Als Bewerbung auf eine Stelle am Hof des Fürsten Nikolaus II. Esterházy schrieb Cherubini 1810 seine Messe solennelle in d. Sie zählt zu den umfangreichsten Messvertonungen überhaupt – das Gloria umfasst fast 900 Takte. Die kritische Edition von Wolfgang Hochstein eröffnet einen frischen Blick auf dieses eindrucksvolle Werk zwischen Klassik und Romantik.
Romantische Orchestermessen: Meisterwerke der sakralen Musik
Romantische Messkompositionen zeichnen sich durch emotionale Tiefe und musikalische Raffinesse aus. Bedeutende Komponisten wie Carl Maria von Weber, Anton Diabelli, Luigi Cherubini, Antonín Dvorák, Franz Schubert, Anton Bruckner und Otto Nicolai prägen dieses Genre mit ihren einzigartigen Vertonungen. Ihre Messen verbinden sakrale Texte mit der reichen Harmonik und leidenschaftlichen Ausdruckskraft der Romantik.
-
Luigi Cherubini: Messe solennelle in d
-
Pietro Mascagni: Messa di Gloria
Diese einzigartige Messkomposition des weltberühmten Opernkomponisten bietet raffinierte lyrische Melodien und energische Chorsätze. Da der Schwierigkeitsgrad moderat und die Besetzung nicht allzu groß ist, eignet sich die Messe gleichermaßen für Profi- und Laienensembles sowie Jugendchöre und Jugendorchester.
-
Carl Maria von Weber: Missa sancta No. 2
-
Luigi Cherubini: Messe solennelle (Krönungsmesse)
-
Carl Maria von Weber: Missa sancta No. 1
-
Anton Bruckner: Missa solemnis
-
Anton Diabelli: Pastoral-Messe in F
-
Charles Gounod: Messe à la mémoire de Jeanne d'Arc
-
Antonín Dvorák: Messe in D
-
Giacomo Puccini: Messa a 4 voci con orchestra
Puccini komponierte seine Messa a 4 voci con orchestra („Messa di Gloria“) in den Jahren 1878–1880. Die musikalische Qualität, der Schwung und die Frische dieses Jugendwerkes veranlassten den Komponisten, in späteren Opern seine Messa zu zitieren und sicherten dem Werk – nach seiner Wiederentdeckung im Jahre 1952 – eine stetig wachsende Beliebtheit.
-
Amilcare Ponchielli: Messa
Amilcare Ponchielli (1834–1886), bekannt als Opernkomponist und Lehrer von Puccini und Mascagni, feierte seinen größten Erfolg mit der Oper La Gioconda. Ponchiellis geistliche Werke entstanden in seinen späteren Jahren, als er Kapellmeister in Bergamo war. Seine Messe in A-Dur, uraufgeführt am ersten Weihnachtstag 1882, zeichnet sich durch sangliche Melodien, reiche Harmonien und enge Zusammenarbeit zwischen Chor und den männlichen Solisten aus.
-
Franz Schubert: Messe in Es
-
Franz Schubert: Messe in As
-
Franz Schubert: Messe in G
-
Otto Nicolai: Messe Nr. 1 in D
-
Ludwig van Beethoven: Messe in C
Die erste der beiden Messvertonungen Beethovens erschließt dem liturgischen Text ganz neue Ausdruckswelten – ausgesprochen modern und zukunftsweisend. Auch Beethoven war das bewusst: „Von meiner Meße wie überhaupt von mir selbst sage ich nicht gerne etwas, jedoch glaube ich, daß ich den text behandelt habe, wie er noch wenig behandelt worden“. Die Messe in C ist auch als Bearbeitung für Kammerorchester erhältlich.
-
Ludwig van Beethoven: Missa solemnis
Die Missa solemnis galt für Beethoven als sein größtes Werk, das „von Herzen“ kommend die Menschen berühren sollte, was sich in der langen und intensiven Beschäftigung mit der Komposition zeigt. Das Werk geht weit über das liturgisch Übliche hinaus und zeichnet sich durch hohe Anforderungen an den Chor aus. Neben der Urtext-Ausgabe von Ernst Herttrich ist das Werk bei Carus auch in der Reihe „Große Chorwerke in kleiner Besetzung“ (Carus 40.689/50) erhältlich.