt. Zwar ist noch nicht immer alles originell und es scheinen immer wieder die barocken Oratorien-Vorbilder durch, doch ist das Ganze schon wesentlich mehr als eine Tonsatzaufgabe. Liedhafte, teilweise liebenswürdige Melodik herrscht vor in den Arien, klangvolle Pracht und gekonnte Kontrapunktik in den Chorsätzen. Dabei sind für den Chor jedoch einige Hürden - hauptsächlich in Form von Koloraturen - zu nehmen. Wer aber im Zusammenhang mit der Aufführung eines anderen Werkes bereits ein Orchester engagiert hat und noch eine zeitliche Ergänzung abseits des üblichen Repertoires sucht, dem sei diese Komposition zur näheren Betrachtung empfohlen.
Christian Gerharz
Quelle: Musik im Bistum Essen III/97, S. 58